Sonntag, 11. August 2019

Sellerie, Pfifferlinge und Porree

Eine neue Vorspeise habe ich ausprobiert mit einer Selleriecreme. Die Idee für die Selleriecreme ist aus dem Kochbuch von Sebastian Frank „KUK (cook)“. Für mich eines der beeindruckendsten Kochbücher aus dem deutschsprachigen Raum. 
Frank nimmt für seine Selleriecreme weißen Portwein, ich habe eine Auslese von der Mosel genommen. Dazu kommt noch naturtrüber Apfelsaft. Also das ganze ist schon schön süß. Unter der Creme ist eine Duxelles von Pfifferlingen und obenauf frittierter Porree, Dillblüten und Bohnenkrautblüten.

Sellerie Pfifferlinge Porree 
Frau K war ganz begeistert von dieser kleinen Vorspeise.


Zutaten für 4:
200 g Sellerie
150 g Schalotten
100 g Butter
300 ml süße Riesling Auslese
100 ml naturtrüber Apfelsaft


150 g Pfifferlinge
1 Schalotte
30 g Butter
80 g Porree ( nur vom hellgrünen)
200 ml Rapsöl
Salz
Selleriesaat
Dillblüten
Bohnenkrautblüten

Zubereitung:

Die Riesling Auslese auf 100 ml einkochen.

Den Sellerie und die Schalotten schälen und in etwa gleich große Würfel schneiden.
Die Butter erwärmen, wenn sie aufschäumt die Selleriewürfel zufügen und dünsten bis der Sellerie leicht Farbe hat. Dann die Zwiebelwürfel zufügen und bei wenig Hitze etwa 10 Minuten weich dünsten. Mit dem eingekochten Wein auffüllen und den Wein fast gänzlich einkochen lassen, dann den Apfelsaft zufügen und auf die Hälfte einkochen lassen. Die Masse sehr gründlich pürieren. Ich habe die dann noch durch ein feines Sieb getrieben um die Creme noch glatter zu machen. Die Sellerie-Zwiebel-Creme warm halten.

Sellerie Pfifferlinge Porree 

Die Pfifferlinge waschen, putzen und in ganz kleine Teile schneiden oder hacken, oder durch einen Fleischwolf drehen. Ich habe die mit einem großen Kochmesser klein gehackt.
Die Schalotte schälen und ebenfalls sehr klein scheiden. Die Butter aufschäumen und die Schalotte darin einige Minuten weich dünsten, aber nicht braun werden lassen. Dann die Pfifferlinge zugeben und einige Minute bei mittlerer Hitze dünsten. Wenn Wasser austreten sollte das Wasser vollständig verkochen lassen. Die Pfifferlingmasse mit Salz abschmecken und warm halten.

Das Rapsöl zum frittieren des Porree in einem kleinen, hohen Topf auf 140°C erhitzen. Den Porree putzen und in etwa 3-4 mm dünne Scheiben schneiden. Den Porree portionsweise in dem heissen Öl frittieren und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit wenig Salz bestreuen.


Anrichten:

Je ein bis zwei El Pfifferlinge in eine Schale geben. Darüber die Selleriecreme verteilen. Die Selleriecreme mit etwas Selleriesaat bestreuen. Jetzt den frittierten Porree darüber geben. Die Blüten abzupfen und das ganze damit dekorieren.

Mittwoch, 7. August 2019

Tomatensuppe, ziemlich konzentriert

Frau K. kam mit einem recht großen Beutel Tomaten nach Hause. Ich denke es waren etwa 1,5 kg, unterschiedliche Sorten und unterschiedlich reif. Sie waren aus dem Garten ihrer Eltern, quasi die „Überproduktion“.
Ich hatte sofort eine Idee was ich damit mache, denn ich wollte immer schon einmal eine sehr reduzierte und konzentrierte Tomatensuppe kochen. Mit wenig Zutaten und kräftig im Geschmack.  

Tomatensuppe


In einem Kochbuch über japanische Küche habe ich gelesen, das man ein Gemüse, wenn es gerade Saison hat, man es nur noch mit Umami-Mitteln auf die Bühne zu bringen braucht. 
Umai in der japanischen Küche bedeutet meist Dashi oder Sojasauce. 
Die europäische Küche kocht Brühen und Fonds um eine hohe Umamikonzentration zu erhalten. Also habe ich mich für eine kräftige Hühnerbrühe entschieden die ich noch im Eis hatte um den Tomaten noch mehr Umai zu verleihen.

