Montag, 17. September 2018

Brot: Butterstuten, wenig süss

Brot selber backen, es gibt da ein paar wenige Rezepte auf dem Blog von selbst gebackenem Brot, die ich allerdings so heute nicht mehr einstellen würde. Vor einigen Jahren habe ich mich auch schonmal an Sauerteigbrot versucht, das aber nach einigen üblen Fehlschlägen wieder sein gelassen.
Jetzt, seit Mitte Juli unternehme ich einen zweiten Versuch mein eigenes Brot zu backen und bin seit dieser Zeit auch stolzer Besitzer eines Sauerteigansatzes. 

Im Urlaub habe ich viel gelesen, natürlich zum Thema Kochen, Essen und Trinken. Dabei war auch das Buch von Stevan Paul (HG.) "Die Philosophie des Kochens", ein sehr lesenswertes Buch, das nachdenklich macht. 

Butterstuten

Letztendlich hat mich die Lektüre dazu bewogen es noch einmal zu versuchen mein eigenes Brot zu backen. 

Mein Ziel ist es insgesamt 4 unterschiedliche Brote backen zu können, ein alltagstaugliches Weizenbrot, ein Stangenbrot (gästetauglich) und einen Fladen den man auch mal belegen kann. Alle diese Brote auf Basis eines Sauerteigs. 
Dazu einen Stuten, der nicht zu süß sein sollte.  Ich habe schon viel probiert und bin auf dem Weg. Die Sauerteigbrote sind aber bisher nicht so geworden das ich damit zufrieden bin, ich hoffe ich mache da in den nächsten Wochen noch Fortschritte.

Das Rezept für den Butterstuten stelle ich jetzt ein, es ist das erste Brot, das nach unserer Auffassung gut gelungen ist und so schmeckt wie wir es uns wünschen und wie wir es mögen. 
Zugrunde liegt ein altes Familienrezept das ich etwas abgeändert habe. Wer es süßer mag kann natürlich den Zuckeranteil deutlich erhöhen. Der Hefeanteil ist relativ hoch, aber wir mögen den deutlichen Hefegeschmack an dem Brot.

Zutaten für 1 Stuten:

500 g Mehl 550
200 ml Milch handwarm
25 g Hefe
2 El Zucker + 1 Tl
1,5 TL Salz
120 g weiche Butter
3 Eier





Zubereitung:
Die Hefe in rund 50 ml Milch mit einem Tl Zucker zerbröseln und auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben. Eine Mulde ins Mehl machen und die Milch-Hefe-Lösung in die Mulde schütten. Etwas Mehl darüber stäuben und 20-30 Minuten ziehen lassen.

Bis auf die Milch die restlichen Zutaten zum Mehl geben und alles gut mit dem Handquirl vermischen, nach und nach die Milch zufügen bis der Teig verklumpt.  
Den Teig 45-90 Minuten gehen lassen, je nach Temperatur.

Die Arbeitsfläche mit etwas Mehl bestäuben, den Teig aus der Schüssel auf die Arbeitsfläche schütten. Mit Hilfe eines Spachtels mehrfach falten. 
Eine 30 cm Kastenform buttern und den Teig in die Form legen. Mit einem feuchten Tuch abdecken und noch einmal 45 Minuten ziehen lassen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Ein hitzebeständiges Gefäß mit etwas Wasser auf den Boden stellen. Das Brot in der Kastenform etwas mit Wasser einsprühen.
Das Brot 35 Minuten backen. Den Backofen ausschalten bei leicht geöffneter Backofentür den Stuten noch 10 Minuten nach ziehen lassen.
Den Butterstuten aus dem Backofen nehmen und eine Stunde ruhen lassen, erst dann anschneiden.




















Sonntag, 16. September 2018

Spinat, Lamm, Zwiebel und ein klein wenig Tomate

Wir hatten mal wieder Appetit auf Lamm. Das letzte mal das ich Lamm zubereitet habe war im Juni, also wurde es mal wieder Zeit ein Lammgericht zu kochen. 
Es gab dann Lammlachse und als Topping frittierte Lauchzwiebeln. Auf dem Markt gab es frischen Freiland-Blattspinat, der sieht nicht hübsch aus, hat aber einen kräftigen Geschmack, so stand eine Beilage dann auch schon fest. Den Spinat habe ich gut gewürzt mit Senf, Muskat, Piment d' Espelette und  Schafskäse. 

