Sonntag, 15. September 2019

Aubergine, Tomaten und gebratener Fisch

Die Aubergine und ich werden sicherlich keine Freunde mehr. Irgendwie konnte ich bisher mit der Aubergine nur im Ratatouille  etwas anfangen. Ansonsten eher nicht,
Nun hatte ich in einem Kochbuch ein Rezept gefunden da wurde die Aubergine mit altem Aceto Balsamico de Modena gewürzt. 

Aubergine Tomate Kabeljau

Gut davon hatte ich noch eine Flasche, seit längerem ungenutzt, im Schrank stehen, also habe ich es ausprobiert. 
Das Ergebnis sah nicht besonders hübsch aus, allerdings war der Geschmack großartig und deshalb stelle ich das Rezept hier auch ein. Der Fisch liegt noch auf einer Scheibe gebratener Aubergine und dazu gab es noch confierte Kirschtomaten.


Zutaten für 2:

2 Auberginen
1 El Rotweinessig
2-3 El Aceto Balsamico Di Modena
Rapsöl
2 Stück Kabeljau (je etwa 180 g)
2 El Roggenmehl 1150
12 Kirschtomaten
3 Zweige Thymian
1 kleiner Zweig Rosmarin
Salz



Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Aubergine halbieren, salzen und mit etwas Rapsöl beträufeln. Die Aubergine, mit der Schnittseite nach oben für 40 Minuten im Backofen garen.
Danach die Backofentemperatur für die Tomaten auf 120°C reduzieren.

Aubergine Tomate Kabeljau
Das Fruchtfleisch der Aubergine mit einem Löffel auslösen, in einen kleinen Topf geben und ausdämpfen. Mit dem Rotweinessig und dem Aceto Balsamico abschmecken. 

Die Tomaten blanchieren und die Haut abziehen.
Den Thymian und Rosmarin waschen, gut trocknen und die Nadeln und Blättchen abzupfen. Etwa 100 ml Rapsöl mit den Kräutern mit einem Stabmixer pürieren. Das Kräuteröl durch ein Sieb in eine kleine, flache Schüssel passieren. Die geschälten Tomaten zufügen, mit Salz würzen und bei 120°C im Backofen etwa 20 Minuten confieren.

Die zweite Aubergine in etwa 1cm dicke Scheiben schneiden. Eine große beschichtete Pfanne mit wenig Rapsöl einpinseln. Die Pfanne erhitzen und die Auberginenscheiben darin bei hoher Hitze von beiden Seiten anbraten, salzen.

Die beiden Stücke Kabeljau abwaschen, salzen und in dem Roggenmehl wenden.  Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Kabeljau darin anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Kabeljau noch etwas nachziehen lassen.



Anrichten:

1-2 Scheiben gebratene Aubergine in die Mitte eine flachen Tellers legen, darauf den Kabeljau platzieren. Daneben auf der einen Seite 1-2 El Auberginenkompott und auf der andere Seite 3-4 Tomaten setzen.

Sonntag, 8. September 2019

Brokkoli, Ei, Senf und Dillblüte

Auf den Brokkoli bin ich wieder gekommen. Der tauchte längere Zeit in meinen Rezepten nicht auf oder nur sehr selten, inzwischen benutze ich den wieder häufiger, angeregt durch einige Kochbücher. In meinem derzeitigen Lieblingskochbuch gibt es ein Rezept in dem roher Brokkoli mit gebratenem Brokkoli gemischt wird. Die Idee hat mir sehr gefallen und ich habe es natürlich ausprobiert. Dazu gerösteter Senf, auch eine Idee aus diesem Kochbuch.
Ich habe dann noch gebratenes Eigelb dazu gemacht und ein paar Dillblüten zugefügt.

Brokkoli Ei Senf Dillblüten

Das war erfrischend und eine schöne Vorspeise vor unserem Abendessen. Dazu lässt sich das Gericht einfach und schnell zubereiten. 

