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Sonntag, 24. März 2019

Stielmus, Linsen und Huhn

Jetzt im Frühjahr gibt es hier auf dem Markt als erstes frisches Gemüse des Jahres Stielmus (auch Rübstiel genannt) zu kaufen. Der wird wohl nur hier in NRW und in den Niederlanden angebaut und verkauft, wir mögen dieses leicht bittere Gemüse gerne, es zeigt der Frühling ist da.

Stielmus Linsen Huhn
Die wenigen Rezepte die man für den Stielmus findet sind meist eher deftig, am verbreitesten erscheint mir ein Rezept in welchen der Stielmus mit einer Mehlsauce  zubereitet wird.
Ich wollte ein leichtes Rezept machen, so gab es zu dem Stielmus grüne Linsen, mit etwas Aceto Balsamico di Modena und Walnüssen gewürzt und ein Stück vom Label Rouge Huhn.
Ein schönes Sonntagsessen, aromatisch und leicht.



Zutaten für 2:

1 Bund Stielmus
1 kleine Möhre
80 g grüne Linsen 
200 ml Hühnerbrühe
1 El Aceto Balsamico di Modena
4 Walnüsse
2 Hähnchenbrüste
Traubenkernöl
Salz



Zubereitung:

Die Linsen abwaschen und in salzlosem Wasser etwa 20-25 Minuten kochen. Die sollten am Ende noch etwas Biss haben und keinesfalls übergart sein.
Die Möhre schälen und fein würfeln. Die Möhrenwürfel nach 15 Minuten zu den Linsen geben und mit kochen. Etwa 5 Minuten vor Ende der Garzeit etwas Salz ins Kochwasser geben.

Stielmus Linsen Huhn
Die beiden Hähnchenbrüste leicht von allen Seiten salzen und in dem Traubenkernöl von jeder Seite etwa 2,5 Minuten anbraten. Dann 20 Minuten im Backofen bei 60°C ziehen lassen.

Die Walnüsse knacken und die Walnusskerne grob zerkleinern

Den Stielmus putzen und die groben Stiele entfernen. Ich habe für dieses Gericht nur die kleineren, jungen Triebe benutzt. Die Stiele noch etwa kürzen, dann den Stielmus gut waschen.

In einer Pfanne die Hühnerbrühe aufkochen und etwa auf die Hälfte einkochen, dann den Aceto Balsamico zugeben und die Linsen, wenn nötig nochmals salzen. Wenn die Linsen warm sind den Stielmus unterheben und kurz erwärmen.



Anrichten:

Das Gemüse auf zwei Teller verteilen, darüber die Walnusskerne streuen. Die Hähnchenbrüste auf das Gemüse setzen.

Mittwoch, 5. September 2018

Hausmannkost: Huhn, Gerste und Pfifferlinge

Unser Sonntagsessen war schön altmodisch, oder wie man heute so schön sagt „old school“. 
Letztendlich einfache Hausmannskost. Eine Hähnchenbrust gab es, in Butter gebraten, auf Gerste mit Pfifferlingen, Erbsen und gebratenen kleinen Silberzwiebeln. Dazu eine Estragonsauce mit ordentlich Sahne, Butter und Wermut. Also nichts für Gesundheitsfanatiker, aber richtig lecker. Die Perlgraupen, also die Gerste, habe ich ähnlich wie einen Risotto zubereitet, was reichlich Geschmack an die Graupen  brachte.

Huhn Gerste Pfifferlinge Silberzwiebeln 


Zutaten für 2:
2 Hähnchenbrüste (ohne Haut) 
1000 ml Hühnerbrühe
3 Zweige französisches Estragon
100 ml Noilly Prat
150 ml Sahne
Butter
1 Schalotte
90 g Perlgraupen ( mittelfein)
100 ml Weißwein
100 g Erbsen 
150 g Pfifferlinge
Butterschmalz
3 Silberzwiebeln


Zubereitung:
Von der Hühnerbrühe etwa 700 ml abmessen und in einem Topf auf etwa 200 ml einkochen. Die letzten 10 Minuten die gewaschenen Estragonzweige komplett zufügen und mit köcheln lassen. Wenn die Brühe eingekocht ist, den Wermut und die Sahne zufügen und die Sauce auf etwa 300ml reduzieren. 
Die Estragonzweige entnehmen und die Sauce mit etwas Salz abschmecken.