Spinat Lamm Zwiebel Tomate


Dazu gab es dann noch eine in Salz gebackene und anschließend gebratene Zwiebel und zur Abrundung ein klein wenig Tomatenpulver.



Zutaten für 2:

2 Lammlachse
Butterschmalz
2 Zwiebeln
500 g Salz
4 Lauchzwiebeln ( nur das Grüne )
250 ml Erdnussöl
750 g frischer Freiland-Spinat
1 Schalotte
1 Tl helle Senfsaat
Muskat
Piment d’ Espelette
50 g Schafskäse
Sonnenblumenöl
Tomatenpulver



Zubereitung:
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Den Boden einer kleinen feuerfesten Form etwa 1 cm hoch mit Salz bedecken.
Von den beidenZwiebeln nur die lose Schale entfernen und die Zwiebeln dann in das Salzbett setzen und mit dem restlichen Salzvollständig bedecken. Die Form mit den Zwiebeln in den Backofen stellen und 70 Minuten backen.
Die Schale mit den Zwiebeln aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen.

Spinat Lamm Zwiebel Tomate
Die Lammlachse aus dem Kühlschrank nehmen und eine Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen.

Die Lauchzwiebeln in etwa 3-4mm dicke Ringe schneiden. Das Erdnussöl in einem kleinen Topf auf 140°C erhitzen die Zwiebelringe ins das Öl geben und kurz frittieren bis die ersten Ringe Farbe annehmen. Mit einem Schaumlöffel die Zwiebelringe aus dem Öl nehmen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Von dem Spinat 4 schöne mittelgroße, unbeschädigte Blätter aussuchen und beiseite legen. Den restlichen Spinat putzen und die Stiele entfernen. Den Spinat zweimal gründlich waschen bis sich kein Sand mehr löst. In einen großen Topf etwas Wasser geben, etwa 2 cm hoch. Das Wasser aufkochen, die Spinatblätter in den Topf geben, den Deckel auflegen und den Spinat etwa 3 Minuten blanchieren.
Den Spinat durch ein Sieb abschütten und in kaltem Wasser gründlich abschrecken. Den Spinat gut ausdrücken, aber wirklich erst wenn er gut ausgekühlt ist, sonst kann das etwas unangenehm heiss werden.
Den Spinat grob klein schneiden.

Den Backofen auf etwa 70°C vorwärmen. In einer Pfanne etwas Butterschmalz erhitzen. Die Lammlachse rundherum mit Salz einreiben.
Wenn das Butterschmalz heiss ist, die Lammlachse von jeder Seite etwa 2 Minuten anbraten, dabei die Temperatur leicht reduzieren.  Die Pfanne mit dem Fleisch für etwa 20 Minuten in den Backofen stellen.

In der Zwischenzeit die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. Die Schalottenwürfel in einer Pfanne andünsten, nach etwa 3 Minuten die Senfkörner zufügen und alles noch etwa 5 Minuten bei kleiner Temperatur weiter andünsten. Den Spinat in die Pfanne geben und mit andünsten. 
Den Schafskäse  fein zerkrümeln, ein Esslöffel Schafskäsekrümel beiseite stellen. Den Rest Schafskäse zum Spinat geben und kurz mit erwärmen.
Den Spinat mit einer Prise Piment d’Espelette und frisch geriebenem Muskat und etwas Salz würzen.

Die beiseite gelegten 4 Spinatblätter vorsichtig abwaschen und in einem großen Topf etwa 1-2 Minuten blanchieren, aus dem Topf nehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Die gebackenen Zwiebeln aus dem Salz entnehmen und halbieren, die Zwiebeln mit der Schnittseite nach unten in eine heisse Pfanne legen und etwa 5 Minuten ohne Fett anbraten.


Anrichten:
Ein-zwei Esslöffel Spinat als kleine Nocken auf einen gut vorgewärmten Teller setzen und mit einem Spinatblatt bedecken. Etwas von dem verbliebenen Schafskäse darüber streuen. 