Zutaten für 2:
1 Kopf Brokkoli
Rapsöl
Petersilie
1 Bio-Zitrone
50 g dunkle Senfsaat
2 Eier
Dillblüten
Salz



Zubereitung:
Etwa 200 g Brokkoli mit mit einer Microplane fein reiben. Eine beschichtete Pfanne mit wenig Öl einpinseln und den geriebenen Brokkoli darin rösten. Am Schluss leicht salzen.

150 g Brokkoliröschen mit der Microplane fein reiben. Etwas glatte Petersilie fein hacken und etwa 2 Tl zu dem geriebenen  Brokkoli geben. Etwas Zitronenschale abreiben und ebenfalls zufügen den Brokkoli salzen.

In einer kleinen Pfanne die Senfsaat vorsichtig anrösten, mit wenig Rapsöl vermischen.

Brokkoli Ei Senf Dillblüten

Die Eier trennen und die Eigelbe in einer kleinen Pfannen anbraten, leicht salzen.



Anrichten:

Den rohen Brokkoli mit Hilfe eines Anrichteringes in der Mitte der Teller verteilen. Auf den rohen Brokkoli den gerösteten Brokkoli verteilen. Dann je ein Eigelb darauf setzen. Um das Eigelb den gerösteten Senf und einige Dillblüten verteilen.

Sonntag, 1. September 2019

Rind, Brot und Pfifferlinge

Eine Rinderbrühe habe ich gekocht, aus Markknochen, Suppenfleisch und natürlich mit Suppengemüse. Gewürze und Kräuter kamen dazu und ich habe auch Champignons und Tomaten dazu getan für mehr Umami. 
Die Suppe habe ich dann einen Tag kalt gestellt und dann hatte sich oben auf der Brühe das Fett abgesetzt und das habe ich möglichst vollständig abgenommen, weil ich es für dieses Rezept einsetzen wollte.

Auf die Idee bin ich gekommen durch das Kochbuch kuk (cook) von Sebastian Frank. Ich finde es wirklich lesenswert. Dort wird gerne solches Fett, auch von der Hühnerbrühe genutzt.

Rind Brot Pfifferlinge

Bei mir kam noch ein Stück Rind dazu, nämlich ein Stück Entrecôte, gebratene Pfifferlinge und ein Stück selbst gebackenes Sauerteig Brot.


Zutaten für 2:
1 Entrecôte (etwa 350g)
Rapsöl
300g Pfifferlinge
Butter
200 ml Kalbsbrühe
80 g Rindersuppenfett
Salz
Schnittlauch
Brot


Zubereitung:
Das Entrecôte rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, das es Zimmertemperatur bekommt und von beiden Seiten sorgfältig salzen.
Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und den Backofen auf 80°C vorwärmen. Das Entrecôte von beiden Seiten etwa 1,5 Minuten anbraten und dann mit der Pfanne in den Ofen stellen. Es hat für uns den richtigen Garpunkt bei einer Kerntemperatur von 59°C erreicht. Empfohlen wird eine Kerntemperatur von 56°C, da ist uns das Fleisch allerdings noch zu „roh“. 

Rind Brot Pfifferlinge
Die Kalbsbrühe auf etwa 100 ml einkochen, das Rindersuppenfett zufügen und mit dem Pürierstab aufschlagen. Das darf jetzt nicht mehr kochen, weil die Emulsion sich sonst wieder trennt. Ich brauchte es nicht zu salzen, man kann aber ein wenig Salz an die Emulsion geben.

Die Pfifferlinge putzen und in etwas Rapsöl kurz anbraten. Etwas Butter zugeben und die Pfifferlinge salzen und in der Butter zwei Minuten schwenken.
Wenn das Fleisch die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat aus dem Backofen nehmen und in Alufolie noch 5 Minuten ruhen lassen



Anrichten:

Den Schnittlauch waschen, trocknen und in feine Röllchen schneiden. Das Fleisch in Scheiben schneiden. Je eine Scheibe auf den Teller legen. Parallel zum Fleisch die Pfifferlinge setzen. Auf jeden Teller zwei El von der Rinderfettemulsion geben. Etwas Schnittlauch über das Fleisch streuen und eine Scheibe Brot dazu legen.