Das Endprodukt war eine sehr kräftige, schmackhafte und aromatische Tomatensuppe von leicht cremiger Konsistenz. 

Zutaten für 2:
1,5 kg Tomaten
Rapsöl
1-2 Rote Zwiebeln
400 ml Hühnerbrühe
Salz

Zubereitung:
Die Zwiebeln schälen, in feine Scheiben schneiden und in einem großen Topf in etwas Rapsöl anschwitzen ohne das sie braun werden.
Die Tomaten waschen, dann je nach Größe halbieren oder vierteln. Die Tomaten in den Topf geben und vorsichtig erhitzen bis die Masse ganz leicht kocht. 
Jetzt alles etwa 4 Stunden ohne Deckel ganz leicht köcheln lassen. Die Tomaten sollen etwas einkochen und zerkochen. Ab und an mal umrühren damit auch wirklich nichts anbrennt.
Nach der Kochzeit die Masse durch ein großes, feines Sieb in eine Schüssel abtropfen lassen. In das Sieb noch eine große mit Wasser gefüllte Schüssel stellen um den Saft aus der Tomatenmasse auszudrücken. Das Sieb etwa 2 Stunden abgedeckt abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit in einem anderen kleinen Topf die Hühnerbrühe fast vollständig einkochen, es sollen wirklich nur etwa 2-3 El Flüssigkeit übrig bleiben. Dabei am Schluss aber sehr vorsichtig sein das der Rest Brühe nicht anbrennt.
Jetzt mit etwa 400 ml des abgetropfte Tomatensaftes die Brühe auffüllen und nochmal auf 300 ml sanft einkochen. 
Wenn nötig mit etwas Salz abschmecken.
Die Suppe heiss in zwei Schalen geben, ich habe dann noch ein paar Bohnenkrautblüten dazu getan.







Sonntag, 4. August 2019

Bohnengemüse und Lamm

Bohnen und Lamm, das passt immer und Sommerzeit ist Bohnenzeit. Man bekommt jetzt auf dem Markt ganz unterschiedliche Bohnensorten. Ich habe für dieses Gericht Schnittbohnen, Buschbohnen und Saubohnen, oder Dicke Bohnen ausgewählt.  Dazu noch frische Pfifferlinge und Frühlingszwiebeln. 

Frau K liebt die kleinen Lammfilets die meist nicht schwerer als 100-150 g sind, also habe ich diese als Beilage ausgesucht.  
Bohnen Pfifferlinge Zwiebeln Lamm

Das war dann letzten Sonntag unser Essen, das war vortrefflich und wir waren sehr zufrieden damit.

Zutaten für 2:
3 Lammfilets
150 g kleine Buschbohnen
150 g Schneidebohnen
100 g Dicke Bohnen (bereits gepalt)
150 g Pfifferlinge
4 Rote Frühlingszwiebeln
3 Zweige Bohnenkraut
Rhapsöl
Salz




Zubereitung:
Die Lammfilets etwa eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, salzen und abgedeckt auf Zimmertemperatur kommen lassen.
Die Buschbohnen und Schneidebohnen putzen und in etwa gleich große Stücke schneiden. Die Bohnen mit dem Bohnenkraut in Salzwasser etwa 6-7 Minuten bei geöffnetem Deckel kochen. Ab und an umrühren, dann abschütten und kalt abschrecken. Die Bohnen gut abtropfen lassen.
Bohnen Pfifferlinge Zwiebeln Lamm
Die Dicken Bohnen kurz blanchieren und dann aus den grauen Häutchen auslösen.
Die Pfifferlinge putzen und in heissem Öl anbraten. Die Frühlingszwiebeln kürzen, putzen und längs halbieren.

Die Pfifferlinge aus der Pfanne nehmen und in dem Öl die Frühlingszwiebeln bei mittlerer Temperatur etwa 10 Minuten vorsichtig garen. Die Zwiebeln sollten nicht sehr braun werden.

Die Lammfilets in sehr heissem Öl von jeder Seite 90 Sekunden anbraten , dann im Backofen bei 50°C warm halten.

Die gesamten Bohnen mit den Pfifferlingen zu den Zwiebeln in die Pfanne geben und vorsichtig erwärmen. Mit Salz abschmecken.


Anrichten:

Die Lammfilets in mundgerechte Stücke schneiden. Das Gemüse auf zwei Teller verteilen. Das Fleisch dazu legen.