Die Lammmlachse längs halbieren und je eine Hälfte,  mit der Schnittfläche nach oben, neben den Spinat setzen. Etwa die Hälfte des Lammfleisches mit den Lauchzwiebeln bedecken. Eine halbe Zwiebel aus der Schale lösen und mit der angebratenen Schnittfläche nach oben auf den Teller legen. Etwas Tomatenpulver auf den Teller streuen.

Mittwoch, 12. September 2018

heissgeräucherter Lachs mit Champignons,Dill und Zwiebel

Einen Versuch habe ich gemacht und bin gescheitert, aber es hat trotzdem gut geschmeckt.
Also auf dem Bild sieht man eine Vorspeise. Einen Champignonschaum unter dem sich eine Räucherfischcreme verbirgt. Oben auf etwas Dillblüten und Streifen von eingelegten Silberzwiebeln.
Die Idee war das die Fischcreme schön kalt sein sollte, etwa 3-4 °C und das Espuma lauwarm. Solange die beiden getrennt waren war auch alles gut. Wenn ich aber den Champignonespuma auf die Fischcreme in die Schale gespritzt habe war der Schaum in Sekunden  abgekühlt und überhaupt nicht mehr warm. 
Also der von mir gewünschte Temperaturunterschied war dahin. 

Lachs Champignons Dill Zwiebel

Trotzdem war das eine schöne Vorspeise, sehr aromatisch, auch durch die Dillblüten, und leicht.
Der Lachs den ich verwendet habe war von meinem Fischhändler selber heiss geräuchert und schön mild. 


Zutaten für 4:
100 g Stremellachs
80 g Crème fraîche
Piment d’ Espelette
2 Dolden Dillblüten
1 kleine Schalotte
250 g weiße Champignons
Butter
125 ml Sahne
40 g gekochte Kartoffel
Salz, Pfeffer
4 eingelegte Perlzwiebeln


Zubereitung:
Den Stremellachs von der Haut lösen und in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel zerdrücken. Die Crème fraîche, etwas Salz und eine Prise Piment d’ Espelette zufügen. Von einer Dolde die Dillblüten abzupfen und zu der Lachscreme geben und alles gut miteinander vermischen. Die Lachscreme  wenigstens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Die Schalotten schälen und fein würfeln. Die Champignons putzen und vierteln.
Lachs Champignons Dill Zwiebel
Etwas Butter in einem Topf aufschäumen und die Schalottenwürfel darin einige Minuten anschwitzen, ohne das die Schalotten Farbe annehmen.
Die Champignons zufügen und etwa 5 Minuten mit in der Butter dünsten, mit Salz und wenig Pfeffer würzen. 
Die Sahne zufügen und die weich gekochte Kartoffel. Alles nochmal 2 Minuten köcheln lassen.
Alles mit dem Pürierstab gründlich durchmixen. Die Mischung durch ein feines Sieb in eine Espumaflasche füllen. Mit zwei Kapseln aufschäumen und gründlich schütteln.
Die eingelegten Perlzwiebeln vierteln und in einzelne Blättchen zerteilen.
Die Blüten von der letzten Dill-Dolde abzupfen.


Anrichten:

In vier kleine Schalen oder tiefe Teller je einen Nocken der Lachscreme setzen. Die Espumaflasche noch einmal gründlich schütteln, dann auf jede Schale etwas Champignonschaum auf die Lachscreme sprühen bis diese bedeckt ist. Mit den Dillblüten bestreuen und einige Blätter von den Perlzwiebeln auflegen. 

Sonntag, 9. September 2018

deftig, Schweinebäckchen, Hasselback-Kartoffeln und Blumenkohl

„Nächsten Samstag habe ich Schweinebäckchen, soll ich welche für sie weglegen?“ Natürlich sollte er, mein Metzger auf dem Markt. Frau K war zwar nicht wirklich begeistert, aber ich hatte Bäckchen bisher noch nicht gemacht und wollte die Schweinebäckchen unbedingt einmal ausprobieren. 
Um es vorweg zu nehmen, ich war ziemlich begeistert von diesen geschmorten Schweinebäckchen, Frau K eher nicht. 
Die Bäckchen waren schön zart und ließen sich mit der Gabel zerteilen.