Sonntag, 25. August 2019

Semerrolle vom Kalb, mit Sellerie,Brokkoli, Champignon und knusper Panko

Die Semerrolle vom Kalb muss ich hier beim Metzger 10 Tage vorstellen, sonst bekomme ich die nicht. Die Rolle vom Rind liegt ständig in der Auslage, die Rolle, oder auch Schwanzstück vom Kalb wird hier wohl eher weniger gekauft. Dabei ist das Stück vielfältig zu gebrauchen. Diesmal habe ich von der Rolle kleine Steaks geschnitten und die nur kurz angebraten.

Kalb Sellerie Brokkoli Champignon Panko


Dazu eine Sellerie-Zwiebelcreme, gebratenen Brokkoli, Champignons und in Rindersuppenfett angebratenes Panko zum knuspern. Die Sellerie-Zwiebel-Creme habe ich nur mit Butter und einer Prise Salz gemacht. Die benötigt keine Sahne oder Schmand. 
Das Gericht hatte schon ein intensives Aroma insgesamt, war würzig und hat uns in der Kombination gut gefallen.

Zutaten für 2:
50 g Butter 
100 g Rose d’ Roscoff
200 g Sellerie 
50 g braune Champignons 
25 g Panko
1Tl Selleriesaat
30 g Rindersuppenfett
150g Brokkoli
300 g Semerrolle vom Kalb
Rapsöl 



Zubereitung:
Das Stück Semerrolle vom Kalb in 4 etwa gleich dicke Scheiben schneiden. Von allen Seiten salzen und eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Die Rose d’ Roscoff schälen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel in der Butter bei geringer Hitze etwa 10 Minuten weich dünsten.
Den Sellerie schälen, fein würfeln und zu der Zwiebel in den Topf geben, Deckel auflegen und etwa 10 Minuten leicht dünsten, dann nochmal 5 Minuten leise köcheln lassen. Die Masse mit einem Pürierstab gründlich pürieren. Mit wenig Salz abschmecken. Die Creme warm halten.

Kalb Sellerie Brokkoli Champignon Panko

Etwas Rapsöl in einer Pfannen erhitzen und die Kalbsteaks darin von jeder Seite etwa 90 Sekunden anbraten. Den Backofen auf 80°C erhitzen und die Pfanne mit den Kalbsteaks hineinstellen. Das Fleisch noch etwa 20 Minuten im Backofen nachziehen lassen.

Den Brokkoli grob in Strünke zerteilen und abwaschen. In reichlich Salzwasser 4 Minuten blanchieren, dann gut abtropfen lassen. In einer Pfanne Rapsöl hoch erhitzen und den Brokkoli darin kurz und kräftig von allen Seiten anbraten; leicht salzen. Vorsicht der Brokkoli sollte wirklich gut abgetropft sein, sonst spritzt es heftig wenn er in die Pfanne kommt.
Die Champignons putzen und in sehr dünne Scheiben schneiden. In heissem Rapsöl kurz anbraten.

Das Rindersuppenfett in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Selleriesaat zufügen und den Panko. Den Panko  knusprig anbraten, leicht salzen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.



Anrichten:


Zwei El. Sellerie - Zwiebel - Creme auf einem Teller ausstreichen. Jeweils ein Stück Fleisch daran setzen.Auf die Creme ein Stück Brokkoli legen. Einige Scheiben Champignons auf das Fleisch legen, den Rest auf das Gemüse verteilen. Alles mit dem Panko bestreuen.

