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Mittwoch, 8. Februar 2012

Kindheitserinnerungen, Schaschlik mit Reis

Schaschlik gab es Sonntags, schon zu Zeiten als ich Kind war.
Das erste Lokal mit "fremden" Essen war , wenn ich mich richtig erinnere, ein " Jugoslawe"


Wir sind mit der ganzen Familie   gelaufen, zur Düsseldorfer Landstraße und da gab es ein jugoslawisches Restaurant, dort gab es Schaschlik und Djuvec - Reis. Ich kann mich daran erinnern daß, das aufregend war und spannend.
Das ist jetzt sicherlich schon 45 Jahre her. Mein Vater hat dann später selbst Sonntags Schaschlik gemacht, mit Paprikagemüse und Curry -Reis. Wie der Curry - Reis zum Schaschlik kam, kann ich nicht mehr sagen. 
Ich weiß das bei uns Kindern, wir waren 3, der Djuvek - Reis nicht so wirklich beliebt war, vielleicht habe wir zu viel gequängelt. Jedenfalls hatte ich das Schaschlik aus den Augen verloren, jetzt kam es bei fb in einer Gruppe zur Sprache und ich habe es ausprobiert.


Für den Djuvec - Reis wollte ich mich schlau machen, es sollte ja authentisch werden. Ich weiss das der serbische Ehemann einer Mitarbeiterin aus unserem Büro auch kocht und selber Wurst macht.
Da habe ich mal vorsichtig angefragt und er hat mir drei Rezepte dafür aus einem alten serbischen Kochbuch übersetzt und aufgeschrieben.
Das hat dann aber nicht mehr viel mit dem gemein was man hier aus Gaststätten kennt, denn das wird ein Eintopf mit Fleisch und vielem Gemüse, wie Weißkohl, Kohlrabi, Bohnen und einigem mehr. Dieses Rezept werde ich im Sommer wenn es auch hier schöne Zuccini und Auberginen gibt ( die auch rein kommen) mal ausprobieren. 
Ich habe heute zum Schaschlik eine deutlich reduzierte Form gemacht, die vielleicht besser Gemüsereis genannt wird, ob sie noch was serbisches hat kann ich ja nicht beurteilen.




Ich habe ein Zwiebel klein geschnitten, ebenso frischen, jungen Knoblauch und in Olivenöl angedünstet, dann Reis dazu gegeben mit Tomatenpüree, gewürfelten Tomaten, klein geschnittenem Staudensellerie und Paprika. Dazu noch mildes Ajvar und wenig Wasser. Das lasse ich etwa 20 - 25 Minuten ganz leise köcheln. Aus Rind, Lamm und Schweinefleisch habe ich mit roten Zwiebeln, Paprika und geräuchertem Speck 3 Schaschlikspieße gebastelt.






Die habe ich in reichlich Olivenöl angebraten, dann Rotwein, Rinderfond und Ajvar zugegeben und vorsichtig köcheln lassen, dann mit Paprika, Pfeffer und Salz abgeschmeckt.


Von dem Staudensellerie habe ich einige Blättchen gewaschen und klein gehackt. Die Idee habe ich aus dem serbischen Kochbuch übernommen. Die sind dann sowohl über das Schaschlik, als auch über den Reis gekommen.

Kommentare:

  1. Das Rezept gefällt mir, besonders das für den Reis. Erst kürzlich versuchte ich zu rekonstruieren, wie ein solcher Reis "zusammengesetzt" war - auch ich kenne ihn noch aus jugoslawischen Restaurants vor vielen vielen Jahren. Paprikastückchen hatte ich noch in Erinnerung, auch Tomaten, bei Stangensellerie bin ich unsicher, würde mich aber nicht stören - im Gegenteil.
    LG Ariane

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  2. Hallo Ariane,
    der Sellerie kommt nur als Blatt dazu, nach dem Rezept das ich habe, dafür jedoch auch Bohnen, Weißkohl und Kohlrabi, da war ich ziemlich verblüfft.
    LG Wolfgang

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  3. Danke für Dein leckeres Djuvec-Rezept! Ich habe einige Male herumgebastelt in Gedanken an die geliebten Restaurantbesuche beim "Yugoslawen" ab den 80ern. Jetzt freue ich mich, Deines nachzukochen. Das alte serbische Rezept mit Bohnen, Weißkohl und Kohlrabi würde mich ja auch noch interessieren :-)
    LG Heide

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