Schweinebäckchen Hasselback-Kartoffel Blumenkohl
   
Dazu gab es Blumenkohl, gebraten und Kartoffeln, Hasselback-Kartoffeln. Die Kartoffeln habe ich eher einfach gemacht, also kein Käse dazu oder Semmelbrösel, nur Kartoffeln und Butter. Deftige Hausmannskost eben, aber schon ziemlich gut.


Zutaten für 4:
1 kg Schweinebäckchen
Butterschmalz
4 Schalotten
1 Lorbeerblatt
4 Wacholderbeeren
6 schwarze Pfefferkörner
600 ml dunkle Schweinebrühe
100 ml Wermut
100 ml Banyuls 

8 -12 Kartoffeln
1 kleiner Blumenkohl
Butter




Zubereitung:
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Das Fleisch abwaschen und sorgfältig trocken tupfen. Meins war vom Metzger sorgfältig zerteilt und pariert worden, da musste ich nichts mehr tun.

In einem schweren Gußbräter etwas Butterschmalz erhitzen und die Bäckchen darin von allen Seiten langsam anbraten bis sie schön Farbe haben. Die Schalotten schälen, achteln und mit anbraten. Nach und nach den Banyuls und den Wermut zugeben und immer wieder einkochen lassen, zum Schluss die Schweinebrühe zufügen. Einmal aufkochen, den Deckel auflegen und alles für 75 Minuten in den Backofen stellen.

Schweinebäckchen Hasselback-Kartoffel Blumenkohl

In der Zwischenzeit die Beilagen vorbereiten. Den Blumenkohl in feine Röschen zerteilen und in Salzwasser etwa 5-8 Minuten, je nach Größe der Röschen kochen. Den Blumenkohl abschütten, abschrecken und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

Die Kartoffel schälen. Es sollte sich um möglichst gleich große Kartoffeln handeln. Die Kartoffeln schälen. 50 g Butter in einem Topf zerlassen. Die Kartoffel quer einschneiden, allerdings nicht komplett durchschneiden sonder nur einschneiden. Ich habe mir dafür zwei Holzküchenpinsel rechts und links neben die Kartoffeln gelegt, so wird das Messer rechtzeitig aufgehalten. 
Die Einschnitte sollten mit etwa 4-5 mm Abstand erfolgen. Die Kartoffeln in eine feuerfeste Form setzen. Die Kartoffeln großzügig mit der Butter bestreichen und salzen.

Jetzt sollten die Bäckchen gar sein. Den Bräter aus dem Ofen nehmen. 

Den Backofen auf 230°C aufheizen.

Die geschmorten Schweinebäckchen aus dem Bräter entnehmen, in eine Pfanne legen, salzen und pfeffern und in etwas Schmorfond schwenken, vorsichtig warm halten.
Den übrigen Schmorfond durch ein Sieb in einen kleinen Topf abschütten und auf etwa 400 ml einkochen. Mit Salz abschmecken.

Wenn der Backofen 230°C erreicht hat die Kartoffel einstellen und etwa 30-35 Minuten, je nach Größe der Kartoffeln backen. Dabei 3 mal mit der Butter, die durch das Backen braun wird, bestreichen.

In einer Pfanne etwas Butter zerlassen und darin die Blumenkohlröschen vorsichtig anbraten, mit wenig Salz abschmecken

Anrichten:

Je zwei Schweinebäckchen auf 4 vorgewärmte Teller setzen. Ein bis zwei Hasselback-Kartoffeln dazu geben und zwei El gebratenen Blumenkohl. Über die Schweinebäckchen 2 -3 El Sauce verteilen.

Mittwoch, 5. September 2018

Hausmannkost: Huhn, Gerste und Pfifferlinge

Unser Sonntagsessen war schön altmodisch, oder wie man heute so schön sagt „old school“. 
Letztendlich einfache Hausmannskost. Eine Hähnchenbrust gab es, in Butter gebraten, auf Gerste mit Pfifferlingen, Erbsen und gebratenen kleinen Silberzwiebeln. Dazu eine Estragonsauce mit ordentlich Sahne, Butter und Wermut. Also nichts für Gesundheitsfanatiker, aber richtig lecker. Die Perlgraupen, also die Gerste, habe ich ähnlich wie einen Risotto zubereitet, was reichlich Geschmack an die Graupen  brachte.