Sonntag, 11. August 2019

Sellerie, Pfifferlinge und Porree

Eine neue Vorspeise habe ich ausprobiert mit einer Selleriecreme. Die Idee für die Selleriecreme ist aus dem Kochbuch von Sebastian Frank „KUK (cook)“. Für mich eines der beeindruckendsten Kochbücher aus dem deutschsprachigen Raum. 
Frank nimmt für seine Selleriecreme weißen Portwein, ich habe eine Auslese von der Mosel genommen. Dazu kommt noch naturtrüber Apfelsaft. Also das ganze ist schon schön süß. Unter der Creme ist eine Duxelles von Pfifferlingen und obenauf frittierter Porree, Dillblüten und Bohnenkrautblüten.

Sellerie Pfifferlinge Porree 
Frau K war ganz begeistert von dieser kleinen Vorspeise.


Zutaten für 4:
200 g Sellerie
150 g Schalotten
100 g Butter
300 ml süße Riesling Auslese
100 ml naturtrüber Apfelsaft


150 g Pfifferlinge
1 Schalotte
30 g Butter
80 g Porree ( nur vom hellgrünen)
200 ml Rapsöl
Salz
Selleriesaat
Dillblüten
Bohnenkrautblüten

Zubereitung:

Die Riesling Auslese auf 100 ml einkochen.

Den Sellerie und die Schalotten schälen und in etwa gleich große Würfel schneiden.
Die Butter erwärmen, wenn sie aufschäumt die Selleriewürfel zufügen und dünsten bis der Sellerie leicht Farbe hat. Dann die Zwiebelwürfel zufügen und bei wenig Hitze etwa 10 Minuten weich dünsten. Mit dem eingekochten Wein auffüllen und den Wein fast gänzlich einkochen lassen, dann den Apfelsaft zufügen und auf die Hälfte einkochen lassen. Die Masse sehr gründlich pürieren. Ich habe die dann noch durch ein feines Sieb getrieben um die Creme noch glatter zu machen. Die Sellerie-Zwiebel-Creme warm halten.

Sellerie Pfifferlinge Porree 

Die Pfifferlinge waschen, putzen und in ganz kleine Teile schneiden oder hacken, oder durch einen Fleischwolf drehen. Ich habe die mit einem großen Kochmesser klein gehackt.
Die Schalotte schälen und ebenfalls sehr klein scheiden. Die Butter aufschäumen und die Schalotte darin einige Minuten weich dünsten, aber nicht braun werden lassen. Dann die Pfifferlinge zugeben und einige Minute bei mittlerer Hitze dünsten. Wenn Wasser austreten sollte das Wasser vollständig verkochen lassen. Die Pfifferlingmasse mit Salz abschmecken und warm halten.

Das Rapsöl zum frittieren des Porree in einem kleinen, hohen Topf auf 140°C erhitzen. Den Porree putzen und in etwa 3-4 mm dünne Scheiben schneiden. Den Porree portionsweise in dem heissen Öl frittieren und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit wenig Salz bestreuen.


Anrichten:

Je ein bis zwei El Pfifferlinge in eine Schale geben. Darüber die Selleriecreme verteilen. Die Selleriecreme mit etwas Selleriesaat bestreuen. Jetzt den frittierten Porree darüber geben. Die Blüten abzupfen und das ganze damit dekorieren.

Mittwoch, 7. August 2019

Tomatensuppe, ziemlich konzentriert

Frau K. kam mit einem recht großen Beutel Tomaten nach Hause. Ich denke es waren etwa 1,5 kg, unterschiedliche Sorten und unterschiedlich reif. Sie waren aus dem Garten ihrer Eltern, quasi die „Überproduktion“.
Ich hatte sofort eine Idee was ich damit mache, denn ich wollte immer schon einmal eine sehr reduzierte und konzentrierte Tomatensuppe kochen. Mit wenig Zutaten und kräftig im Geschmack.  

