Mittwoch, 19. Juni 2013

Urlaubsteller III : Zander, Erbsenrisotto und Zitronensauce


Bei Peggy von multikulinarisch gibt es ein Dauerblogevent für Süsswasserfisch; diesen Monat zum Thema Zander. Zander gehört zu meinen Lieblingsfischen über den habe ich schon mehrfach etwas eingestellt. Hier die Übersicht:



Jetzt habe ich den Zander zu einem Erbsenrisotto gemacht und mit Speck und Minze. Der Speck ist der italienische Lardo di Colonnata, der mit Kräutern eingelegt wird und einen schönen Geschmack an die Erbsen und den Risotto gibt. Auch in meinem allerersten Blogbeitrag habe ich diese Kombination genutzt.


Zutaten für 2:

  • 400 g Zanderfilet
  • 4 dünne Scheiben Lardo di Colonnata
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 200 g gepallte Erbsen
  • 1 Tasse Risottoreis
  • 400 ml Gemüsefond
  • 6 kleine Blättchen Minze
  • 1 Bio-Zitrone
  • 100 ml Sahne
  • 100 g Butter
  • Olivenöl


Den Zander in vier Stücke teilen. Vom Lardo habe ich mir 4 dünne Streifen abschneiden lassen. Die Streifen habe ich dann nochmal geteilt.
Die Scheiben werden mit etwas Butter und Olivenöl in einem Topf ausgelassen.
Die Erbsen etwa 4 Minuten in reichlich Salzwasser köcheln, abschütten und kalt abschrecken.
Etwa die Hälfte der Erbsen mit etwas von dem Gemüsefond fein pürieren. Die Frühlinszwiebeln in dünne Scheiben schneiden, die Hälfte zu dem Lardo geben und leise dünsten, ohne das sie Farbe nehmen.
Die andere Hälfte in einem weiteren Topf in etwas Butter glasig dünsten. Von der Zitrone mit einem Sparschäler die Schale dünn abschälen und in den Topf geben, dazu der ausgepresste Saft der Zitrone, etwa auf die Hälfte einkochen, mit der Sahne auffüllen und aufkochen, die restliche Butter zugeben und warm halten.

Den Reis in den ersten Topf geben und glasig andünsten, dann nach und nach mit dem Gemüsefond auffüllen bis der Reis gar ist, ab und an umrühren und aufpassen das er nicht am Boden kleben bleibt.

Etwa 3 - 4 Minuten vor Ende der Garzeit die pürierten Erbsen unterheben,ganz am Schluss den Rest Erbsen. Mit Pfeffer und Salz und den kleingeschnittenen Minzeblättchen abschmecken. Die Minze sollte nicht durchschmecken, sondern nur im Hintergrund schmeckbar sein.

Zwischenzeitlich den Zander in etwas Olivenöl von beiden Seiten etwa 2 Minuten bei mittlerer Hitze braten, mit Pfeffer und Salz würzen und warm stellen.

Die Zitronen-Buttersauce durch ein Sieb streichen, erwärmen, wenn nötig noch etwas Salz daran geben und mit dem Pürierstab aufschlagen.

Den Risotto auf zwei Teller verteilen, je zwei Stücke Zander dazu legen und etwas von der Zitronensauce, sofort servieren.

Montag, 17. Juni 2013

Liebe auf den zweiten Blick: " Das Kochbuch von Land und Meer"


Manchmal benötige ich etwas mehr Zeit als andere, und auch für das Kochbuch von


© Luzia Ellert für Collection Rolf Heyne



„ Das Kochbuch von Land und Meer“

München 2012





habe ich etwas länger gebraucht. Gekauft habe ich mir das Buch schon im Dezember. Warm geworden bin ich damit erst nicht, ohne dass ich einen Grund dafür benennen könnte.
Es ist ja auch ein prächtiger Bildband, es gibt viele Bilder von Sylt und ich denke Sylt -Reisende werden auch daran große Freude haben.
Ebenso sind die Gerichte die King vorstellt grandios und sehr stimmig in Szene gesetzt von Luzia Ellert.