Huhn Gerste Pfifferlinge Silberzwiebeln 


Zutaten für 2:
2 Hähnchenbrüste (ohne Haut) 
1000 ml Hühnerbrühe
3 Zweige französisches Estragon
100 ml Noilly Prat
150 ml Sahne
Butter
1 Schalotte
90 g Perlgraupen ( mittelfein)
100 ml Weißwein
100 g Erbsen 
150 g Pfifferlinge
Butterschmalz
3 Silberzwiebeln


Zubereitung:
Von der Hühnerbrühe etwa 700 ml abmessen und in einem Topf auf etwa 200 ml einkochen. Die letzten 10 Minuten die gewaschenen Estragonzweige komplett zufügen und mit köcheln lassen. Wenn die Brühe eingekocht ist, den Wermut und die Sahne zufügen und die Sauce auf etwa 300ml reduzieren. 
Die Estragonzweige entnehmen und die Sauce mit etwas Salz abschmecken.

Für die Graupen etwas Butter in einem Topf zerlassen. Die Schalotte schälen und fein würfeln, etwas in der Butter andünsten. Die Graupen kurz waschen, abtropfen lassen und in den Topf geben, unter rühren in der Butter andünsten. 
Den Wein zufügen und bei offenem Topf einkochen lassen. Wenn der Wein fast verkocht ist die restliche Hühnerbrühe zufügen, den Deckel auflegen und alles etwa 20 Minuten leise köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Dann durch ein Sieb abschütten.

Huhn Gerste Pfifferlinge Silberzwiebeln 
Die Erbsen in etwas Salzwasser etwa 5-7 Minuten kochen und abschütten.

Die Hühnerbrüste in einer Pfanne mit etwas Butter vorsichtig  von jeder Seite etwa 3 Minuten anbraten. Dann im Backofen bei 60°C noch 10 Minuten ziehen lassen. 

Die Silberzwiebeln schälen und vierteln in einer kleinen Pfanne in etwas Butter anbraten bis sie leicht braun werden.

In einer anderen Pfanne Butterschmalz hoch erhitzen und die gereinigten und geputzten Pfifferlinge darin unter häufigem rühren anbraten. Die Hitze deutlich reduzieren und die Erbsen und die Graupen in die Pfannen geben, gut verrühren und alles kurz erwärmen.



Anrichten:

Die Graupen, mit den Pfifferlingen und Erbsen, aus der Pfanne auf zwei gut vorgewärmte Teller verteilen. Darauf jeweils eine Hähnchenbrust legen. Die Hähnchenbrüste leicht salzen. Die gebratenen Silberzwiebeln zufügen.  Die Sauce mit dem Pürierstab kurz aufschäumen und jeweils 2-3 El Sauce auf die Teller verteilen und servieren.

Sonntag, 2. September 2018

Blumenkohl | Rind | Ei | Schnittlauch

Blumenkohl-Blini habe ich in dem Kochbuch von Paul Stradner „Grande Cuisine“ gefunden und die haben mir so gut gefallen, das ich uns welche gebacken habe.

Paul Stradner macht zu den Blumenkohl-Blini Tatar und Kaviar, ich habe nur die Blini übernommen und das Tatar. 
Anstatt Kaviar habe ich zum Tatar noch gebeiztes Ei und etwas Schnittlauch gemacht. Die Idee fand ich einfach gut und ich finde auch, das schaut gut aus und geschmeckt hat es auch. 

Blumenkohl-Blini Tatar Ei Schnittlauch


Die Portion wie ich sie gemacht habe reicht für 4 Personen als Vorspeise, wenn man die Mengen entsprechend erhöht kann man das aber auch als Hauptgericht machen.

Zutaten für 4:
270 g Blumenkohl
80 g Weizenmehl
1 Ei
Butterschmalz
200 g Rinderfilet
1 kleine Schalotte
1 kleine Gewürzgurke
1 Tl Senf
2 Tl Worcestershire-Sauce 
Piment D’ Espelette
Salz
1 gebeiztes Eigelb
1/2 Bund Schnittlauch


Zubereitung:
Für das Tatar das Stück Rinderfilet in feine Würfel schneiden. Das geht nach meiner Meinung am besten wenn man das Rinderfilet erst in Scheiben schneidet. Diese lässt man im Tiefkühler leicht anfrieren, schneidet sie dann in Streifen und dann in Würfel. 
Die Schalotte und die Gurke fein würfeln und zu dem Fleisch geben. Senf, Worcestershire-Sauce, eine Prise Salz und Piment D’ Espelette zufügen und alles gut vermischen. Das Tatar kalt stellen.