Für die Graupen etwas Butter in einem Topf zerlassen. Die Schalotte schälen und fein würfeln, etwas in der Butter andünsten. Die Graupen kurz waschen, abtropfen lassen und in den Topf geben, unter rühren in der Butter andünsten. 
Den Wein zufügen und bei offenem Topf einkochen lassen. Wenn der Wein fast verkocht ist die restliche Hühnerbrühe zufügen, den Deckel auflegen und alles etwa 20 Minuten leise köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Dann durch ein Sieb abschütten.

Huhn Gerste Pfifferlinge Silberzwiebeln 
Die Erbsen in etwas Salzwasser etwa 5-7 Minuten kochen und abschütten.

Die Hühnerbrüste in einer Pfanne mit etwas Butter vorsichtig  von jeder Seite etwa 3 Minuten anbraten. Dann im Backofen bei 60°C noch 10 Minuten ziehen lassen. 

Die Silberzwiebeln schälen und vierteln in einer kleinen Pfanne in etwas Butter anbraten bis sie leicht braun werden.

In einer anderen Pfanne Butterschmalz hoch erhitzen und die gereinigten und geputzten Pfifferlinge darin unter häufigem rühren anbraten. Die Hitze deutlich reduzieren und die Erbsen und die Graupen in die Pfannen geben, gut verrühren und alles kurz erwärmen.



Anrichten:

Die Graupen, mit den Pfifferlingen und Erbsen, aus der Pfanne auf zwei gut vorgewärmte Teller verteilen. Darauf jeweils eine Hähnchenbrust legen. Die Hähnchenbrüste leicht salzen. Die gebratenen Silberzwiebeln zufügen.  Die Sauce mit dem Pürierstab kurz aufschäumen und jeweils 2-3 El Sauce auf die Teller verteilen und servieren.

Sonntag, 13. Mai 2018

Spargelragout mit Huhn und Morcheln

Heute gibt es ein ziemlich reduziertes Gericht, reduziert auf die wesentlichen Zutaten und ohne Schnickschnack. 
Ein Spargelragout habe ich gemacht mit Morcheln und dazu eine Hühnerbrust. Die Grundidee ist aus einer Kochzeitschrift, da wird ein ähnliches Ragout mit Fisch gemacht.
Ich habe es abgewandelt und dazu eine Brust von einem Label-Rouge Huhn genommen. Die Karkasse habe ich ausgekocht und hatte so direkt auch genügend Hühnerbrühe.
Spargelragout Huhn Morcheln
Leider habe ich keine frischen Morcheln bekommen. Ich habe dann getrocknete Morcheln genommen, was auch ganz gut schmeckte. Ich mag diese Kombination Huhn, Spargel, Morchel, und mit der Sahne ist das schon fast Soulfood. 

Das Gericht ist nicht so aufwendig in der Zubereitung, aber trotzdem sehr schmackhaft.

Zutaten für 2:
2 Hähnchenbrüste
Butter
2 Schalotten
1 Tl Mehl
1l Hühnerbrühe
200 ml Sahne
200 ml Weißwein
500 g grüner Spargel
8 Morcheln
Salz



Zubereitung:
Die Hühnerbrühe auf 300ml einkochen. 
Die Schalotten schälen und sehr klein schneiden. Die Schalotten in einem Topf in etwas Butter andünsten bis sie weich sind.
Einen gehäuften Tl Mehl zufügen und andünsten bis die Butter goldgelb ist. Die reduzierte Hühnerbrühe, Wein und Sahne zufügen, gut verrühren und etwa 20 Minuten leise bei offenem Topf köcheln lassen. Dabei immer wieder mal rühren.

Die Hühnerbrüste gut salzen und vorsichtig in heisser Butter von jeder Seite etwa 5 Minuten braten, dann im Backofen bei 80°C etwa 20 Minuten nachziehen lassen.

Die getrockneten Morcheln abwaschen und in wenig Salzwasser etwa 10 Minuten kochen lassen, abschütten und gut abtropfen lassen.
Von dem grünen Spargel habe ich nur die holzigen Enden abgeschnitten, dann in etwa 5 cm lange Stücke geschnitten und gut abgewaschen.

