Sonntag, 4. September 2011

Scharfes Kürbissüppchen mit Jakobsmuschel


Im September gibt es die ersten Kürbisse. Für manchen ist der Kürbis ein Muss, ich bin eigentlich kein großer Fan und verwende Kürbis eher sparsam. 
Vor 3 Jahren hat mein Bruder dann mal eine Kürbissuppe gemacht, scharf und gut gewürzt und die hat wirklich gut geschmeckt und so mache ich die heute sehr ähnlich. Woher das Rezept ursprünglich stammt war leider nicht mehr zu klären. Ich mache die Suppe nur als Vorsuppe, ein Hautgericht ist die nicht.
Zutaten für etwa 8 Portionen:
1 Hokkaido-Kürbis 1250 g,
65g Petersilienwurzel,
65g Pastinake,
40g Ingwer,


50 g Schalotte,
1 Chilischote
1 Knoblauchzehe
1,4l Geflügelfond
7 El Pistazienöl,
250 ml Sahne
Chilliflocken
Butter

Jakobsmuscheln
Zubereitung:
Die Petersilienwurzel, die Pastinake, das Ingwerstück und die Schalotte schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Chillischote waschen , halbieren, entkernen und in Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und in dünne Scheiben schneiden. 
In einem Topf etwas Butter erhitzen und das Gemüse darin vorsichtig andünsten. Dann 2 El Pistazienöl zugeben.
Ursprünglich sollte Walnussöl an diese Suppe, doch ich finde das das Pistazienöl einen kräftigeren Nuss - Geschmack hat und verwende Pistazienöl.
Den Kürbis abwaschen und vierteln, die Kerne entfernen und den Kürbis in grobe Würfel schneiden. Die Würfel zum Gemüse geben und andünsten, dann mit dem Geflügelfond auffüllen und 40 Minuten weich kochen lassen. Gründlich mit dem Pürierstab  pürieren. 
Dann durch ein feines Sieb streichen und erhitzen, die Sahne zugeben und kurz aufkochen lassen.
Mit Salz, Pfeffer und Chilliflocken abschmecken.
Die Jakobsmuscheln in heissem Butterschmalz von beiden Seiten anbraten und mit Salz und Chiliflocken würzen
Die Suppe in vorgewärmte Schalen geben, die Jakobsmuscheln hinzufügen.  In jede Schale einen TL Pistazienöl geben und etwas von den Chiliflocken.
Natürlich kann man auch noch geröstete Kürbiskerne daran geben, wer es denn mag.
So ähnlich habe ich das Rezept auch schon bei e&t eingestellt, das sich da niemand wundert.

Samstag, 3. September 2011

Stubenküken, Kohlrabi und Schafsgarbe



Französisches Stubenküken gab es auf dem Markt zu kaufen. Da habe ich dann direkt eins mitgenommen, für die Vorspeise heute.
Wir mögen diese kleineren Vögelchen, sei es Taube, Wachtel oder eben auch Stubenküken.
Da heute warmes Wetter angesagt war habe ich einen lauwarmen Kohlrabisalat mit Dillblüten und Schafgarbe gemacht, mit Shiitake - Pilzen und Croutons, so war es eine leichte sommerliche Vorspeise bei dem doch recht warmen Wetter heute.

Die wirkt etwas farblos, doch ich konnte der Versuchung wiederstehen, etwas Rotes dazu zu machen, um mehr Farbe ins Spiel zu bringen und ich glaube das war gut so, ein weiterer Geschmack wäre zuviel gewesen.
Ich mag diese Zeit Ende August/ Anfang September.
Die Tage können noch schön warm sein, doch Abends kühlt es sich angenehm ab.
Auf dem Markt gibt es fast alles an Obst, Gemüse oder Pilzen zu kaufen, die Auswahl ist riesig und man kann aus dem Vollen schöpfen.
Wir haben also heute Abend auf der Terrasse das gegessen:
Zutaten für 2:
1 Stubenküken,
Rapsöl,
Butter,
1 Kohlrabi,
50 g Shiitake - Pilze,
1 Scheibe Toastbrot,
3 El Olivenöl,
2 El Mandelöl,
2 El Gegenbauer Riesling - Auslese - Essig,
Pfeffer und Salz,
Dillblüten,
4 kleine Zweige Schafsgarbe.
Zubereitung:
Die Kohlrabi schälen und klein würfeln, von den Pilzen 6 kleinere bei Seite legen, den Rest genauso klein würfeln wie die Kohlrabi. Von der Toastscheibe die Rinde abschneiden und genauso klein würfeln.
Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und darin das Brot anrösten.
Noch einmal etwas Butter und Rapsöl zugeben und die Kohlrabiwürfel und die Pilze darin vorsichtig andünsten, so das die Kohlrabiwürfel noch deutlich Biss haben. Mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Aus dem Olivenöl, Mandelöl, Gegenbauer - Riesling - Auslese - Essig, Pfeffer und Salz eine Vinaigrette rühren. Darin die abgewaschene Schafsgarbe einige Zeit marinieren.
Dann herausnehmen und die Kohlrabi - Pilz - Mischung zugeben und etwas ziehen lassen. Der Kohlrabi - Pilz - Salat sollte jedoch beim servieren noch lauwarm sein.
Vom Stubenküken die Brüste auslösen, den Rest anderweitig verwerten. Die beiden Brüste in etwas Butter/ Rapsöl vorsichtig anbraten und warm halten.
Den Salat auf zwei Teller verteilen,mit den Croutons bestreuen, die Stubenküken - Brüste darauf legen und die Dillblüten zufügen, ebenso die Schafsgarbe. Noch warm servieren.
Dazu gab es einen klassischen Riesling aus Leiwen, an der Mosel:



Riesling 

Varidor
Trocken
2007
Carl Loewen

Freitag, 2. September 2011

erdig, Forelle auf Gemüsebett




Wenn man einen Blog als Anfänger und Dilettant schreibt, so wie ich, einen Beruf hat, der einen ausfüllt, den man gerne macht und der so viel einbringt das man sein Auskommen hat, so hat dieses seine Vorteile.
Der Blog muss nicht um jeden Preis laufen, Wikiorankings  sind nicht alles und Brigitte - Awards auch nur insofern wichtig als das man gerne wüsste ob jemals auch der eigen Blog vorgeschlagen wurde.  Selbst dafür bin ich nicht bereit hunderte von Kommentaren zu lesen.
Insofern ist es eigentlich ein ganz entspanntes Vergnügen zu bloggen.

Andererseits wird man dadurch manchmal gehindert seine Ideen für den Blog umzusetzen, weil ein Gericht meint bis um 19.30 Uhr verhandeln zu müssen oder sonst die beruflichen Termine überhand nehmen.
Dann sieht man wie die Leserzahlen zurück gehen und das ist dann doch nicht so schön, gerade wenn es sowieso nur wenige sind die auf den eigenen Blog zugreifen, und ein klein wenig eitel ist man ja doch und möchte ja schon auch ein wenig Resonanz haben.
So bin ich dann doch ganz froh das ich heute wieder die Gelegenheit habe etwas zu bloggen. 


Und diese Woche habe ich dann gelernt wie naiv ich an die Sache gegangen bin, einen Blog zu schreiben, einfach weil mir in einem Kochforum die Möglichkeit nicht gegeben wurde.

Gut, Freitags ist oft Fischtag, das ist wahrscheinlich noch die Erinnerung an die Kindheit und die Tatsache das es auf dem Markt frischen Fisch gibt. 
Heute habe ich was mit Forelle ausprobiert, die ist hier preiswert und frisch, da sie aus der Nähe kommt und nicht erst einige Hundert Kilometer reisen muss. Dazu gibt es Gemüse und wer mag eine einfache Salzkartoffel. 
Das ganze gibt einen schönen, erdigen Geschmack. Kein Essen für ein großes Menü, doch für einen Freitag preiswert und recht flott gemacht.
Zutaten für 2:
2 Forellen, küchenfertig,
50 g Butter,
5 g Schnittlauch,
2 El Rapsöl,
1 Schalotte,
Butter,
20 g Petersilie,
400 ml Gemüsefond,
50 ml Sahne,
2 El Giersch - Kerbel - Öl
3 Möhren,
1 Stange Lauch,
1 Spitzkohl,
Pfeffer und Salz
Wer mag 2 g Lezithin.
Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Das Rapsöl in eine Reine geben und verteilen. Die Forellen abwaschen und in die Reine legen. 
Den Schnittlauch waschen und in kleine Röllchen schneiden, mit der Butter und Pfeffer und Salz vermengen. Die Schnittlauch - Butter in Flocken auf die Forellen verteilen. Die reine in den Backofen stellen und alles etwas 20 Minuten garen lassen.

In der Zwischenzeit die Schalotte schälen und in Scheiben schneiden, in einem Topf in wenig Butter andünsten. Den Gemüsefond zufügen und aufkochen. Die Petersilie waschen und trocknen, klein zupfen und zu dem Gemüsefond geben, alles auf etwa 200 ml einkochen lassen, gründlich pürieren und durch ein feines Sieb streichen. In einem Topf erwärmen , die Sahne und das Giersch - Kerbel - Öl zugeben.

Die Möhren schälen, in dünne Scheiben schneiden und in etwas Salzwasser garen. Den Lauch putzen, waschen und in dünne Scheiben schneiden. Den Spitzkohl vierteln, die dunklen Blätter entsorgen und den Strunk entsorgen, den Rest in etwa 1 cm breite Streifen schneiden. Lauch und Spitzkohl in Salzwasser 2 Minuten blanchieren, dann abschütten und abschrecken.
Möhren und die Spitzkohl - Lauch - Mischung in etwas Rapsöl erwärmen.

Die Forellen aus dem Ofen nehmen, die Haut abziehen.
Gemüse auf zwei Teller verteilen, die Forellen darauf legen. Die Sauce mit einem Pürrierstab aufschäumen, wer den Schaum fester mag fügt  vorher etwa 2 g Lezithin zu.
Sofort servieren.
Uns wäre es auch ohne Kartoffel ausreichend, wer mehr Appetit hat macht Salzkartoffel dazu. Es gibt insgesamt einen schönen, erdigen Geschmack.
Den Fisch eventuell noch mit Salz und Pfeffer nachwürzen.