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Sonntag, 5. Oktober 2014

wärmend, Zwiebelsuppe mal ohne Käse



Der erste Oktobersonntag, der zweite Herbstsonntag und es soll hier bei uns ein eher ungemütlich, nass-kalter Tag werden. Gestern haben wir noch auf der Terrasse in der Sonne gesessen und heute ist kühler, nasser Herbst angesagt. Also ist es Zeit für eine kleine wärmende Vorspeise, eine Zwiebelsuppe.
Gut, die klassische französische Zwiebelsuppe ist alles, aber keine Vorspeise.
So habe ich eine deutlich leichtere Zwiebelsuppe gemacht, nach einer Idee aus der essen und trinken 10/2011. Natürlich doch wieder deutlich abgewandelt. Strikt nach Rezept kochen fällt mit halt schwer.

Zwiebelsuppe
Das Originalrezept beinhaltet auch Käse, doch den möchte ich nicht, es soll ja nur ein kleines Süppchen zum aufwärmen werden. Die Sahne habe ich weggelassen und dafür Buttermilch genommen, ich dachte das gibt ein leichtes, säuerliches Gegengewicht zu den süsslichen Zwiebeln.

Der Geschmack hat mir gefallen, Frau K leider nicht so sehr. Gut, trotzdem finde ich das Rezept berichtenswert und wer kein Risiko eingehen will nimmt Sahne, wer es etwa säuerlich mag, der nimmt Buttermilch.


Zutaten für 4:

4 kleine Kartoffeln
400 g weiße Zwiebeln
Butter
500 ml Gemüsefond
100 ml Weißwein
200 ml Buttermilch


Rapsöl

1 Scheibe Roggenbrot
1/2 Bund Schnittlauch
Bergbohnenkraut-Blüten

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und grob würfeln. Die weißen Zwiebeln schälen und, bis auf eine, ebenfalls grob würfeln. Etwas Butter in einem Topf zerlassen, Kartoffeln und die gewürfelten Zwiebeln darin anschwitzen. Mit dem Wein und Gemüsefond auffüllen. Mit Pfeffer und Salz würzen und etwa 15-20 Minuten leise köcheln lassen.

Zwischenzeitlich die restliche Zwiebel in sehr dünne Scheiben schneiden. Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelscheiben darin vorsichtig kross anrösten. Bei mir waren die leider schon etwas dunkel, also vorsichtig. Die Zwiebeln mit einem Schaumlöffel aus dem Fett nehmen und auf einem Küchenkrepp gut abtropfen lassen.

Zwiebelsuppe

Die Scheibe Brot klein würfeln und in demselben Fett rundherum anrösten, mit Salz würzen und ebenfalls auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Den Schnittlauch waschen und in sehr kleine Röllchen schneiden.

Die Suppe mit einem Pürierstab gründlich pürieren und durch ein feines Sieb streichen. Die Buttermilch, oder eben Sahne in den Topf geben und alles noch einmal erwärmen. Nicht mehr kochen, denn dann gerinnt die Buttermilch. Suppe mit etwas Salz nochmals abschmecken.




Anrichten:
4 Teller gut vorwärmen. In die Mitte jedes Tellers eine El Brotwürfel setzen. Dann mit Suppe auffüllen. Auf die Croutons die gerösteten Zwiebeln verteilen, so dass sie aus der Suppe etwas herausschauen. Die Suppe mit den Schnittlauchröllchen bestreuen  und ebenso mit den Blüten. Wer keine Bohnenkraut-Blüten hat nimmt einfach etwas Bohnenkraut.

1 Kommentar:

  1. Ich stelle mir die Buttermilch in der Zwiebelsuppe fein vor, vor allem, wenn die Zwiebeln schön süßlich karamellisieren. Vielleicht wäre es einen Versuch wert, sie dazu länger, viel länger, zu schmoren. Eher so wie für ein Saftgulasch, wo sie fast gänzlich weggeschmort werden und nur der Geschmack am Ende bleibt. Andrè Großfeld kocht seine Zwiebelsuppe zwar mit Käse, aber ohne die berühmte Haube. Er schmilzt Käse in Sahne und gibt diese zum Schluss über die Suppe. Klingt nicht nach wenig Kalorien, aber wen juckt's ;) Das werde ich demnächst mal testen, und Deine Buttermilch-Variante ebenfalls. Danke für die schöne Anregung! LG Astrid

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