Wenn die Sauce etwa 15 Minuten gekocht hat den Spargel zufügen und nochmal etwa 5-8 Minuten weiter kochen. Am Schluss die Morcheln zugeben und mit Salz abschmecken.

Anrichten:

Das Spargel-Morchel-Ragout auf zwei tiefe Teller verteilen, die Hähnchenbrüste darauf setzen und servieren.

Sonntag, 11. Februar 2018

Gillbach-Hahn mit Schwarzwurzel und Möhre

Einen Gillbach-Hahn habe ich verarbeitet, der Hahn von „Der Gänsepeter“ wog etwa 2300g und ist mir gut verpackt ins Haus geliefert worden.
Mich hat das sehr gefreut, das ich den Hahn bekommen habe. Der Gillbach-Hahn wurde mir von Otto-Gourmet zur Verfügung gestellt um das Fleisch  zu testen und ein Rezept zu erstellen. 

Gillbach-Hahn Schwarzwurzel Möhre


Wir sind hier im Haushalt ja nur zu zweit und können einen solch schweren, ganzen Hahn in einer Mahlzeit nicht verspeisen, also habe ich den Hahn zerlegt, Brüste und Keulen abgetrennt.
Gillbach-Hahn
Die Karkasse mit dem Hals und Flügeln habe ich zu einer kräftigen Hühnerbrühe verarbeitet. 
Die Brüste (mit Haut) gibt es heute. Da wir ja nun Februar haben gab es Schwarzwurzeln dazu als Püree, gebratenen Möhren und Möhrensauce. Das Gemüse harmonierte gut mit dem feinen, aber kräftigen Fleischgeschmack. Das Fleisch hat eine schöne, feste Struktur und bleibt saftig. Wenn man es in die Pfanne legt geht es wunderschön auf, uns hat das überzeugt.

Zutaten für 2:

2 Brüste vom Gillbach-Hahn

1 Schalotte
1 Stück Ingwer
100 ml Noilly Prat
400 ml Gillbach-Hahn-Brühe
300 ml Möhrensaft
1 Tl Speisestärke

300 g Schwarzwurzel (geschält)
1/2 Zitrone
100 g Kartoffel (geschält)
Muskatblüte
2 El Schwedenmilchcreme oder Crème fraîche

2 El Sonnenblumenkerne
4-6 Stiele von der Petersilie

6 kleine, schlanke Bundmöhren
Butter
2 Tl Möhrenpuder






Zubereitung:
Die Schalotte und den Ingwer schälen und fein würfeln und in etwas Butter anschwitzen. Den Noilly Prat zugeben und deutlich einkochen lassen, dann die Brühe vom Gillbach-Hahn zufügen und alles auf etwa 200 ml einkochen. 
Dabei ab und an rühren damit nichts am Topfboden anbrennt. Wenn die Brühe deutlich reduziert ist den Möhrensaft zufügen und nochmal auf 300 ml einkochen. 
Man kann fertigen Möhrensaft nehmen oder selber welchen im Entsafter herstellen. Wenn man den Möhrensaft selber macht kann man einen Teil des Tresters der verbleibt im Backofen trocknen und hat dann ein schönes Möhrenpulver.

Wenn die Möhren-Sauce genug reduziert ist noch mit etwas Speisestärke binden und mit Salz abschmecken.

Gillbach-Hahn Schwarzwurzel Möhre
Die ausgelösten Brüste vom Hahn rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen das sie auf Zimmertemperatur kommen. 
Vor dem anbraten gut salzen und das Salz mit der Hand vorsichtig einreiben. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen, aber nicht zu stark damit die Butter nicht verbrennt, die Hähnchenbrüste in der Pfanne von beiden Seiten etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten. Ich brate erst immer drei Minuten auf der einen Seite , dann drei Minuten die andere Seite und zum Schluß jede Seite noch einmal zwei Minuten.
Die Hähnchenbrüste in der Pfanne im Backofen  bei 80°C noch etwa 20 Minuten nachziehen lassen.

