Freitag, 18. April 2014

vegetarisches für den Karfreitag: Spargelrisotto




Da ist nicht nur Spargel darauf, da ist auch Spargel darin, in diesem Risotto.

Grünen Spargel habe ich am Wochenende gekauft, aber nicht verarbeitet und am Mittwoch hatte der Spargel im Kühlschrank schon ein klein wenig gelitten. Ich wollte den Spargel trotzdem verarbeiten und habe in dem Kochbuch von Locatelli „ Made in Italy“ ein schönes Rezept für einen Spargelrisotto gefunden. 


Das Rezept taugte sehr gut um den Spargel noch schmackhaft zu verarbeiten. Dabei wird alles von Spargel verarbeitet, was mir gefällt

Ich habe mich nicht streng an das Rezept gehalten, denn ich brauche ja nur die Menge für 2 Personen, da reichen etwa 100 g Reis und es sind nicht 400 g erforderlich wie im Rezept. Dafür ist mein Spargelanteil ein wenig höher. 

Frau K hatte 5 gebratene Garnelen dazu und auch diese Kombination hat gut geschmeckt, allerdings ist der Risotto auch ganz alleine mit dem Spargel wirklich sehr schön im Geschmack, da braucht es nicht wirklich etwas dazu. Ein Gericht, nur aufs Wesentliche reduziert.

Zutaten für 2:

12 Stangen grüner Spargel
Butter
Olivenöl
4 Schalotten
100 g Risottoreis
100 ml Weißwein
2- 3 El Parmesan, frisch gerieben
Salz und Pfeffer


Zubereitung:

Den Spargel waschen und soweit nötig schälen, die harten, holzigen Enden abschneiden. Den „Abfall“ aus Schalen und holzigen Enden aufbewahren.

Für die Brühe zwei Schalotten schälen und fein würfeln, in etwas Olivenöl anschwitzen. Die „Spargelabfälle“ dazu geben und etwas mit anschwitzen, den Deckel auf den Topf setzen und alles rund 5 Minuten ziehen lassen. Mit etwa einem Liter Wasser auffüllen und 25 Minuten köcheln lassen.








Alles durch ein Sieb abschütten und das Gemüse gut ausdrücken, die Brühe aufbewahren

Die verbliebenen Spargelstangen noch einmal zerteilen, nämlich die Spitzen auf etwa 5 cm abschneiden und dann längs halbieren, diese Spitzen beiseite legen.

Die verbliebenen Spargelstiele ebenfalls längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Etwas Butter in einem Topf erwärmen, eine Schalotte schälen, würfeln und in der Butter einige Minuten andünsten, dann die Spargelscheiben zufügen und etwa 7-8 Minuten weich dünsten. Die Hälfte der Masse fein pürieren, alles wieder vermischen und mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Nun erst beginnt man den eigentlichen Risotto zuzubereiten. 

Die Spargelbrühe noch einmal kurz aufkochen, leicht salzen und warm halten.
Die letzte Schalotte schälen, fein würfeln und in etwas Butter und Olivenöl bei geringer Hitze weich dünsten. Den Risottoreis, bei mir war das Arborio zugeben und anschwitzen bis der Reis leicht glasig wirkt. Mit dem Weißwein auffüllen und unter häufigem rühren den Wein einköcheln lassen. Nach und nach von der heissen Brühe zugeben und immer wieder unter rühren einkochen lassen.
Nach etwa 10 Minuten die Spargelwürfel mit dem Spargelpüree zu dem Risotto geben und mit köcheln lassen, wenn nötig weiter von der heissen Spargelbrühe zugeben.

Die Spargelspitzen in die verbliebene Spargelbrühe geben und etwa 5 Minuten, nur ganz leise köchelnd, ziehen lassen.

Den Risotto unter häufigem Rühren, kochen lassen bis der Reis weich, im Kern aber noch bissfest ist, dann sollte auch die Flüssigkeit vollständig verdunstet sein. 

Nun etwa 40 g Butter unterheben und frisch gerieben Parmesan. Noch einmal alles mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Anrichten:
Den Risotto auf zwei Teller verteilen und mit den Spargelspitzen belegen. Wer mag reibt sich noch etwas Parmesan darüber.

Ein Gericht auf die Grundzutaten reduziert, aber extrem lecker.

Kommentare:

  1. Ja, Locatelli ist immer ein Garant für gelungene Gerichte. Dieses Buch gehört zu meinen liebsten Kochbüchern. Jetzt weiss ich auch wieder, nach welchem Rezept ich mein Spargel-Risotto zubereite, nämlich genau so ;-)
    Ich brauche dir ja nicht zusagen, dass mir deine Art des Anrichtens und die Fotos wieder sehr gut gefallen. Du schaffst es sogar, das nicht fotogene Risotto ansprechend aussehen zu lassen.
    Herzliche Tessiner Grüsse
    von Sabine

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  2. Da hat Ti saluto Ticino vollkommen recht: Nichts ist schwieriger, als ein Risotto so zu fotografieren, dass einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Das schmeckt auch sicher hervorragend. Eine Frage habe ich noch: welche Reissorte nimmst Du hier?
    Mit karfreitäglichen Grüßen
    Toettchen

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  3. Hallo,
    also ich habe Arborio genommen, Locatelli empfiehlt Vialone nano. Das Kochbuchvon Locatelli schätze ich sehr, ich benutze das häufig.
    Natürlich freut es mich wenn euch meine Bilder gefallen, denn Risotto finde ich auch nicht leicht zu fotografieren.
    Mich hat an dem Gericht faszniert das es wenig Zutaten und doch einen sehr intensiven Geschmack hat.

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  4. Was ganz ähnliches gibt es Heute bei mir am Karfreitag. Allerdings nicht so hochwertig und nicht bis ins Detail perfektioniert. Ich bin immer wieder erstaunt auch von der Perfektion der Bilder... schaue mir Deine Rezepte und Ergebnisse sehr gerne an... Bei mir sind dann im Risotto die Spargel weiß und grün und Frau K. bekommt noch 2 Stücke Lachs dazu... Was ich immer gerne mache , weil ich es in ausreichender Menge zu Hause habe, ist Safran beim Risotto mitzuverwenden. Das gibt dem Gericht auch einen gewissen Charme. Wünsche allen ambitionierten Köchen Frohe Ostern.

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  5. Arborio und Parmesan sind hier immer im Vorrat, Risotto ist immer eine sichere "Bank". Nachdem ich das hier jetzt gelesen habe, werde wir einen altertümelnden Staudensellerie als Hauptperson eines Risottos verspeisen. Mmmmh!

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  6. Ich esse Spargelrisotto sehr gerne, bisher allerdings nur mit weißem Spargel. Das nächste Mal werde ich dad Risotto auch mit grünem Spargel zubereiten.

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  7. @ Jürgen, das rezept ist deshalb so gut weil es von einem Profi ist, ich mag die Gerichte von Georgio Locatelli sehr. Der weiss was er tut!

    @ Uschi, mit Staudensellerie stelle ich mir das auch gut vor, ich denke die Grundidee lässt sich auf einige Gemüse übertragen

    @ Melli, probiere es aus, das hat wirklich einen sehr aromatischen Spargelgeschmack

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