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Donnerstag, 25. Juli 2013

Schweinefilet, eine Premiere




Bis heute habe ich 292 Beiträge für diesen Blog geschrieben, doch noch nicht einmal über ein Schweinefilet. Dabei galt ein Schweinefilet in meiner Jugend als Festtagsfleisch, so wie ein Rinder-oder Kalbsfilet. 
Nur hat sich das in den letzten Jahren deutlich geändert, denn Schweinefleisch wird in Massen produziert und ist sehr preiswert zu bekommen. So kann man Schweinefilet schon für 7/Kilo beim Discounter erwerben. 

Genau das möchte ich aber eben nicht, weil ich überzeugt bin das niemand für diesen Preis ein Stück Schweinefilet unter erträglichen Bedingungen so produzieren kann das es am Ende dann auch noch schmackhaft ist.

Ich habe überhaupt nur sehr wenige Rezepte mit Schweinefleisch eingestellt. Das hat was damit zu tun das ich bisher in der Nähe keine Quelle für gutes Schweinefleisch hatte. 
Das hat sich geändert und ich kann Fleisch vom Thönes Naturverbund  beziehen. Einen Schweinebauch habe ich bereits gemacht und nun gab es  ein Schweinefilet, das war klein und hatte gerade 340 g Gesamtgewicht, doch für Frau K und mich war das mehr als ausreichend. 

Ich habe für diese Stück nicht mehr bezahlt als ich auch für Lamm oder Rind in ähnlicher Qualität zahle. Natürlich deutlich mehr als Schweinefleisch sonst kostet, doch dieses Fleisch schmeckt auch deutlich besser als das Schweinefleisch das ich bisher kannte und kaum noch gekauft habe.

Dazu gab es Gemüse aus der Pfanne, eher einfach und schlicht, doch richtig lecker.


Zutaten für 2:

1 Schweinefilet (ca. 350 g)
200 g Buschbohnen
8 kleine festkochende Kartoffeln
1 kleine Zucchini
1 Knoblauchzehe
3 Tomaten
8 Kalamata Oliven
1 Tl Kapern
Olivenöl, Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Das Schweinefilet in etwas Olivenöl von beiden Seiten etwa 2 Minuten anbraten und im Backofen bei 70°C  25 - 30 Minuten warm halten.

Die Kartoffel abwaschen und bissfest gar kochen, abschrecken und pellen. Bohnen putzen und abwaschen, in reichlich Salzwasser garen. Die Zucchini längs halbieren , dann in dünne Scheiben schneiden. Olivenöl in einer größeren Pfanne erhitzen und die Zucchini von beiden Seiten wenige Minuten braten, aus dem Öl nehmen und auf etwas Küchenkrepp entfetten. 
Die Knoblauchzehe schälen und in dünne Scheiben schneiden, in das warme Olivenöl, in dem die Zucchini gebraten sind etwas ziehen lassen, nur die Kartoffel halbieren, in die Pfanne geben und ein wenig anrösten.

Zwischenzeitlich die Tomaten abwaschen und achteln. Die Oliven vierteln. Bohnen und Zucchini mit den Tomaten, Oliven und Kapern in die Pfanne geben, alles nur kurz erwärmen, mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Gemüse auf zwei vorgewärmte Teller verteilen, das Filet in Scheiben schneiden und dazu geben.

Kommentare:

  1. Immerhin erfreulich dass man mittlerweile auch andere Schweinefleisch-Qualitäten kriegt, auch wenns meist mit etwas Aufwand und Weg verbunden ist. Und dann ists wie mit Allem- gute Qualität wirkt auch ohne viel Brimborium. Sehr schön!

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  2. Für Schwein habe ich schon seit geraumer Zeit sehr gute Bezugsquellen. Aber Pute hatte ich lange keine ordentliche bekommen und entsprechend auch nicht gemacht. Deshalb kann ich wohl recht gut nachvollziehen, was Du meinst.

    Und zu Deinem Essen, wie immer: Ein sehr schönes Essen, sehr schön fotografiert! Wobei ich mir dazu gut so einen Klacks Orange- Hollandaise vorstellen kann.

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  3. Hallo!
    Mein Schwiegervater betreibt seit über 50 Jahren eine Schweinemast. Das sein eigenes Fleisch nicht aus der Verkaufsmast besteht, versteht sich wohl von selbst.
    Das Schwein läuft nebenher und wird extra gefüttert, ist aber nicht erheblich teuer als das Futter der Verkaufsschweine.
    Und was den Verdienst angeht... man gucke sich heute nur die Mastställe an, das sagt wohl alles!
    Die Elektronik dafür ist für jeden kleinen Einzelhändler unerschwinglich.
    Immerhin ist heute Fleisch doppelt so teuer wie Ende der 90er.
    Das Fleisch zu billig verkauft wird, ist völliger Unsinn.

    Das musste ich jetzt mal schreiben weil einfach zu viel nach gebabbelt wird was die Medien uns lauthals verkünden.

    Schöne Grüsse und der Hexe, die jetzt Kotelett essen geht

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  4. @ ninive, ja es freut mich das ich jetzt ein besseres Fleisch bekomme, es hat etwas gebraucht, doch nun bin ich ganz zufrieden auch wenn es sicherlich noch besseres gibt

    @ Gottfried, die Idee mit der Orange - Hollandaise gefällt mir. Eigentlich war das Gericht mir so auch zu "trocken", ich habe einen Dip mit Schafsjoghurt und Schnittlauch gemacht, doch der war zu heftig..., deine Idee gefällt mir besser

    @ Hexe, ich bin weiterhin überzeugt das zu viel Fleisch schlicht verramscht wird

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