Tomatensuppe


In einem Kochbuch über japanische Küche habe ich gelesen, das man ein Gemüse, wenn es gerade Saison hat, man es nur noch mit Umami-Mitteln auf die Bühne zu bringen braucht. 
Umai in der japanischen Küche bedeutet meist Dashi oder Sojasauce. 
Die europäische Küche kocht Brühen und Fonds um eine hohe Umamikonzentration zu erhalten. Also habe ich mich für eine kräftige Hühnerbrühe entschieden die ich noch im Eis hatte um den Tomaten noch mehr Umai zu verleihen.

Das Endprodukt war eine sehr kräftige, schmackhafte und aromatische Tomatensuppe von leicht cremiger Konsistenz. 

Zutaten für 2:
1,5 kg Tomaten
Rapsöl
1-2 Rote Zwiebeln
400 ml Hühnerbrühe
Salz

Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen, in feine Scheiben schneiden und in einem großen Topf in etwas Rapsöl anschwitzen ohne das sie braun werden.
Die Tomaten waschen, dann je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Tomaten in den Topf geben und vorsichtig erhitzen bis die Masse ganz leicht kocht. 
Jetzt alles etwa 4 Stunden ohne Deckel ganz leicht köcheln lassen. Die Tomaten sollen etwas einkochen und zerkochen. Ab und an mal umrühren damit auch wirklich nichts anbrennt.
Nach der Kochzeit die Masse durch ein großes, feines Sieb in eine Schüssel abtropfen lassen. In das Sieb noch eine große mit Wasser gefüllte Schüssel stellen um den Saft aus der Tomatenmasse auszudrücken. Das Sieb etwa 2 Stunden abgedeckt abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit in einem anderen kleinen Topf die Hühnerbrühe fast vollständig einkochen, es sollen wirklich nur etwa 2-3 El Flüssigkeit übrig bleiben. Dabei am Schluss aber sehr vorsichtig sein das der Rest Brühe nicht anbrennt.
Jetzt mit etwa 400 ml des abgetropfte Tomatensaftes die Brühe auffüllen und nochmal auf 300 ml sanft einkochen. 
Wenn nötig mit etwas Salz abschmecken.
Die Suppe heiss in zwei Schalen geben, ich habe dann noch ein paar Bohnenkrautblüten dazu getan.







Sonntag, 4. August 2019

Bohnengemüse und Lamm

Bohnen und Lamm, das passt immer und Sommerzeit ist Bohnenzeit. Man bekommt jetzt auf dem Markt ganz unterschiedliche Bohnensorten. Ich habe für dieses Gericht Schnittbohnen, Buschbohnen und Saubohnen, oder Dicke Bohnen ausgewählt.  Dazu noch frische Pfifferlinge und Frühlingszwiebeln. 

Frau K liebt die kleinen Lammfilets die meist nicht schwerer als 100-150 g sind, also habe ich diese als Beilage ausgesucht.  
Bohnen Pfifferlinge Zwiebeln Lamm

Das war dann letzten Sonntag unser Essen, das war vortrefflich und wir waren sehr zufrieden damit.

Zutaten für 2:
3 Lammfilets
150 g kleine Buschbohnen
150 g Schneidebohnen
100 g Dicke Bohnen (bereits gepalt)
150 g Pfifferlinge
4 Rote Frühlingszwiebeln
3 Zweige Bohnenkraut
Rhapsöl
Salz




Zubereitung:
Die Lammfilets etwa eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, salzen und abgedeckt auf Zimmertemperatur kommen lassen.
Die Buschbohnen und Schneidebohnen putzen und in etwa gleich große Stücke schneiden. Die Bohnen mit dem Bohnenkraut in Salzwasser etwa 6-7 Minuten bei geöffnetem Deckel kochen. Ab und an umrühren, dann abschütten und kalt abschrecken. Die Bohnen gut abtropfen lassen.
Bohnen Pfifferlinge Zwiebeln Lamm
Die Dicken Bohnen kurz blanchieren und dann aus den grauen Häutchen auslösen.
Die Pfifferlinge putzen und in heissem Öl anbraten. Die Frühlingszwiebeln kürzen, putzen und längs halbieren.

