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Sonntag, 31. Oktober 2021

Wirsing, Kartoffeln und Entenbrust

Die Anregungen für dieses Gericht habe ich aus einem sehr gelungenen neuem Kochbuch. Das Kochbuch von Nils Henkel: „Flora“. Es enthält ausschließlich vegetarische Gerichte. Nils Henkel sagt selber über das Buch, das es ein Werkskatalog der letzten Jahre ist. Man erhält eine Menge Anregungen für die eigene Küche, alleine die mehr als 60 Seiten Grundrezepte sind schon eine wahre Fundgrube. Jürgen Dollase waren die Grundrezepte eine eigene Rezension wert. (https://www.eat-drink-think.de/nils-henkel-flora-die-zweite/#more-9210 )


Also mir gefällt das Buch sehr. 



Ein Rezept daraus habe ich als Anregung für mein heutiges Gericht genommen. Es gibt ein Kartoffel-Wirsing-Gemüse und dazu eine Entenbrust mit Pflaumensauce. Für die Sauce habe ich eingelegte Rotweinpflaumen benutzt 



Zutaten für 2:


1 Entenbrust ( etwa 400 g )

400 ml dunkler Geflügelfond

150 g Champignons

10 Rotweinpflaumen

50 ml Flüssigkeit von den Pflaumen

1 festkochende Kartoffel

250 ml Rapsöl

300 g vorwiegend festkochende Kartoffeln

300 g Wirsingblätter 

300 ml heller Geflügelfond

1 Schalotte

Butter

Salz und Pfeffer




Zubereitung:

Die festkochende Kartoffel schälen und fein würfeln, diese sollten eine Kantenlänge von etwa 5 mm haben. Die Kartoffeln gar kochen, was nur wenige Minuten dauert. Dann die Kartoffelwürfel im Backofen bei 60°c trocknen.

250 ml Rapsöl auf 180°C erhitzen und die Würfel darin knusprig frittieren. ( Das ist übrigens eines der oben genannten Grundrezepte ).


Die Champignons putzen und halbieren mit dem dunklen Geflügelfond in einen Topf geben. 6 Rotweinpflaumen und 50 ml von dem Sud zugeben und alles auf 200 ml einkochen. Die Champignons entnehmen und die Sauce mit einem Pürierstab pürieren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und noch einmal aufkochen.



Die Entenbrust auf der Hautseite rautenförmig einschneiden und mit der Hautseite nach unten in eine kalte Pfannen legen. Bei mittlerer Temperatur erhitzen bis das Entenfett austritt, dann die Temperatur erhöhen und die Brust von beiden Seiten etwa 3 Minuten anbraten. 

Die Entenbrust im Backofen bei 60°C etwa 30 Minuten ziehen lassen.


Die vorwiegend festkochenden Kartoffeln schälen und sehr fein würfeln. Es sollten sich etwa 250 g Kartoffelwürfel ergeben. 

Die Wirsingblätter waschen, die Strünke entfernen und  die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden.


Etwas Butter in einem Topf erwärmen und die Schalotten- und Kartoffelwürfel zufügen. Unter rühren etwas anschwitzen, dann den hellen Geflügelfond zufügen und cremig einkochen lassen. Kurz vor Schluss einen El Wirsingstreifen zugeben und gut verrühren. Mit etwas Salz abschmecken.


In einer Pfanne etwa 50 g Butter erhitzen bis sie braun wird, die restlichen Wirsingstreifen in die Butter geben, gut verrühren, mit einem Deckel die Pfanne abdecken und den Wirsing 20 Minuten ziehen lassen. Kurz vor dem servieren kurz erwärmen und salzen.




Anrichten:

Zwei El der gekochten Kartoffeln  mittig auf einen flachen Teller setzen, etwas Wirsing darauf verteilen. Die Entenbrust längs in  etwa 2-3 cm breite Streifen schneiden. Das Fleisch neben den Kartoffeln platzieren, etwas Sauce dazu geben. Die verbliebenen Rotweinpflaumen halbieren und dazu legen. Alles mit den frittierten Kartoffeln bestreuen.


