Freitag, 26. Juni 2015

Gemüse vom Kapellschen Hof


Mal wieder ist mir klar geworden wie wichtig gute Zutaten sind und wie sehr die Zutaten und deren Qualität den Geschmack eines Gerichtes bestimmen.
Auf dem Teller, den ich zubereitet habe, ist nur Gemüse vom
Kapellschen Hof in Steinfurth.

Der Hof wird seit mehr als 20 Jahren von Beate Rzanny-Götz und Willy Götz als Mischbetrieb mit organisch-biologischen Anbaumethoden selber bewirtschaftet. Chemie und Gentechnik werden vollständig abgelehnt. Die Felder werden mit Pferden bewirtschaftet, nicht mit Traktoren. Sie beschreiben das als Einsatz eigener Energieformen ( tierische Zug- und menschliche Arbeitskraft). Dort wird eigenes Saatgut gewonnen und es gibt eigene Jungpflanzen. Insbesondere werden auch alte Nutzpflanzen genutzt und alte Tierarten gehalten. Wer an mehr Informationen interessiert ist sollte diesem Link folgen.

Ich habe hier in Heringsdorf auf dem Markt den Stand entdeckt auf dem sie ihr Gemüse verkaufen. Dort habe ich dann vor Jahren schon Dinge entdeckt die ich bis dahin nicht kannte, wie Portulak und Hirschhornwegerich. Aber auch das Gemüse hat einen eigenen, sehr ausgeprägten Geschmack. Die Zucchini auf dem Bild sind nicht viel größer als ein Finger, aber ich habe vorher noch keine Zucchini mit mehr Geschmack gegessen und auch die dicken Bohnen waren noch sehr klein, aber ebenfalls auch sehr aromatisch.

Alle Zutaten habe ich versucht sehr vorsichtig zu behandeln, was mir bei den Beeten nicht gelungen ist, sie waren übergart. Es hat aber trotzdem richtig gut geschmeckt. Da das Gericht vollkommen tierfrei ist, ist es ein Beitrag für den Tierfreitag.



Zutaten für 2:

500 g Rote Kartoffeln (Pommersche Rote)
2 Bunte Beete
500 g Dicke Bohnen
3 sehr kleine Zucchini
1 Kohlrabi
50 g Rote Rauke
4 El Sonnenblumenöl
1 El Holunderessig
Salz, „Sieben“ von Ingo Holland

Zubereitung:
Die Beete putzen, waschen und in reichlich Salzwasser gar kochen. Ich habe sie etwa 25 Minuten gekocht, das war deutlich zu viel, ich denke 15 Minuten wären vollkommen ausreichend.

Die Kartoffel gründlich waschen und bürsten, dann ebenfalls kochen, etwa 10 Minuten in Salzwasser.

Die dicken Bohnen aus den Hülsen nehmen und etwa 2 Minuten in etwas Salzwasser blanchieren und abschrecken. Dann die grünen Kerne aus der grauen Haut drücken.

Die Zuchhini abwaschen und in kleine Scheiben schneiden.

Etwa 2 El Sonnenblumenöl in einer großen Pfanne erwärmen und die Zucchinischeiben darin anschmoren. Die Kohlrabi schälen und in Stifte schneiden, mit in die Pfanne geben und alles etwa 5 Minuten andünsten.

Aus 2 El Sonnenblumenöl und dem Holunderessig mit Salz und dem „Sieben“ Gewürz von Ingo Holland eine Vinaigrette rühren. Die Rote Rauke abwaschen, putzen und wenn nötig klein zupfen und in die Vinaigrette geben, einige Minuten ziehen lassen.

Die Bunte Beete schälen und in dünne Scheiben schneiden. 
Alle Zutaten, bis auf die Rote Rauke, mit in die Pfanne geben, kurz erwärmen und mit Salz und „Sieben“ abschmecken. Dann auf zwei Teller verteilen und etwas von der Rauke oben darauf setzen.

1 Kommentar:

  1. Das gefällt mir. Hier in der Nähe des Bodensees gibt es ebenfalls den Demeterbetrieb Gemüsebau Kessler, der Pferde einsetzt, um den Boden nicht zu sehr zu verdichten. Das Gemüse hat eine ganz andere Qualität.

    http://www.selbsternte.info/funktion.html

    AntwortenLöschen