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Mittwoch, 22. Oktober 2014

Lotte auf Joghurt mit Rotkohl und Basilikum



Wenn ich vor 10 Jahren Frau K gesagt hätte es gibt Seeteufel mit Rotkohl und Basilikum, wäre sie wahrscheinlich mehr als skeptisch gewesen und hätte versucht mich zu überzeugen, daß das ja nun nicht schmecken kann. Inzwischen ist Frau K ja Kummer gewöhnt was das Essen angeht und insbesondere auch, daß ich ab und an was neues versuche. So probiert sie geduldig alles aus was ich so anrichte.

Ab und an muss sie Sonntags arbeiten, sie verlässt dann früh das Haus und kommt auch erst gegen 17.30 wieder.
Für den letzten Sonntag hatte sie sich Rinderrouladen mit Rotkohl gewünscht, die ich natürlich auch gemacht habe.
Allerdings freut sie sich, wenn sie nach Hause kommt und schon eine Kleinigkeit vorweg bekommt.
Da konnte ich ein wenig ausprobieren, was ich auch genutzt habe.
So gab es dann gebratenen Seeteufel auf kühlem Joghurt mit kurz blanchiertem Rotkohl und frischem Basilikum.

Lotte | Joghurt | Rotkohl | Basilikum
Ich habe mir die Kombination Rotkohl / Joghurt / Basilikum nicht selbst ausgedacht. Diese Kombi habe ich bei Köthe /Ollech im Buch „Gemüse“ gefunden. Allerdings wird dort der Rotkohl SV gegart, wozu  mir die Technik fehlt. Also habe ich das deutlich abgewandelt und den Rotkohl in reichlich Sidre bissfest gegart.
Dazu dann Basilikumöl und frisches Basilikum mit etwas Joghurt.
Den Fisch habe ich gebraten, richtig heiss gebraten und dann in der Pfanne noch 5 Minuten abseits vom Herd ziehen lassen. Auch das war ein Versuch, denn meist gare ich Fisch doch recht sanft bei niedriger Temperatur.
Allerdings kann der Seeteufel Hitze gut ab, so habe ich den von jeder Seite etwas 1,5 Minuten in sehr heissem Rapsöl angebraten.

Frau K war jedenfalls mit der Vorspeise sehr zufrieden . Ich kann jedem nur empfehlen mal die Kombination:  Rotkohl / Joghurt / Basilikum auszuprobieren, das ist schon richtig gut und auch der Fisch dazu passt.

Zutaten für 2:

1 Bund Basilikum
150 ml Sonnenblumenöl
200 g Joghurt (10% Fett)
2 El Rapsöl
1 El Wasser
100 g Rotkohl, sehr fein geschnitten
300 ml Cidre brut ( Van Nahmen)
200 g Seeteufel
Rapsöl zum braten
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung:

Von dem Basilikum etwa 8-10 schöne, kleinere Blätter abzupfen und in den Kühlschrank legen. Das habe ich bereits Vormittags gemacht, weil das Basilikumöl einige Zeit ziehen sollte. Das restliche Basilikum, einschliesslich der Stängel abwaschen und in  kochendem Salzwasser etwa 30 Sekunden blanchieren, dann in Eiswasser abschrecken und gut ausdrücken. Das Sonnenblumenöl in ein hohes schmales Gefäß gießen, das Basilikum zugeben und das Gemisch sehr gründlich pürieren. Ich habe das in drei Arbeitsgängen jeweils mit etwa 1,5 - 2 Minuten gemacht. 
Das Basilikumöl einige Stunden durchziehen lassen und kurz vor dem anrichten durch ein Tuch abseihen.

Den Rotkohl in sehr dünne Streifen schneiden, dazu habe ich etwa 3 von den äußeren Blättern ausgelöst, die Mittelstrünke komplett herausgeschnitten, dann die Blätter übereinander gelegt und in Streifen geschnitten. Den Cidre einmal aufkochen, die Rotkohlstreifen mit etwas Salz, Zucker und Pfeffer zufügen und bei offenem Topf etwa 9-10 Minuten köcheln lassen. Mein Rotkohl war nach etwa 6-7 Minuten noch sehr bissfest, so das ich denke das 2-3 Minuten länger den Rotkohl schmackhafter machen.

Lotte | Joghurt | Rotkohl | Basilikum

Den Joghurt mit dem Öl und dem Wasser vermischen und leicht salzen.

Das Rapsöl in einer kleinen Pfanne erhitzen. Den Fisch in zwei Stücke teilen und von allen Seiten leicht salzen. Wenn das Rapsöl wirklich heiss ist die Fischstücke jeweils etwa 90 Sekunden von beiden Seiten anbraten, dann neben dem Herd in der Pfanne etwa 5 Minuten nachziehen lassen, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Anrichten:

Auf zwei Teller in die Mitte einen Kreis aus Joghurt ausstreichen. Dann auf jeden der Teller zwei bis drei Esslöffel warmen Rotkohl setzen. Auf den Joghurt jeweils ein Stück Seeteufel platzieren. Einige Tropfen Basilikumöl auf den 

1 Kommentar:

  1. Als ich eben die Überschrift las, war ich auch sehr skeptisch, doch als ich dann dein Foto sah, wusste ich: DAS WAR GUT! Ich kann mir vorstellen, dass deine Frau sehr zufrieden mit dieser Vorspeise war.

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