Sonntag, 22. Dezember 2019

Zander, Zitrone und Schwarzwurzel

Frau K mag sehr gerne die Kombination aus Fisch und Zitrone. Ich finde das Zitrusfrüchte winterlichen Rezepten etwas frisches vermitteln, also gab es Zander mit reichlich Zitrone. 
Schwarzwurzel dünn aufgeschnitten als winterliche Komponente und einen Buttermilch-Kartoffelstampf gab es als Grundlage. 

Zander Zitrone Schwarzwurzel Buttermilchkartoffeln

Die Kartoffeln habe ich in Anlehnung an ein Rezept aus dem Kochbuch von Caminada „Pure Leidenschaft“ zubereitet. Ein Kochbuch das für mich sehr viele Anregungen und schöne Ideen enthält. Dollase schreibt über das Buch:
 „Mit „Pure Leidenschaft“ ist Andreas Caminada in diesem Genre ein großer Wurf gelungen, den ich dringend zur Lektüre empfehle“. 


Zutaten für 2:

1 Zanderfilet (etwa 350g)
Mildes Rapsöl
1 Bio-Zitrone
300 g mehlige Kartoffeln
50 g Butter
50 g Sahne
100 g Buttermilch
1 Schwarzwurzel
250 ml Hühnerbrühe
1 Zweig Zitronenthymian
1 Zweig Liebstöckel
Salz



Zubereitung:
Von der Zitrone die gelbe Schale abreiben und an der Luft einige Stunden trocknen lassen.
Das Fischfilet in 4 etwa gleich große Stücke teilen und dann salzen. Den Fisch etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Die Kartoffel schälen, teilen und in Salzwasser weich kochen, abschütten und etwas aus dämpfen lassen. Butter, Buttermilch und Sahne zufügen und gründlich stampfen. Mit Salz abschmecken und warm halten.
Zander Zitrone Schwarzwurzel Buttermilchkartoffeln

Die Schwarzwurzel schälen und mit einem Sparschäler  oder Trüffelhobel in dünne Streifen schneiden. Die Streifen in kaltes Wasser mit etwas Zitronensaft legen damit sie nicht braun werden. Die Hühnerbrühe aufkochen und die Schwarzwurzelstreifen darin etwa 90 Sekunden blanchieren. Aus dem Topf nehmen und kurz abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit den Fisch auf der Hautseite in dem Rapsöl bei hoher Hitze etwa 2-3 Minuten anbraten, dann den Fisch wenden, die Hitze verringern und nochmal zwei Minuten braten, dann den Fisch in der Pfanne noch 5 Minuten abseits vom Herd nachziehen lassen.






Anrichten:

Die Teller vorwärmen. Je etwa zwei El Kartoffelstampf in der Mitte eines flachen Tellers verteilen. Auf den Kartoffelstampf je ein Stück Fisch setzen. Die Schwarzwurzelstreifen darum verteilen. Etwas von dem Zitronenabrieb über den Teller streuen, dazu jeweils 2-3 Blättchen Liebstöckel und Zitronenthymian. Von der Zitrone eine sehr dünne Scheibe abschneiden, halbieren und je eine Hälfte auf den Fisch legen.
 

Sonntag, 21. Juli 2019

Buttermilch Kartoffeln , Dicke Bohnen und geräucherter Rotbarsch

Wie die letzten Jahren immer waren wir auch diesen Sommer wieder auf der Insel Usedom und haben dort unseren Urlaub verbracht. 
Wir hatten eine schöne Ferienwohnung und dort habe ich selbstverständlich auch gekocht. 
Durch Zufall bin ich auf ein Rezept gestossen für pommersche Buttermilch-Kartoffeln. Wobei ich mir nicht im klaren bin ob es eine dicke Suppe oder ein dünnes Püree ergibt. Jedenfalls kommen da natürlich Kartoffeln und Buttermilch rein, dazu Zwiebeln und Speck.
Das Rezept habe ich insofern abgeändert als ich eher einen festen Kartoffelstampf gemacht habe und den Speck durch ein wenig geräucherten Schinken ersetzt habe. 
Dazu gab es Saubohnen oder Dicke Bohnen und geräucherten Rotbarsch.
Das war zwar ziemlich deftig, aber auch ziemlich gut. Die leichte Säure der Buttermilch tut den Kartoffeln gut und verträgt sich auch gut mit den Bohnen.



