Sonntag, 5. Juli 2015

38°C : grüner Sommersalat mit Huhn


38°C und noch etwas wärmer war es am Donnerstag und am Samstag war es nur geringfügig weniger heiss, dafür aber deutlich schwüler. Das ist dann so ein Wetter bei dem selbst ich nicht besonders gerne koche. Also musste was Flottes her und leicht sollte es auch sein. 
In dem neuen Kochbuch von Yotam Ottolenghi bin ich fündig geworden. Er hat ein schönes Rezept für einen Frühlingssalat, wobei ich ihn eher als Sommersalat bezeichnen würde. Ich habe lediglich noch etwas Rauke und Erbsen  zugefügt und für jeden von uns eine Brust von einem französischen Label Rouge Hähnchen.

Das ergab dann insgesamt ein leichtes Sommergericht, das sich auch gut bei 35° im Schatten auf der Terrasse essen ließ.
Dazu gab es einen rosé ausgebauten Merlot von Metzger, der harmonierte sehr schön dazu.

Zutaten für 4:
350 g grüner Spargel
200 g grüne Bohnen
300 g dicke Bohnen
100 g Erbsen
50 g Babyspinat
50 g Rauke
1 Schalotte
1 Chilischote
1/2 Tl Sesamöl
2 El Olivenöl
2 El Zitronensaft
1 El schwarze und weiße Sesamsamen, geröstet
1 Tl Schwarzkümmelsamen
Salz
4 Hähnchenbrüste

Zubereitung:
Den Spargel längs in dünne Scheiben schneiden und in reichlich Salzwasser etwa drei Minuten mit den Erbsen blanchieren. Abschütten, in kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen. Die grünen Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden, bissfest garen. Da ich vom Bauern ziemlich dicke Strauchbohnen hatte benötigten die etwa 10 Minuten, wenn man die dünnen Keniabohnen hat braucht es natürlich nicht so lange.
Die dicken Bohnen auch etwa 3 Minuten in Salzwasser blanchieren, gut abschrecken und die grauen Häutchen entfernen.

Den Babyspinat und die Rauke putzen , waschen und in der Salatschleuder trocken schleudern.
Die Hähnchenbrüste von allen Seiten gut salzen und in etwas Olivenöl rundherum anbraten, dann bei 80 ° im Backofen noch 15 Minuten ruhen lassen.

Leider hatte ich kein Sesamöl wie Ottolenghi es benutzt. Aber ich hatte noch Arganöl und so habe ich das Sesamöl durch Arganöl ersetzt. 
Aus den Ölen mit dem  Zitronensaft und Salz ein Dressing rühren. Die Schalotte und die Chilischote putzen und klein schneiden. Das Gemüse in eine große Schüssel geben, das Dressing darüber verteilen und alles gut miteinander vermischen.
Den Salat auf Teller verteilen, den Schwarzkümmelsamen und die Sesamsaat darüber streuen. Die Hähnchenbrustfilets aufschneiden und auf den Salat setzen.

Freitag, 26. Juni 2015

Gemüse vom Kapellschen Hof


Mal wieder ist mir klar geworden wie wichtig gute Zutaten sind und wie sehr die Zutaten und deren Qualität den Geschmack eines Gerichtes bestimmen.
Auf dem Teller, den ich zubereitet habe, ist nur Gemüse vom
Kapellschen Hof in Steinfurth.

Der Hof wird seit mehr als 20 Jahren von Beate Rzanny-Götz und Willy Götz als Mischbetrieb mit organisch-biologischen Anbaumethoden selber bewirtschaftet. Chemie und Gentechnik werden vollständig abgelehnt. Die Felder werden mit Pferden bewirtschaftet, nicht mit Traktoren. Sie beschreiben das als Einsatz eigener Energieformen ( tierische Zug- und menschliche Arbeitskraft). Dort wird eigenes Saatgut gewonnen und es gibt eigene Jungpflanzen. Insbesondere werden auch alte Nutzpflanzen genutzt und alte Tierarten gehalten. Wer an mehr Informationen interessiert ist sollte diesem Link folgen.

Ich habe hier in Heringsdorf auf dem Markt den Stand entdeckt auf dem sie ihr Gemüse verkaufen. Dort habe ich dann vor Jahren schon Dinge entdeckt die ich bis dahin nicht kannte, wie Portulak und Hirschhornwegerich. Aber auch das Gemüse hat einen eigenen, sehr ausgeprägten Geschmack. Die Zucchini auf dem Bild sind nicht viel größer als ein Finger, aber ich habe vorher noch keine Zucchini mit mehr Geschmack gegessen und auch die dicken Bohnen waren noch sehr klein, aber ebenfalls auch sehr aromatisch.