Die Schwarzwurzeln sorgfältig schälen und in etwa 10 cm lange Stücke teilen. Ich habe zum schälen dünne Gummihandschuhe an, weil es doch arg klebrig wird. Die Schwarzwurzel in reichlich Salzwasser legen und einige Spritzer Zitronensaft zufügen damit die Schwarzwurzeln nicht dunkel werden. 
Die Kartoffel schälen, würfeln und zu den Schwarzwurzeln in den Topf geben. Das Gemüse etwa 15 Minuten kochen lassen. Den Topf abschütten und den Inhalt gründlich pürieren. Etwas Schwedenmilch-Creme  oder Crème Fraîche zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit geriebener Muskatblüte und Salz abschmecken. Das Schwarzwurzelpüree warm halten.

Die Möhren dünn schälen. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen, die Möhren in die Pfanne legen, leicht salzen und 15 Minuten bei mittlerer Hitze und mit geschlossenem Deckel braten.

Die Sonnenblumenkerne mit einem Messer grob hacken. In einer kleinen Pfanne in etwas Butter leicht anrösten. Die Petersilienstiele in feine Röllchen schneiden und kurz vor dem anrichten zu den Sonnenblumenkernen geben und etwa 2 Minuten erwärmen.


Anrichten:
Die Hähnchenbrüste aus dem Ofen holen und in etwa 2-3 cm dicke Scheiben aufschneiden. Die Hähnchenbrüste in die Mitte zweier gut vorgewärmter Teller legen. 

Die gerösteten Sonnenblumenkerne auf dem Fleisch verteilen. Neben die Hähnchenbrüste einen Esslöffel Schwarzwurzelcreme setzen und auf die andere Seite je zwei bis drei gebratene Möhren legen. Die Möhrensauce darum verteilen. Am Schluss noch etwas Möhrenpuder mit einem Sieb über den Teller verteilen

Sonntag, 26. November 2017

Wachtelessenz

Heute gibt es nur eine klare Suppe. Eine Wachtelessenz habe ich gemacht. Etwas eher altmodisches, heute werden ja eher gemüsige Cremesuppen zubereitet, habe ich wenigstens den Eindruck. 
In Kochbüchern von großen Köchen findet man heute Suppenrezepte sowieso eher selten. Vor 10 Jahren war das noch anders, im Kochbuch „Dieter Müller“ findet sich ganz selbstverständlich noch ein Kapitel Suppen und auch ein Rezept für eine Wachtelsuppe. 2011 bei Sven Elverfeld sind es dann nur noch Suppenshots, mit einer Zutatenliste aber ohne Rezept und heute tauchen Suppen garnicht mehr auf. In meinem neusten Kochbuch eines deutschen besternten Kochs, Stradtner „Grande Cuisine“ gibt es nur am Schluss bei den Grundrezepten eine Rinderkraftbrühe.
Schade eigentlich, aber diese klaren Suppen sind offensichtlich nicht gefragt zur Zeit.

Wachtelessenz
Was mich gefreut war das in dem Blog Highfoodality im Oktober ein Rezept für eine Steinpilzessenz auf Basis einer Geflügelbrühe gab.

Meine Suppe hat als Basis auch erstmal eine dunkle Geflügelbrühe, deshalb gebe ich hier auch dafür das Rezept wieder. Wenn man die erstmal erstellt hat ist die meiste Arbeit getan.


Die Essenz habe ich eher schlicht und reduziert gehalten. Da ich einen möglichst intensiven Geschmack erhalten wollte ist die Essenz weder entfettet noch ist die Brühe geklärt worden. Damit schaut sie nicht so hübsch aus, nach meiner Meinung ist dafür der Geschmack intensiver und tiefer.

Zutaten für 4:
1 Karkasse vom Huhn
mit den Flügeln
Sonnenblumenöl
1 Stange Porree
100 g Staudensellerie
1 kleine Petersilienwurzel
1 Gemüsezwiebel
3 Zweige Liebstöckel
1 Zweig Rosmarin
4 Zweige Thymian
2 Lorbeerblätter
10 Pfefferkörner
10 Wacholderbeeren

4 Wachteln
200 ml trockener Wermut
Butterschmalz 
Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf  220°C verheizen. Von der Hühnerkarkasse die Flügel abtrennen und die Karkasse teilen. In eine Reine etwas Öl geben und die Karkassenteile und die Flügel hineingeben. Alles in den Backofen schieben und etwa 1,5 Stunden  im Backofen backen bis das Huhn schön Farbe angenommen hat.
Die Gemüsezwiebel schälen und achteln und die letzten 30 Minuten mit im Backofen schmoren lassen.