Zutaten für 2:

500g Kartoffeln
80 g Schinken
2 Schalotten
Butter
200-300 ml Buttermilch
500 g Dicke Bohnen
3 Frühlingszwiebeln
1 kleiner geräucherter Rotbarsch



Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen, halbieren und in Salzwasser schön weich kochen. Die Kartoffeln abschütten und auf einem Teller aus dämpfen lassen. 
Den Schinken und die beiden Schalotten schön klein würfeln. Etwas Butter in den Topf geben und aufschäumen, die Schinkenwürfel und die Schalotten zugeben und bei kleiner Hitze etwa 5-6 Minuten weich dünsten. 
Bildunterschrift hinzufügen
Die Kartoffeln zugeben und gut stampfen, dann nach und nach die Buttermilch zufügen bis die Kartoffeln die gewünschte Konsistenz haben. Wenn nötig noch mit etwas Salz abschmecken.

Die Dicken Bohnen aus den Schoten palen. Die Bohnen in Salzwasser 3-4 Minuten blanchieren. Dann abschütten und abschrecken. Die Bohnen aus den hellen Häutchen drücken.
Das Grüne der Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben schneiden und in wenig Butter andünsten, die Bohnenkerne zugeben und erwärmen.

Die Fischfilets auslösen und die Haut abziehen.


Anrichten:

Die Buttermilchkartoffeln auf zwei Schalen oder tiefen Teller geben. Darüber zwei El Saubohnen mit Frühlingszwiebeln verteilen. Je ein Stück Rotbarsch darauf setzen.

Sonntag, 10. Februar 2019

Iberico Presa Bellota, Apfel, Kartoffel und Roggensauer

Ein schönes Stück Fleisch gab es: Iberico Presa Bellota. Das kann ich hier nicht beim Metzger kaufen sondern habe es im Onlinehandel bestellt. Ein ganzes Probierpaket vom spanischen Iberico-Schwein.
Das Presa ist ein Stück aus dem Schweinenacken, schön gemasert und kräftig im Geschmack. 
Das Fleisch wird wohl gerne zum grillen genutzt, ich habe es einfach in der Pfanne gebraten und im Backofen auf 62°C nachziehen lassen.

Iberico Presa Bellota Apfel Kartoffel Roggensalz
Gewürzt ist das Fleisch mit Roggensauer-Salz, das ist Salz, das mit Fleur de Levain vermischt ist. Fleur de Levain ist ein Pulver aus geröstetem Sauerteig.
Dazu gab es einen Apfelkompott mit Zwiebeln und ein Kartoffelpüree.

Das ganze Stück Presa haben wir an einem Abend nicht aufgegessen. Das gab es dann am nächsten Tag kalt aufgeschnitten, und auch das war lecker.

Zutaten für 2:
1 Stück Iberico Presa Bellota ( etwa 500g )
Traubenkernöl
60 g Roggenanstellgut
40 g Roggenvollkornmehl
2 El grobes Meersalz
200 g Apfel
1 Zitrone
100 g Schalotten
1 El Honig
500 ml Cidre secco
Salz
Kartoffelpüree 




Zubereitung:
Mit dem Fleur de Levain, oder Sauerteigpulver habe ich angefangen.
Das Roggenanstellgut mit dem Vollkornmehl verrühren. Etwas Wasser zugeben bis die Masse eine cremige Konsistenz hat die man gut ausstreichen kann.
Ein Backblech mit Backpapier belegen und den Roggensauerteig darauf dünn ausstreichen. Den Backofen auf 190°C vorheizen und das Backblech im unteren Drittel einschieben und etwa 15 Minuten trocknen lassen. Dabei aufpassen wie dunkel der Teig wird und das Blech rechtzeitig entnehmen. Ich habe den Teig etwa mittelstark gebräunt, so das ich schöne Röstaromen  an dem Pulver hatte. 
Wenn der Teig getrocknet ist, grob zerbröseln. Eine Hälfte in der Moulinette fein mahlen und durch ein Sieb streichen.
Die andere Hälfte mit etwa der gleichen Menge groben Meersalz vermischen und dann ebenfalls in der Moulinette fein vermahlen. Durch ein Sieb in ein Glas streichen. So erhält man ein Roggensalz mit Röstaromen.

