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Freitag, 27. März 2015

Winzersekt von der Saar, Weinrally #84




Es ist schön Freitags, am späten Nachmittag, vom Büro nach Haus zu kommen mit dem Wissen das dort ein gut gekühltes Glas Sekt das Wochenende einläuten wird.

Frau K und ich, wir mögen beide gerne deutschen Winzersekt. So kam mir das Thema der Vierundachtzigsten Weinrally,  die das Thema Deutscher Sekt , Flaschengärung hat, ganz gelegen.
Die Weinrally wird diesen Monat von drunkenmondey ausgerichtet:
Weinrallye#84 deutscher Sekt


In meiner frühen Jugend hatte ich zu Schaumwein den ersten Kontakt, am Heiligen Abend kam von einem Restaurant hier am Ort ein großes Tablett mit zwei gegarten Hummern, Mayonnaise und dazu eine Flasche Sekt, oder Champagner, ich weiss es nicht mehr genau.
Jedenfalls durfte ich damals auch ein kleinen Schlückchen davon probieren und das ganze hatte schon etwas besonderes, feierliches.

Dann war lange Pause mit Sekt, an Familienfeiertagen gab es in der Familie Sekt von Edeka und der hat mich eher nicht überzeugt. Sekt hatte für mich das Image kleinbürgerlich, spießig und war out, wie man damals so schön sagte.

Vor einigen Jahren haben wir dann Winzersekte für uns entdeckt, dieser Sekt gehört dazu. Mein Weinhändler sagt über den Sekt „ Dieser Sekt ist als unkomplizierter Genuss ideal für viele Gelegenheiten geeignet.“

Maximinerhof
Weingut
Kirchen-Faber
2012
Wiltinger Scharzberg
Riesling
Winzersekkt
Brut

Dem kann ich nur zustimmen. Der Preis ist eher moderat und so kann man sich ab und an schon ein Flasche zum Wochenende erlauben. 
Wobei wir solchen Sekt auch gerne als Aperitif trinken und auch zu einer Vorspeise.
Ein reiner Riesling Sekt ist es, im Glas ein weiches, helles Gelb und ein leichtes perlen.
Ein deutlicher Rieslingduft für unseren Geschmack, was uns freut denn wir mögen diesen Duft, mineralisch und mit leichten Zitrusfrüchten.
Mein Weinhändler beschreibt den Sekt als am Gaumen, Cremig mit adäquater Säure, Tönen von Steinobst, vor allem Pfirsich mit langem Nachhall.
Gut, bei mir ist am Gaumen erstmal ein angenehmes,leichtes Prickeln und eine Säure die erfrischt, dann eine leichte Bitternote die mich an Quitte erinnert.

Wie oben gesagt trinken wir diese Sekt auch gerne zu einer Vorspeise und ich hatte eine Vorspeise gemacht die aus meiner Sicht kaum weintauglich war, durch ihre Aromen und wir haben diese Sekt dazu ausprobiert und haben die Kombination gemocht. 

Ich weiss nicht was man zu Ölsardinen und sauren Kartoffeln sonst trinken könnte, wenn auch noch Rhabarber dazu kommt.

Dieser eher einfache Sekt kam damit jedoch gut klar, auch dank der Säure und auch der leichten Bitternote die der Kombination insgesamt zu mehr Leichtigkeit verhalf.


Heute haben wir den Sekt zum Abendessen getrunken, es gab einen Zitronen-Bärlauch-Risotto mit Garnelen, Kaisergranat und Miesmuscheln und auch dazu passte der Sekt gut.

Also wir mögen den Sekt von der Saar!

1 Kommentar:

  1. Was für ein schönes Ritual, das Wochenende mit einem Glas Winzersekt einzuläuten! Und die spannende Vorspeise dazu hätte ich gern gekostet - das (den?) Risotto sowieso. Meine erste Begegnung mit Sekt hatte ich übrigens auch auf einer Familienfeier, allerdings auf einer Beerdigung. Da muss ich so 12, 13 Jahre alt gewesen sein, eine Großtante von mir war gestorben, und nach der Trauerfeier stieß ihr Mann mit allen Gästen & unter Tränen mit einem Glas Sekt auf diese große Liebe an, deren irdischer Teil nun zu Ende gegangen war. Sehr groß! Mich berührt das bis heute. Auf den Geschmack von gutem Winzersekt hat mich dann mein Vater gebracht - aber das gilt für Wein im Allgemeinen... :)

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