Die Pfifferlinge aus der Pfanne nehmen und in dem Öl die Frühlingszwiebeln bei mittlerer Temperatur etwa 10 Minuten vorsichtig garen. Die Zwiebeln sollten nicht sehr braun werden.

Die Lammfilets in sehr heissem Öl von jeder Seite 90 Sekunden anbraten , dann im Backofen bei 50°C warm halten.

Die gesamten Bohnen mit den Pfifferlingen zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und vorsichtig erwärmen. Mit Salz abschmecken.


Anrichten:

Die Lammfilets in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse auf zwei Teller verteilen. Das Fleisch dazu legen.

Donnerstag, 1. August 2019

Kopfsalat mit Knochenmark

Auf dem Markt habe ich schöne kleine, feste Köpfe Freiland Kopfsalat gefunden. Die musste ich natürlich mitnehmen. Wenn der Kopfsalat richtig fest und kompakt ist kann man den sehr schön braten.

Kopfsalat Knochenmark Thymianblüten

Dazu habe ich mir einen Rinder-Markknochen gekauft und den ausgelassen und das Mark kam dann auf den gebratenen Salat. 
Das ist so einfach und so wenig das es ja eigentlich gar kein Gericht ist. Es ist simpel und doch schmackhaft und gut. Man benötigt:

1 Kopfsalat, schön fest
Rapsöl
1 Stück Markknochen, 6-7 cm
Salz
Thymianblüten
Piment d' Espelette

Das Knochenmark aus dem Knochen drücken und wenigsten 8 Stunden in kaltem Wasser wässern. Dabei 2-3 mal das Wasser wechseln.
Das Knochenmark in einer kleinen Pfanne auslassen und warm halten.

Die äußeren Blätter vom Kopfsalat entfernen bis man das Kopfsalat-Herz hat. Dieses Herz einmal halbieren. In einer kleinen Pfanne etwas Rapsöl erhitzen und den Kopfsalat auf der Schnittseite schön braun anbraten, dann das Kopfsalat Herz wenden und nochmal 2 Minuten braten.

Kopfsalat Knochenmark Thymianblüten

Das Salatherz in eine kleine Schale setzen und mit 1-2 Tl Knochenmark begießen. Salz, Thymianblüten und Piment d' Espelette darüber streuen und servieren. Das Salatherz und das ausgelassene Knochenmarkt sollten schön heiss sein, sonst wird das Fett fest.













Anrichten:

Sonntag, 28. Juli 2019

Ziegencreme, eingelegte Zucchini und Zwiebeln

Bei so heissem Wetter wie es die letzten Tage war ist ein kühles leichtes Gericht sehr erfrischend. Ich mag bei der Hitze gerne auch süß-sauer eingelegtes Gemüse.
So habe ich ein Gericht gemacht mit einer kühlen Ziegenmilchcreme, dazu eingelegte Silberzwiebeln, die es gerade auf dem Markt zu kaufen gibt, und Zucchini.

Die Idee für die eingelegten Zucchini habe ich aus dem Buch „ IMMER GRÜN“ von Mikkel Karstad. Mir gefällt das Buch sehr. Dorothee hat darüber ein treffende Rezension geschrieben.

Ziegencreme eingelegte Zucchini, Silberzwiebeln und Kräuter
Allerdings habe ich mich nicht genau an sein Rezept gehalten, da Karstad

mit Curry würzt, ich wollte es weniger exotisch und habe Estragon genommen. Es hat trotzdem gut geschmeckt.