Iberico Presa Bellota Apfel Kartoffel Roggensalz
Das Fleisch eine Stunde vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen. Mit wenig Salz einreiben und ruhen lassen.
In einer Pfanne etwas Traubenkernöl erhitzen und das Fleisch von jeder Seite etwa 2 Minuten kräftig anbraten.
Den Backofen auf 80°C vorheizen und das Fleisch dort nachgaren bis eine Kerntemperatur von 62°C erreicht ist. Das waren bei mir etwa 40 Minuten.
In der Zwischenzeit für das Apfelkompott den Cidre in einem Topf auf 200 ml einkochen. 200 g geschälten und gewürfelten Apfel,100 g gewürfelte Schalotte und den Honig zufügen, gut umrühren und bei kleiner Hitze cremig einkochen lassen.

Anrichten:

Das Fleisch aus dem Backofen holen, auf ein Schneidebrett legen, mit Alufolie abdecken und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Das Fleisch in dünne Scheiben aufschneiden und je 3-4 Scheiben leicht versetzt auf einen vorgewärmten Teller legen. Mit dem Roggensalz bestreuen. Auf jeden Teller jeweils einen bis zwei Esslöffel Apfelkompott und Kartoffelpüree setzen, vorsichtig mit Fleur de Levain bestreuen.


Sonntag, 23. Dezember 2018

Hausmannskost: Kalb, Kartoffel und Lauch

Letzten Sonntag habe ich in Vorbereitung für das Weihnachtsessen eine schöne Ochsenschwanzbrühe gekocht. Ein wenig davon habe ich abgezweigt für unser Abendessen. 
Das Abendessen sollte eher einfach gehalten sein. In den letzten Wochen war ich häufiger an meinen geplanten Gerichten gescheitert. Ich hatte mich da offensichtlich übernommen und meine Kochfähigkeiten ein wenig überschätzt. 
Also hiess es runter kommen auf den Boden.

Kalb Kartoffel Lauch


Ich hatte noch ein Stück Kalbsrücken im Eis das weg wollte, dazu Kartoffelcreme und Lauch. Eine gute Kombination und wir hatten ein schönes Abendessen ohne viel Aufwand.

Zutaten für 2:

1 Stück Kalbsrücken (350g)
300 ml Ochsenschwanzbrühe
1 Stange Lauch
100 g Buchenpilze
500 g Bamberger Hörnchen
150 ml Sahne
50 ml Crème fraîche
Butter, Sonnenblumenöl
Salz, Melange Blanc

Zubereitung:
Das Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Die Kartoffeln abwaschen und in Salzwasser sehr weich kochen. Die Kartoffeln abschrecken, schälen und noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken.

Den Backofen auf 80°C aufheizen. Das Fleisch von allen Seiten gut mit Salz einreiben. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Den Kalbsrücken von jeder Seite 2 Minuten anbraten, dann im Backofen 20-30 Minuten ziehen lassen. 5 Minuten vor dem anrichten das Fleisch aus dem Backofen nehmen, mit Alufolie bedecken und 5 Minuten ruhen lassen.

Den Lauch in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne etwas Butter zerlassen. Den Lauch in der Butter bei mittlerer Hitze weich schmoren, mit Salz abschmecken.
Kalb Kartoffel Lauch

In der Zwischenzeit etwas Butter und 75 ml Sahne in einem Topf erwärmen. Die Kartoffelmasse einrühren. Jetzt die Crème fraîche nach und nach zugeben bis die Kartoffelcreme die richtige Konsistenz hat. Wenn das nicht reicht noch etwas Sahne zufügen. Es soll am Ende eine weiche Kartoffelcreme herauskommen. Wer mag kann die Creme auch noch durch ein Sieb streichen, dann wird die noch etwas feiner. Mit Salz und Melange Blanc abschmecken und warm halten.