Ich habe immer mal wieder hereingeschaut in das Buch, doch begeistert hat es mich Anfangs nicht.

Das hat sich inzwischen geändert und es ist wirklich eine Liebe auf den zweiten Blick geworden. 

Der Verlag stellt ab und an Gerichte auf seiner Seite, unter anderem auch dieses, ein:

© Luzia Ellert für Collection Rolf Heyne



Daraus habe ich die Ziegen-Hollandaise nachgekocht. Seitdem ist dies die Lieblingssauce von Frau K und mir zum Spargel. Es lohnt sich wirklich ein wenig nach Ziegenbutter Ausschau zu halten und diese Sauce zum Spargel zu probieren, sie ist exzellent dazu.
Dann habe ich eine Brokkoli -Suppe in den Sommerrezepten entdeckt und weitgehend nachgekocht, mir fehlten nur die großen Nordseekrabben.
Sie war so gut wie lange keinen Gemüsesuppe mehr die ich zubereitet habe. Ich hatte ja Bedenken und Frau K auch, Brokkolisuppe ist ja so eher der Inbegriff der langweiligen, eher faden Suppe.

© Luzia Ellert für Collection Rolf Heyne
Doch die von King ist so überzeugend gut, dass ich sie nur empfehlen kann.
So habe ich diese Kochbuch nach und nach für mich entdeckt und bin inzwischen begeistert.

Johannes King kocht auf Sylt im Sölring Hof, hat zwei Michelin Sterne ( und eine Facebook - Seite )
Er ist aufgewachsen in bäuerlicher Umgebung im Schwarzwald und das Buch dokumentiert seine Tätigkeit und sein Leben auf Sylt. 
Man erfährt, dass er sich einen wahren Luxus erlaubt, nämlich sein eigenes Fischerboot und einen eigenen Bauernhof zu unterhalten von denen er einen Großteil seiner Waren ganz direkt erhält. Für ihn ist es wichtig, dass er nicht die austauschbaren Luxusprodukte verkauft die inzwischen weltweit von den Spitzenrestaurant geordert werden können.
Er fragt, ob es ausreicht überall auf der Welt die gleichen Spitzenprodukte anzubieten, nur anders zubereitet.
Er hat seine  Antwort gefunden, für ihn zeigt sich die Qualität darin, dass das verwendete Obst und Gemüse nicht nur aus der unmittelbaren Nachbarschaft kommen,
„ sie kommen vor allem aus ihrer natürlichen Reifezeit und sind in kürzester Zeit in der Küche und dann auf den Tellern. Der Begriff Qualität ist sozusagen Teil dieser Produkte, denn sie wachsen und gedeihen in ihrem natürlichen Vegetationsrhythmus, ohne transportbedingt auf zusätzliche Haltbarkeit getrimmt worden zu sein. Wachsen, ernten, essen: Nur dieser Dreiklang kann der Spitzengastronomie tadellose Frische und damit authentische Qualität garantieren...“

Das liest sich einfach, doch diese Grundsätze können wohl die Wenigsten wirklich umsetzen, die Qualität hängt eben nicht nur vom Koch, sondern  auch von den Lieferanten ab, letztendlich eine Binsenwahrheit. Da gönnt er sich dann eben den Luxus eines eigenen Fischkutters und eines Bauernhofes.
Damit ist aber auch schon die Grundidee seiner Küche aufgezeigt und so kann er eben auch aus einer Brokkolisuppe ein Erlebnis machen.

Nach einer Danksagung und einem kurzen Lebenslauf mit Darstellung seiner Kochphilosophie kommen dann nach Jahreszeiten sortiert seine verschiedenen Gerichte, am Schluss wenige Grundrezepte und ein zu knapp gehaltenes Register.
Mir fehlt ein Stichwortverzeichnis, in dem der Leser mal gezielt nach einer Zutat suchen kann, aber das ist wohl mein persönliches Anliegen.
Die Rezepte sind teilweise recht einfach gehalten, wie eben die Suppe, doch auch sehr komplexe Zubereitungen kommen vor und manches Rezept, wie der gefüllte Rosenkohl verlangen auch gewisse handwerkliche Fähigkeiten.