Zutaten für 2:
300 ml Apfelessig
300 ml Wasser
90 g Zucker
2 Tl Salz
1 El Senfkörner
2 kleine Zweige Estragon

1 kleine Zucchini
200 g Silberzwiebeln
100 g Ziegenjoghurt
50 g Ziegenfrischkäse
2 El Rapsöl
Salz
Minze
Rauke
Liebstöckel
Thymianblüten


Zubereitung:
Die Zucchini abwaschen und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Die Silberzwiebeln schälen und halbieren. Die Zwiebeln und die Zucchini jeweils in ein Schraubglas füllen und einen kleinen Estragonzweig dazugeben.
Ziegencreme eingelegte Zucchini, Silberzwiebeln und Kräuter
Den Apfelessig, Wasser, Zucker, Salz und Senfkörner in einem Topf aufkochen. Die heisse Lösung auf die beiden Gläser verteilen. Die Gläser verschließen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank einige Stunden ziehen lassen, bei mir waren die nach 2 Tagen am besten.

Für die Ziegencreme den Ziegenjoghurt mit dem Ziegenfrischkäse und dem Rapsöl verrühren, mit einer Prise Salz abschmecken. Einige Blätter Minze klein schneiden und unter die Creme rühren. Die Creme für wenigstens eine Stunde kalt stellen.
Die restlichen Kräuter waschen und klein zupfen.


Anrichten:

Jeweils etwa 2-3 El der Ziegenmilchcreme in der Mitte eines Tellers rund ausstreichen. Die Zucchini und Zwiebeln etwas abtropfen lassen und auf die Creme verteilen. Darüber die Kräuter und Thymianblüten streuen.

Sonntag, 21. Juli 2019

Buttermilch Kartoffeln , Dicke Bohnen und geräucherter Rotbarsch

Wie die letzten Jahren immer waren wir auch diesen Sommer wieder auf der Insel Usedom und haben dort unseren Urlaub verbracht. 
Wir hatten eine schöne Ferienwohnung und dort habe ich selbstverständlich auch gekocht. 
Durch Zufall bin ich auf ein Rezept gestossen für pommersche Buttermilch-Kartoffeln. Wobei ich mir nicht im klaren bin ob es eine dicke Suppe oder ein dünnes Püree ergibt. Jedenfalls kommen da natürlich Kartoffeln und Buttermilch rein, dazu Zwiebeln und Speck.
Das Rezept habe ich insofern abgeändert als ich eher einen festen Kartoffelstampf gemacht habe und den Speck durch ein wenig geräucherten Schinken ersetzt habe. 
Dazu gab es Saubohnen oder Dicke Bohnen und geräucherten Rotbarsch.
Das war zwar ziemlich deftig, aber auch ziemlich gut. Die leichte Säure der Buttermilch tut den Kartoffeln gut und verträgt sich auch gut mit den Bohnen.



Zutaten für 2:

500g Kartoffeln
80 g Schinken
2 Schalotten
Butter
200-300 ml Buttermilch
500 g Dicke Bohnen
3 Frühlingszwiebeln
1 kleiner geräucherter Rotbarsch



Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser schön weich kochen. Die Kartoffeln abschütten und auf einem Teller aus dämpfen lassen. 
Den Schinken und die beiden Schalotten schön klein würfeln. Etwas Butter in den Topf geben und aufschäumen, die Schinkenwürfel und die Schalotten zugeben und bei kleiner Hitze etwa 5-6 Minuten weich dünsten. 
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Die Kartoffeln zugeben und gut stampfen, dann nach und nach die Buttermilch zufügen bis die Kartoffeln die gewünschte Konsistenz haben. Wenn nötig noch mit etwas Salz abschmecken.

Die Dicken Bohnen aus den Schoten palen. Die Bohnen in Salzwasser 3-4 Minuten blanchieren. Dann abschütten und abschrecken. Die Bohnen aus den hellen Häutchen drücken.
Das Grüne der Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben schneiden und in wenig Butter andünsten, die Bohnenkerne zugeben und erwärmen.

Die Fischfilets auslösen und die Haut abziehen.


Anrichten:

Die Buttermilchkartoffeln auf zwei Schalen oder tiefen Teller geben. Darüber zwei El Saubohnen mit Frühlingszwiebeln verteilen. Je ein Stück Rotbarsch darauf setzen.