Die Buchenpilze putzen, lange Stängel kürzen , waschen und gut trocknen lassen. Die Pilze in heissem Öl 2-3 Minuten anbraten, wenig salzen

Anrichten:

Die Kartoffelcreme in der Mitte eines tiefen Tellers rund ausstreichen. Den Kalbsrücken in Scheiben schneiden. Je zwei der Scheiben auf die Kartoffelcreme legen. Dazu die Buchenpilze und den Lauch auf die Creme legen. Etwas Ochsenschwanzbrühe angießen und servieren.

Sonntag, 9. September 2018

deftig, Schweinebäckchen, Hasselback-Kartoffeln und Blumenkohl

„Nächsten Samstag habe ich Schweinebäckchen, soll ich welche für sie weglegen?“ Natürlich sollte er, mein Metzger auf dem Markt. Frau K war zwar nicht wirklich begeistert, aber ich hatte Bäckchen bisher noch nicht gemacht und wollte die Schweinebäckchen unbedingt einmal ausprobieren. 
Um es vorweg zu nehmen, ich war ziemlich begeistert von diesen geschmorten Schweinebäckchen, Frau K eher nicht. 
Die Bäckchen waren schön zart und ließen sich mit der Gabel zerteilen.

Schweinebäckchen Hasselback-Kartoffel Blumenkohl
   
Dazu gab es Blumenkohl, gebraten und Kartoffeln, Hasselback-Kartoffeln. Die Kartoffeln habe ich eher einfach gemacht, also kein Käse dazu oder Semmelbrösel, nur Kartoffeln und Butter. Deftige Hausmannskost eben, aber schon ziemlich gut.


Zutaten für 4:
1 kg Schweinebäckchen
Butterschmalz
4 Schalotten
1 Lorbeerblatt
4 Wacholderbeeren
6 schwarze Pfefferkörner
600 ml dunkle Schweinebrühe
100 ml Wermut
100 ml Banyuls 

8 -12 Kartoffeln
1 kleiner Blumenkohl
Butter




Zubereitung:
Den Backofen auf 160°C vorheizen. Das Fleisch abwaschen und sorgfältig trocken tupfen. Meins war vom Metzger sorgfältig zerteilt und pariert worden, da musste ich nichts mehr tun.

In einem schweren Gußbräter etwas Butterschmalz erhitzen und die Bäckchen darin von allen Seiten langsam anbraten bis sie schön Farbe haben. Die Schalotten schälen, achteln und mit anbraten. Nach und nach den Banyuls und den Wermut zugeben und immer wieder einkochen lassen, zum Schluss die Schweinebrühe zufügen. Einmal aufkochen, den Deckel auflegen und alles für 75 Minuten in den Backofen stellen.

Schweinebäckchen Hasselback-Kartoffel Blumenkohl

In der Zwischenzeit die Beilagen vorbereiten. Den Blumenkohl in feine Röschen zerteilen und in Salzwasser etwa 5-8 Minuten, je nach Größe der Röschen kochen. Den Blumenkohl abschütten, abschrecken und in einem Sieb gründlich abtropfen lassen.

Die Kartoffel schälen. Es sollte sich um möglichst gleich große Kartoffeln handeln. Die Kartoffeln schälen. 50 g Butter in einem Topf zerlassen. Die Kartoffel quer einschneiden, allerdings nicht komplett durchschneiden sonder nur einschneiden. Ich habe mir dafür zwei Holzküchenpinsel rechts und links neben die Kartoffeln gelegt, so wird das Messer rechtzeitig aufgehalten. 
Die Einschnitte sollten mit etwa 4-5 mm Abstand erfolgen. Die Kartoffeln in eine feuerfeste Form setzen. Die Kartoffeln großzügig mit der Butter bestreichen und salzen.