© Luzia Ellert für Collection Rolf Heyne
Neben den schon genannten Rezepten gefällt mir besonders gut das Rezept „Kaninchenragout mit schwarzen Champignons und gebackenen Petersilienblüten“. Er verarbeitet für diese Gericht vom Kaninchen die Rückenfilets, Bauchlappen, Keulen, Schulter, Leber und Nieren also fast das gesamte Kaninchen und er erklärt wie man aus weißen Champignons schwarze macht.
Es gibt jedoch auch vegetarisches, wie einen wunderschönen Teller „Sommergemüse“ der alles bietet was an Sommergemüsen zu finden ist und zeigt wie man diese sorgfältig und schonend verarbeitet.
Von den Desserts hat mich das Apfeldessert beeindruckt, hier zeigt er wie ein Nachtisch aus Apfel, Staudensellerie und Knollensellerie funktioniert, da werde ich im Herbst sicherlich was probieren.

Also inzwischen mag ich diese Buch sehr und habe es mit in den Urlaub genommen, am Strand darin zu lesen macht Spaß und so bekomme ich eine Menge Anregungen.

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von der Collection Rolf Heyne zur Verfügung gestellt bei der auch das Urheberrecht liegt.

Sonntag, 16. Juni 2013

Urlaubsteller II und Köstlich & Konsorten


Köstlich & Konsorten ist seit einigen Wochen online, die Blogroll für deutschsprachige Genussblogs. 
Ziel ist es, möglichst viele deutschsprachige Food- und Genussblogs in der Blogroll zu sammeln, um eine Übersicht über die aktuellen Genussbblogs zu erhalten. Es sind alle Foodblogs und verwandte Themen willkommen.





Seit kurzem ist Köstlich & Konsorten auch bei Facebook als Seite vertreten, und auch einmal als Facebook - Gruppe die es allen Bloggern ermöglicht ihre neusten Beiträge vorzustellen und zu verlinken,  so dass der Leser die Möglichkeit hat sich schnell einen Überblick über die neusten Blogbeiträge zu verschaffen.

Vielen Dank allen die sich die Arbeit gemacht haben und noch machen, die Seiten zu erstellen und zu unterhalten.

Einen Urlaubsteller gibt es heute natürlich auch noch. Nudeln habe ich gemacht. Gerne hätte ich Spaghetti Carbonara gemacht, doch dazu fehlte mir der richtige, ungeräucherte, italienische Speck.
So habe ich die Nudeln mit schönem, mild geräuchertem Speck vom örtlichen Metzger hier in Ahlbeck gemacht, dazu natürlich Ei, Grana Padano und auch etwas getrocknete Tomate, das ging flott und war richtig lecker. Ach so, Spaghetti hatte ich auch nicht, doch schöne Linguine von rustichella d‘ abruzzo.





Zutaten für 2:


  • 200 g Linguine
  • 4 dünne Scheiben durchwachsenen, geräucherten Speck
  • 6 Scheiben getrocknete Tomaten
  • 2 El. Grana Padano, frisch gerieben
  • 2-3 Eigelb
  • Pfeffer und Salz
  • Butter


Zubereitung:
Linguine nach Packungsanweisung bissfest garen, abschütten und etwas von dem Nudelwasser aufbewahren.
Der Speck, den ich mir vom Metzger in etwa 2-3 mm dünne Scheiben habe schneiden lassen, schneide ich in dünne Stifte.
Die getrockneten Tomaten würfeln, die Eigelbe  verrühren. In einer Pfanne die Butter erwärmen und die Speckstifte darin etwa 10 Minuten weich dünsten, nicht anbraten. Etwa 3 Minuten vor Schluss die Tomatenwürfel zugeben und weich dünsten. Am Schluss den frisch geriebenen Käse und zwei kleine Kellen vom Nudelwasser zugeben und leise köcheln lassen.
Die Eigelbe unterrühren und die Linguine zufügen, kurz erwärmen und gründlich verrühren, auf zwei Teller verteilen, mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen und servieren.

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