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Mittwoch, 6. September 2017

Dillblütenöl, selbst gemacht

Kräuteröle stelle ich seit einiger Zeit selber her, ich finde es eine schöne Idee um den Kräutergeschmack länger haltbar zu machen.
Ein gutes Beispiel ist mein Dillblütenöl. Dillblüten gibt es hier nur wenige Wochen im Sommer zu kaufen. Stellt man ein Öl aus den Dillblüten her kann man den Geschmack noch für ein paar Wochen länger konservieren. Außerdem gibt grünes Öl bei vielen Tellern auch einen schönen optischen Effekt




Für meine Kräuterölrezepte habe ich mich an dem Kochbuch von Daniel Humm „ Eleven Madison Park“  orientiert. Er bringt am Ende des Kochbuches sehr viel Grundrezepte und Kräuteröle sind auch dabei.

Die meisten Kräuterölrezepte begnügen sich damit die Kräuter in Öl einzulegen und einige Wochen ziehen lassen. Bei meinen Rezepten werden die Kräuter fein püriert und die Kräuteröle werden erhitzt.
Auf dem Foto sind von Links nach Rechts zu sehen, das Dillblütenöl, Schnittlauchöl und ein Liebstöckelöl. 
Die eigene Herstellung von Kräuteröl ist auch eine Form des konservierens, also ist dies auch ein Beitrag zum Kochevent "Konservieren" bei Zorra, ausgerichtet von Britta.





Zutaten:
 jeweils 250 ml Traubenkernöl

1 Bund Dillblüten
oder
1,5 Bund Schnittlauch
oder
1 Bund Liebstöckel

Zubereitung:
Für das Dillblütenöl benutze ich wirklich nur die Blütendolden. In den Blütendolden befindet sich deutlich mehr des aromatischen Öls als in den Blättern. Also habe ich die Blütendolden abgezupft. Diese kommen dann in das Traubenkernöl und werden gründlich püriert.

Der Schnittlauch wird grob klein geschnitten und kommt dann in das Traubenkernöl. 
Vom Liebstöckel benutze ich nur die Blätter, die Stiele habe ich entfernt. 
Die Kräuter jeweils ins Öl geben und dann sehr gründlich etwa 2 Minuten fein pürieren.

Wenn die Kräuter im Öl fein püriert sind komm die Kräuter-Ölmischung in einen kleinen Topf und wird auf 110°C kurz erhitzt. Dann im Wasserbad kalt rühren.
Das Öl dann durch ein sehr feines Sieb über einen Trichter in die Flaschen füllen. Wer kein feines Sieb hat legt das Sieb mit einem Mulltuch aus. Schon so erhält man ein aromatisches Öl.

Wer einen iSi besitzt kann noch etwas mehr tun. Hier gibt es die Methode „Rapid Infusion“. Ich mach es so das ich das warme Öl in meinen iSi fülle. Den iSi verschließen und mit einer Kapsel auffüllen. Dann vorsichtig das Gas bei aufrecht stehender iSi Flasche entleeren. Wenn man dabei sehr vorsichtig ist benötigt man das Spezialzubehör nicht. 
Wenn kein Gas mehr austritt den Verschluss vorsichtig öffnen und das Kräuteröl wie oben beschrieben in Flaschen füllen. Die Flaschen dann einige Zeit offen stehen lassen bis das Gas ausgetreten ist. Nach meiner Meinung verstärkt dieses Methode noch einmal das Aroma des Öls. Nur man sollte sehr vorsichtig zu Werke gehen, oder sich das entsprechende Zubehör kaufen.


Blog-Event CXXXIV - Konservieren (Einsendeschluss 15. September 2017)

Freitag, 24. April 2015

hausgemacht: Minzöl, dazu rohe Kohlrabi und Basilikum



Für den #tierfreitag habe ich was zubereitet. Das war ehrlich gesagt eher Zufall und nicht so geplant  und kochen wäre zu viel gesagt. Es gab  rohe Kohlrabi mit Minzöl, frischem Basilikum und Salz. Das wars, aber das war auch ziemlich lecker.
Frau K freut sich , wenn sie ein kleines Häppchen vor dem Abendessen bekommt wenn sie Sonntags um 17 Uhr vom Dienst kommt und dafür war dieser Teller ideal. 
Ich hatte noch Minzöl vom Vortag. Das habe ich nach einem Rezept aus dem neuen Buch von Tanja Grandits „ kräuter“ gemacht. Kohlrabi und Basilikum waren im Haus. Dazu kam das ich meine neue Aufschnittmaschine ausprobieren wollte. Also gab es rohe, hauchdünn aufgeschnittene Kohlrabi, darüber etwas Öl, frisches Basilikum, Salz und fertig:


Kohlrabi Minzöl Basilikum


Das Kochbuch von Tanja Grandits gefällt mir übrigens sehr, zwei Rezepte habe ich probiert und die waren gut. Nach längerer Zeit mal wieder ein Kochbuch das mir gut gefällt.

Zutaten für 2:

200 g Minzeblätter
120 ml Olivenöl
120 ml Sonnenblumenöl
1 Kohlrabi
Basilikum 
Salz

Das Öl einen Tag vorher herstellen, dazu die Minzeblätter blanchieren. Ich habe zu gleichen Teilen Zitronenminze und Marokkanische Minze genommen. Die Blätter in kaltem  Wasser gut abschrecken. Sorgfältig trocknen, am besten in einem Geschirrtuch oder auf Küchenkrepp. Die Blätter sollten gut trocken sein.
Beide Öle in einem Topf auf 60°C erwärmen. Die Blätter ins Öl geben und gründlich etwa 5 Minuten pürieren. Das Öl eine Nacht ziehen lassen, dann durch einen Kaffeefilter abschütten und kühl stellen.

Kohlrabi Minzöl Basilikum

Die Kohlrabi schälen und so dünn wie möglich in Scheiben schneiden oder hobeln. Ich habe dazu die Aufschnittmaschine benutzt, meine aber das könnte noch etwas dünner. Da werde ich mehr üben müssen.
Ich habe dann die Scheiben noch mit einem runden Ausstecher auf gleiche Größe gebracht, das braucht aber nicht zu sein. Die Kohlrabi auf zwei Teller verteilen, mit dem Öl beträufeln, dann vorsichtig  gleichmäßig salzen. Die Basilikumblätter abzupfen und darüber streuen, servieren.