Jetzt sollten die Bäckchen gar sein. Den Bräter aus dem Ofen nehmen. 

Den Backofen auf 230°C aufheizen.

Die geschmorten Schweinebäckchen aus dem Bräter entnehmen, in eine Pfanne legen, salzen und pfeffern und in etwas Schmorfond schwenken, vorsichtig warm halten.
Den übrigen Schmorfond durch ein Sieb in einen kleinen Topf abschütten und auf etwa 400 ml einkochen. Mit Salz abschmecken.

Wenn der Backofen 230°C erreicht hat die Kartoffel einstellen und etwa 30-35 Minuten, je nach Größe der Kartoffeln backen. Dabei 3 mal mit der Butter, die durch das Backen braun wird, bestreichen.

In einer Pfanne etwas Butter zerlassen und darin die Blumenkohlröschen vorsichtig anbraten, mit wenig Salz abschmecken

Anrichten:

Je zwei Schweinebäckchen auf 4 vorgewärmte Teller setzen. Ein bis zwei Hasselback-Kartoffeln dazu geben und zwei El gebratenen Blumenkohl. Über die Schweinebäckchen 2 -3 El Sauce verteilen.

Dienstag, 1. Mai 2018

Spider Steak gegrillt, Kartoffeln, Zwiebel

Ein Testpaket zum Grillen hatte ich von Otto-Gourmet bekommen, das war so viel, dass ich mir für Sonntag 3 schöne Stücke von meinem Lieblingsstück beiseite gelegt habe, für ein kleines Sonntagsessen.
Das Fleisch war insgesamt vom Irish Hereford Prime und ich habe mir etwas von dem Spider Steak beiseite gelegt. In Österreich nennt man dieses Stück Fledermaus in Süddeutschland Schalblattl. Ich würde es Kachelfleisch nennen.
Ich habe mir drei etwas dickere, schön marmorierte Stücke beiseite gelegt.

Das Fleisch ist kurzfasrig und gut mit Fett durchzogen, so bleibt es gut saftig. Es ist eher kräftig im Geschmack und etwas fester im Biss, also richtig gut.


Spider Steak Kartoffel Zwiebel Bärlauchgremolata Kräuter

Die Stücke habe ich auch gegrillt, weil mir die Kombination aus dem Fleisch vom Irish Hereford mit der Holzkohle schon am Samstag sehr gefallen hat.

Dazu gab es eine Kartoffelcreme von der Moor-Sieglinde, leicht gesäuert. Gegrillte Zwiebeln, Bärlauchgremolata, Tomatenpuder und Frühlingskräuter aus dem Garten, ganz frisch gepflückt. Ein schönes Sonntagsessen vom Grill war das.



Zutaten für 2:

350 g Irish Hereford Spider Steak/ Kachelfleisch,
Murray River Salt Flakes
1 Zwiebel ( Rose de Roscoff)
300 g Kartoffeln (Moor- Sieglinde)
2 El Hanföl
150 g Crème fraîche
1 Bund Bärlauch
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Zitrone
50 ml Olivenöl
2 Tl Tomatenpuder
2 Stiele Winterportulak mit Blüten
2 Stiele Waldmeister
2 Stiele Schafgarbe
2 Stiele Kleiner Wiesenknopf
Salz



Zubereitung:

Das Spidersteak aus dem Kühlschrank nehmen und von allen Seiten mit Salz einreiben, etwa 30- 45 Minuten ruhen lassen.

Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen. Wenn sie weich sind abschrecken und pellen. Für etwa 20 Minuten noch im Backofen bei 80°C ausdämpfen lassen.
Den Grill anheizen. Die Zwiebel in Alufolie wickeln und in die heisse Holzkohle legen, dort etwa 35-40 Minuten garen lassen. Aus der Holzkohle nehmen und etwas abkühlen lassen.
Die Steaks bei hoher Hitze etwa 3 Minuten von jeder Seite grillen, dann im Backofen bei 80°C nachziehen lassen.