Alle Zutaten habe ich versucht sehr vorsichtig zu behandeln, was mir bei den Beeten nicht gelungen ist, sie waren übergart. Es hat aber trotzdem richtig gut geschmeckt. Da das Gericht vollkommen tierfrei ist, ist es ein Beitrag für den Tierfreitag.



Zutaten für 2:

500 g Rote Kartoffeln (Pommersche Rote)
2 Bunte Beete
500 g Dicke Bohnen
3 sehr kleine Zucchini
1 Kohlrabi
50 g Rote Rauke
4 El Sonnenblumenöl
1 El Holunderessig
Salz, „Sieben“ von Ingo Holland

Zubereitung:
Die Beete putzen, waschen und in reichlich Salzwasser gar kochen. Ich habe sie etwa 25 Minuten gekocht, das war deutlich zu viel, ich denke 15 Minuten wären vollkommen ausreichend.

Die Kartoffel gründlich waschen und bürsten, dann ebenfalls kochen, etwa 10 Minuten in Salzwasser.

Die dicken Bohnen aus den Hülsen nehmen und etwa 2 Minuten in etwas Salzwasser blanchieren und abschrecken. Dann die grünen Kerne aus der grauen Haut drücken.

Die Zuchhini abwaschen und in kleine Scheiben schneiden.

Etwa 2 El Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne erwärmen und die Zucchinischeiben darin anschmoren. Die Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden, mit in die Pfanne geben und alles etwa 5 Minuten andünsten.

Aus 2 El Sonnenblumenöl und dem Holunderessig mit Salz und dem „Sieben“ Gewürz von Ingo Holland eine Vinaigrette rühren. Die Rote Rauke abwaschen, putzen und wenn nötig klein zupfen und in die Vinaigrette geben, einige Minuten ziehen lassen.

Die Bunte Beete schälen und in dünne Scheiben schneiden. 
Alle Zutaten, bis auf die Rote Rauke, mit in die Pfanne geben, kurz erwärmen und mit Salz und „Sieben“ abschmecken. Dann auf zwei Teller verteilen und etwas von der Rauke oben darauf setzen.

Montag, 22. Juni 2015

roh: Zucchini mit Sardellen



Noch ein Gericht mit kleinen Fischen, diesmal keine Ölsardinen, sondern eingelegte Sardellen, diese waren nur in Öl eingelegt, schmecken aber vollkommen anders als die Ölsardinen.

Sardellen auf Zucchini
Aus den Sardellen habe ich mit gelber Zucchini, Tomate, Kapern und Frühlingszwiebeln eine kleine sommerliche Vorspeise gemacht.
Die ist sehr leicht, aber schön aromatisch, uns hat sie gut gefallen.

Zutaten für 2:

3 El Olivenöl
2 El Pistazienöl
2 El Zitronensaft
Salz, Mélange blanc

1/2  gelbe Zucchini
3 Scheiben getrocknete Tomaten
1 El Kapern
6 Kalamata - Oliven
1 Frühlingszwiebel
2 kleine Tomaten

6 Sardellen in Öl

Zubereitung:

Aus dem Olivenöl, Pistazienöl, Zitronensaft, etwas Salz und Mélange blanc einen Dressing anrühren.

Die Zucchini gründlich abwaschen und längs in sehr dünne Scheiben schneiden, ich habe das mit einer Aufschnittmaschine gemacht.
Die Zuccinistreifen etwa 15 Minuten in dem Dressing
marinieren.

Die Tomaten abwaschen, entkernen und fein würfeln. Wie man auf den Fotos sieht, waren meine Würfel nicht fein genug. Die Oliven, Kapern und getrocknete Tomaten gut abtropfen lassen, die Oliven vierteln und die Tomaten fein würfeln. Die Frühlingszwiebel putzen und in dünne Ringe schneiden. 

Sardellen auf Zucchini
Die Zucchinistreifen aus der Marinade nehmen, etwas abtropfen lassen und dann auf zwei Tellern schön glatt auslegen. Für die Bilder habe ich die Zucchini noch mit einem großen Servierring rund ausgestochen, aber das muss nicht sein.
Jetzt die anderen Zutaten, bis auf die Sardellen in das Dressing geben und gut vermischen.
Auf jeden Teller auf die Zucchini je drei Sardellenfilets legen, dann je zwei bis drei Esslöffel von dem Tomatensalat, fertig.


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