Montag, 2. Juni 2014

typisch deutsch, Reibekuchen für die WM




Peter G. Spandel von „ Aus meinem Kochtopf“ hat sich ein spannendes Blogevent einfallen lassen „ Hol dir den Kick aus fernen Töpfen“, ein Bloggerevent zur Fussballweltmeisterschaft in Brasilien. Je drei Blogger stellen für jeweils ein Land der Fußballweltmeisterschaft ein landestypisches Rezept vor. 

Gut, da ich in meinem Leben bisher nicht wirklich weit rumgekommen bin habe ich mich für Deutschland und Frankreich beworben und wurde genommen, was mich natürlich gefreut hat. Wobei es wohl nur daran lag das ich mich frühzeitig beworben habe.
Hier also mein Beitrag für das ferne Deutschland.


Ich habe mich entschieden Reibekuchen zu machen. Die sind für mich sehr deutsch und wohl in allen Gegenden bekannt. 

Es gibt die sowohl in „Deutschland vegetarisch“ von Stevan Paul und Katharina Seiser als auch in dem schwergewichtigen Teubner „Deutsche Küche“

Bekannt sind die Reibekuchen unter sehr unterschiedlichen Namen, hier im Ruhrgebiet sind das Reibekuchen aber es gibt auch Kartoffelpuffer,Dotsch, Reibedatschi, Rievkooche,Kartoffelkratzer, Rieverschieden,Gardoffelbufffer,Krumpernschnittcher und Kartoffel- oder Reibeplätzchen.

Ich finde ja Fußball und Reibekuchen passen sehr gut zueinander.

Es gib vielfältige Vorschläge was zu den Kartoffelpuffern dazu gegessen werden sollte, von Apfelmus bis Zimtzucker über Lachs und Rahmkraut. Ich persönlich esse gerne einen frischen holländischen Matjes dazu, mit Schalottenringen, aber das wäre ja für einen deutschen Beitrag eher unpassend.

So habe ich mich entschlossen etwas selbst gehacktes Rindertatar dazu zu machen und einen Schnittlauchschmand.
Es war dann eine kleine, deftig-feine Vorspeise für 4 Personen.

Wenn die Mengen geändert werden reicht es natürlich auch als Hauptgericht, wobei ich dann mehr variieren würde, Apfel- oder Birnenkompott dazu und geräucherter Lachs und Forelle, Rindertatar oder Zwiebelmett, Creme fraiche und Schmand mit Schnittlauch oder Petersilie.

Zutaten für 4:

500 g mehlige Kartoffeln
2 Eier
2 kleine Schalotten
120 g Schmand
2 El Rapsöl
1 Bund Schnittlauch
150 g Rinderfilet
1 Messerspitze Senf
Muskat
Pfeffer und Salz
Butter und Butterschmalz

Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und  fein reiben, durch ein Sieb die Kartoffelmasse etwas austropfen lassen. 
Die geriebenen Kartoffeln mit einem Ei, frisch geriebenem Muskat, Pfeffer und ordentlich Salz vermischen. Die Schalotten  schälen, längs vierteln und in sehr dünne Scheiben schneiden, ebenfalls unterheben.
Etwas Butter und Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen bis die Butter nicht mehr schäumt, dann die Kartoffelmasse in vier Plätzchen in die Pfanne geben und von beiden Seiten goldbraun anbraten. Dabei sollte die Hitze nicht zu hoch sein, das die Reibekuchen langsam garen können.

Das Rapsöl mit dem Schmand verrühren. Den Schnittlauch waschen und  in kleine Röllchen schneiden, mit etwas Pfeffer und Salz unter den Schmand heben, kühl stellen.

Für das Rindertatar das Fleisch im Tiefkühler leicht anfrieren. Erst in dünne Scheiben, dann in Streifen schneiden und am Schluss möglichst fein hacken. Wer die Technik beherrscht kann es auch schaben. Das Fleisch mit einem Eigelb, dem Senf , sowie Pfeffer und Salz abschmecken.


Anrichten:

Auf jeden Teller einen Reibekuchen legen, dann je einen Löffel Schmand und Rindertatar dazu setzen. Da ich noch frische Schnittlauchblüten hatte habe ich die noch darüber gestreut.
Blogevent zur Fußball-WM 2014 - Wir kochen uns um die Welt

Kommentare:

  1. Püfferchen! Bei uns heißen sie Püfferchen! :)

    Und schöner Teller, wie immer. Sowohl die "Hardware" als auch das, was drauf ist.

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  2. Baggers werden sie hier in Franken gerufen.
    Der Ursprung dürfte wohl im Verb „Backen“ liegen. Und da es in Franken nur im absoluten Notfall ein "k" und schon gar kein "ck" gibt, wird bei uns alles verniedlicht und mit den beiden Weichmacher-Gs versehen.
    Ansonsten vielen Dank für Deine Beteiligung Wolfgang.

    Mit leckerem Gruß aus meinem Kochtopf
    Peter

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    1. Mein Guter,
      das sind aber "Superreibekuchen" und sicher nicht die, die dicke Tante Mattha beim "Kumpel Anton" immer machte: "Weisse, sachte Cervinski für mich, unsere dicke Tante Mattha, die tut immer noch en Zwiebelken reinreiben. Lecka, sach ich dich, lecka!
      Deine Variante wäre mir jetzt lieber!
      Mit Grüßen aus meiner Küche
      Toettchen

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  3. Reibekuchen, Rievkooche, Kartoffelpuffer oder -pfannkuchen - ich liebe sie ALLE

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