Spider Steak Kartoffel Zwiebel Bärlauchgremolata Tomate Kräuter

Den Bärlauch waschen und sehr fein klein schneiden oder hacken. Den Knoblauch schälen und zerdrücken. Beides gut mit dem Olivenöl vermischen. Die Schale der Zitrone abwaschen und abreiben. Den Abrieb dazu geben und mit etwas Salz abschmecken. Nur kurz ziehen lassen.

Die Kartoffeln durch eine  Kartoffelpresse drücken. Zwei El Hanföl zugeben und nach und nach die Creme fraîche zufügen bis die Kartoffelmasse eine cremige Konsistenz hat. Die Masse durch ein Sieb streichen und mit etwas Salz abschmecken.

Anrichten:
Das Fleisch aus dem Backofen nehmen, abdecken und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Ich habe die Stücke dann längs aufgeschnitten. Die Schnittkanten mit dem Murray River Salz betreuen.

Die Kartoffelcreme mit einem Löffel auf einem vorgewärmten Teller rund ausreichen, ein Stück Spider Steak dazu legen. Die Zwiebel achteln, die Kanten mit einem Brenner leicht schwärzen, je zwei Zwiebelstücke zu der Kartoffelcreme legen. Je zwei El Bärlauchgremolata dazusetzen, mit den Kräutern bestreuen. Durch ein Sieb etwas Tomatenpulver darüber verteilen.




Sonntag, 18. März 2018

Hausmannskost: Matjes mit Senf und Radieschen

Zwei Dinge die wir, Frau K und ich gerne essen sind Matjes und Senf. Die habe ich dann hier mal in einem einfachen Rezept zusammengeführt, dazu noch ein paar in Zwiebelbutter geschwenkte kleine Pellkartoffel und ein leichter Radieschensalat.

Matjes Senf Pellkartoffeln Radieschen
Einfache Hausmannskost, deftig und schmackhaft und genau das Richtige für einen Freitagabend.

Zutaten für 2:

5 Matjes
2 El Senfkörner
2 El Hanföl
1 El Weißweinessig
150 g Saure Sahne
50 g Schmand
1 Tl Rotisseur-Senf
1 Bund Lauchzwiebeln
Salz

8-10 kleinere Kartoffeln
2 Schalotten
Butter
1 Bund Radieschen
1 El Hanföl
1 El Weißweinessig
Melange Blanc
Salz


Zubereitung:
Die Senfkörner (da mische ich gerne dunkle und helle Senfsaat) in etwas Wasser etwa 3-4 Minuten kochen , abschütten und dann abschrecken. So werden die Körner angenehm weich, bleiben aber auch leicht knackig.
Für die Senfsauce Hanföl, Weißweinessig, Saure Sahne und Schmand gut mit einander verrühren. Etwa 2/3 der gegarten Senfkörner und den Rotisseur-Senf zugeben. 3-4 Lauchzwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden und ebenfalls zufügen. Alles gut vermischen und mit Salz abschmecken. Wenigstens 30 Minuten ziehen lassen.


Matjes Senf Pellkartoffeln Radieschen
Die Kartoffel gut abwaschen und etwa 12-15 Minuten in Salzwasser kochen, abschrecken und pellen. Die Schalotten schälen und fein würfeln. Die Butter in einen Pfanne geben, die Schalottenwürfel dazu und das ganze etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, dann die Kartoffeln zugeben und nochmal 5 Minuten garen, dabei gelegentlich die Pfanne schwenken.

Die Radieschen putzen und waschen und in schöne dünne Scheiben schneiden. Hanföl, Weißweinessig, Melange Blanc und Salz zu einer Vinaigrette verrühren. Die Radieschenscheiben zufügen, gut umrühren und etwa 10 Minuten ziehen lassen.


Anrichten:

Ein Matjesfilet in die Tellermitte legen, etwas aufschlagen, auf die eine Seite 2-3 Kartoffeln legen auf die andere Seite etwas Radieschensalat. Über den Matjes 2-3 El Senfsauce verteilen.  Die gegarten Senfkörner über den Teller verteilen. Eine Lauchzwiebel in feine Scheiben schneiden und ebenfalls über den Teller verstreuen.