Seiten

Sonntag, 5. Februar 2012

Hilfe, ich bin mit einem Foodblogger verheiratet

Frau K hatte eine Idee heute beim Abendessen, sie möchte auch einen Blog schreiben, aus der Sicht einer Kochbloggerehefrau.


Da hätte sie ja auch einiges zu schreiben, ob es so einen Blog schon gäbe? Sie hätte auch schon einen Titel:


" Hilfe , ich bin mit einem Foodblogger zusammen"

Nunja, bisher hat sie sich meinen Blog noch nicht mal angeschaut, da denke ich, es dauert bis sie selbst schreibt.


Es gab Sonntagsessen, Essighuhn habe ich gemacht, Poulet au Vinaigre. Ich wollte nach langer Zeit mal wieder was aus der alten französischen Küche kochen. Ab und an koche ich so etwas ganz gerne.


Im Kochbuch von Bocuse ist das Rezept recht einfach, ein Huhn wird geteilt angebraten und mit 250 ml Essig abgelöscht. Bei Escoffier habe ich das Huhn nicht gefunden, aber da gehörte das Elsaß, aus dem das Rezept ja wohl kommt, nicht zu Frankreich.
























Es gibt auch ein schönes Rezept von Wolfram Siebeck in seinem Kochbuch  "Alle meine Rezepte" , doch da kommt einiges an Tomate dazu und das wollte ich jetzt im Winter nicht und ich glaube auch das Tomate da nicht zwingend hinein gehört. Dieses Rezept scheint jedoch für viele Beiträge im Netz verwandt worden zu sein. In den Blogs habe ich das Gericht nicht gefunden.


Zutaten für 4:




  • 1 Huhn, etwa 1800 g schwer
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Möhre
  • 100 g Champignons
  • 4 El Gegenbauer Riesling Auslese Essig
  • 200 ml Weißwein
  • 150 ml Hühnerfond
  • 200 ml Sahne
  • Butter und Rapsöl
  • Pfeffer und Salz






Zubereitung:
Das Huhn zerteilen, in die Keulen, Flügel und die Bruststücke. Die Keulen werden nochmal in den Gelenken geteilt, es ergeben sich so 8 Teile. Die Bruststücke habe ich von der Karkasse gelöst, in den meisten anderen Rezepten wird auch die Brust auf dem Knochen gegart.
In einem Schmortopf etwas Rapsöl und Butter vorsichtig erhitzen, die Huhnteile darin von allen Seiten vorsichtig anbraten, die Butter sollte nicht braun oder gar schwarz werden, schreibt Siebeck und daran habe ich mich gehalten. Die Teile mit Pfeffer und Salz würzen.


Den Backofen auf 200°C vorheizen.


Wenn das Huhn an brät, die Champignons putzen und in dünne Scheiben schneiden. Die Möhre schälen , längs vierteln und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Schalotte und den Knoblauch putzen und fein würfeln. Wenn die Huhnteile schön von allen Seiten angebraten sind aus dem Topf nehmen und das Gemüse mit den Champignons  in dem Fett leicht anbraten, dann mit 3 El Essig und etwa 200 ml Weißwein ablöschen. Den Sud einmal aufkochen und die Keulenteile zugeben, den Deckel darauf setzen und in den Backofen stellen. 20 Minuten schmoren lassen, dann den Deckel abnehmen und weiter noch einmal 20 Minuten schmoren lassen. 10 Minuten vor dem Ende die beiden Brüste zugeben und mit schmoren.
Den Topf aus dem Backofen nehmen, die Huhnteile aus dem Sud nehmen und warm stellen. Den Sud einkochen, etwa 150 ml Hühnerfond und 200 ml Sahne zufügen und alles auf etwa ein Viertel einkochen bis die Sauce langsam etwas andickt. Dann die Sauce abschmecken, ich habe da noch einen El Essig zugegeben und auch noch Pfeffer und Salz.
Die Huhnstücke auf Teller verteilen und Sauce zugeben. Paul Bocuse schreibt das die Hühnerstücke ganz von der Sauce bedeckt sein sollen.


Dazu gab es Bamberger Hörnchen und ein Kohlrabi - Möhrengemüse. Das Gemüse habe ich in schmale Stifte geschnitten, in Butter angedünstet, dann 3 - 4 El Hühnerbrühe dazu gegeben und bissfest gegart.

Kommentare:

  1. Da mach dich mal auf was gefasst! Dann wird nur noch geknipst und geschrieben. Sachade um so ein leckeres Essen!

    AntwortenLöschen
  2. ich bin ganz gefasst, da wird nie was draus, bin mir da sehr sicher

    AntwortenLöschen
  3. Wie witzig, der beste Ehemann von allen hatte auch schon mal so eine ähnliche Idee. :-)

    AntwortenLöschen
  4. Ich finde, es sollte "Hurra, ich bin mit einem Foodblogger zusammen" heißen. Ansonsten ist die Idee toll, so bekommt man auch das Lob und die Begeisterung mit, die sich normalerweise der Foodblogger eher verschämt spart.

    Bei diesem Gericht zum Beispiel hätte die Foodbloggerehefrau aber viel zu schreiben gehabt, wo es doch so köstlich aussieht.

    AntwortenLöschen
  5. finde ich lustig, dass deine frau noch nie herein geschaut hat. sie scheint wohl keine kochfanatikerin zu sein.*g*

    mir gefällt dein blog.:-)

    AntwortenLöschen