Blumenkohl-Blini Tatar Ei Schnittlauch

Den Blumenkohl putzen , in kleine Röschen zerteilen und in Salzwasser schön weich kochen. Den weichen Blumenkohl mit etwas Salz gründlich pürieren und abkühlen lassen.

Das kalte Blumenkohlpüree mit dem Mehl und dem Ei vermengen, mit Salz abschmecken und wenigsten 20 Minuten ruhen lassen.
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, je zwei Esslöffel Blumenkohlpüree in die Pfanne geben, rund ausstreichen. Dafür habe ich einen Dessertring zu Hilfe genommen. Die Blini von beiden Seiten bei mittlerer Hitze goldgelb ausbacken.

Den Schnittlauch kalt abwaschen, trocknen und in kleine Röllchen schneiden.

Anrichten: 


Die lauwarmen Blumenkohl-Blini auf 4 Teller verteilen. Auf jedes Blini einen El Rindertatar setzen. Gebeiztes Eigelb darüber reiben und mit dem Schnittlauch bestreuen

Sonntag, 26. August 2018

sommerlich, Ceviche und Melone mit Verjus

Ceviche, ein Fischgericht aus Südamerika mit seinem Ursprung wohl in Peru, bei dem heute der rohe Fisch in Limetten- oder Zitronensaft eingelegt wird. Das Rezept gibt es in Südamerika wohl schon sehr lange und ursprünglich wurden andere Früchte zum säuern benutzt.

Ceviche Melone Verjus
 
Für mein Gericht habe ich Verjus genutzt. Die ursprüngliche Bezeichnung ist Agrest und bezeichnet einen sauren Saft aus grünen Weintrauben. Der Saft ist milder als Essig und war wohl bis zum Siegeszug der Zitrone ein wichtiges Produkt in der Küche.
Mein Verjus ist bei JulRon gekauft, er ist mild und leicht fruchtig. Mit dem Verjus habe ich auch die Melone gesäuert und den kleinen Salat. 
Ein schöne, leichte und sommerliche Vorspeise die durch den Verjus eine angenehme Säure hatte.

Zutaten für 2:
150 g frisches Kabeljaufilet
Verjus
1/2 Charentais-Melone
1 kleine Salatgurke
2 Tomaten
3 El Schnittlauchöl
1 Stiel marokkanische Minze
Salz



Zubereitung:
Den Kabeljau in dünne Scheiben schneiden. Dabei die Scheiben nicht zu dünn machen, denn dann zerfällt der Fisch. Die Kabeljaustreifen leicht salzen, in eine kleine Schale legen und mit Verjus bedecken. Im Kühlschrank zwei Stunden ziehen lassen, dabei einmal wenden. 

Die halbe Charentais-Melone entkernen und das Fruchtfleisch auslösen, einen kleinen Teil (2-3 El) beiseite legen.  Das restliche Fruchtfleisch grob zerteilen und mit 2-3 El Verjus und einer kleinen Prise Salz gründlich pürieren, kalt stellen.

Ceviche Melone Verjus
Für den Salat 3 El Schnittlauchöl mit 3 El Verjus und einer Prise Salz gut verrühren.
Die Gurke schälen, entkernen und fein würfeln. Die Gurkenwürfel in das Dressing geben und für eine Stunde kalt stellen.
Die Tomaten abwaschen, entkernen und fein würfeln. Das verbliebene Fruchtfleisch von der Melone ebenfalls würfeln.


Anrichten:

Die kleinen Tomaten- und Melonenwürfel zu den Gurken ins Dressing geben und einige Minuten ziehen lassen. 

Den Fisch in eine flache Schale oder einen Tiefen Teller legen. Das Melonenpüree darum verteilen. Auf den Fisch etwa 2 El von dem Salat verteilen. Die Minzeblätter abzupfen und auf dem Teller verteilen.