Wenn die Hühnerteile schön dunkel sind den Inhalt der Reine in einen großen Topf geben. Das restliche Gemüse putzen und grob klein schneiden. Das Gemüse mit den Kräutern und Gewürzen zu den Hühnerteilen in den Topf füllen. Den Topf mit Wasser auffüllen so das das Gemüse und die Hühnerteile gut mit Wasser bedeckt sind. Die Brühe etwa 2 Stunden leise köcheln lassen, dann durch ein Sieb abschütten. Die Brühe kalt stellen. Ich habe die einfach über Nacht auf die Terrasse gestellt.

Wachtelessenz
Wenn die Brühe schön kalt ist, das Fett abheben.  Die entfettete Brühe etwa auf 2/3 einkochen. Von dieser Hühnerbrühe benötigt man dann etwa 1,5 Liter für die Suppe.
Die Wachteln abwaschen. Von zwei Wachteln die Brüste auslösen. Bis auf die 4 ausgelösten Wachtelbrüste alles andere in die 1,5 Liter Hühnerbrühe geben. Mit etwa 200 ml trockenem Wermut auffüllen. Bei geschlossenem Deckel die Brühe mit den Wachteln etwa 90 Minuten leise köcheln lassen.
Die Wachtelbrühe durch ein Sieb abschütten und etwa auf die Hälfte einkochen. Am Schluss mit etwas Salz abschmecken.
Während die Suppe einkocht die Wachtelbrüste salzen und in etwas Butterschmalz von allen Seite schön anbraten. Bei mir haben die etwa 6 Minuten gebraten.

Anrichten:

Die Wachtelbrüste in dünne Scheiben schneiden. Die Scheiben in eine kleine Schale oder tiefen Teller setzen, mit der Wachtelessenz auffüllen.

Mittwoch, 1. November 2017

Klassiker vom Bauernhuhn, Coq au Riesling

Von unseren Bauernhühnern hatten wir noch zwei Keulen im Eis. Die wollte ich eher klassisch zubereiten und habe so Huhn in Riesling gemacht. Normalerweise wird da ein ganzen Huhn zerlegt und zubereitet, das wäre für uns beide, Frau K und mich einfach zu viel, also habe ich nur zwei Keulen verabeitet. 
Frau K mag die Hühnerhaut nicht so gerne wenn sie gekocht und weich ist. Deshalb habe ich die schon vor dem anbraten abgezogen und getrennt in der Pfannen angebraten, so erhält man dann auch bei diesem Rezept eine knusprige Beilage.
Coq au Riesling
Zum Huhn gab es nur Perlzwiebeln und Champignons und eine dicke Scheibe Roggenbrot. Wir waren zufrieden und satt.


Zutaten für 2:
2 Hühnerkeulen
1 Fl trockener Riesling
400 ml Hühnerbrühe
2 Lorbeerblatt
1 Zweig Rosmarin 
3 Zweige Thymian
3 Zweige französisches Estragon 
10 Pfefferkörner
10 Wacholderbeeren
1 Gemüsezwiebel
12 Perlzwiebeln
250 g weiße Champignons
Butter und Butterschmalz

Zubereitung:
Die Hühnerkeulen in zwei Teile teilen und in eine Schüssel legen. Mit dem Riesling und dem Hühnerfond auffüllen. 2 Lorbeerblatter 1 Zweig Rosmarin, 3 Zweige Thymian,3 Zweige französisches Estragon, 10 Pfefferkörner,10 Wacholderbeeren zufügen. Alles wenigstens 36 Stunden , besser wohl 48 Stunden im Kühlschrank stehen lassen.
Eine Gemüsezwiebel putzen und in dünne Scheiben schneiden, in einem Schmortopf goldbraun anbraten. Die Hühnerkeulen aus dem Sud nehmen und auf einen Teller legen. 
Coq au Riesling
Den Sud zu den Gemüsezwiebeln in den Topf geben und auf etwa 500 ml einkochen. Den Sud durch ein Sieb schütten und auffangen.
Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Wenn die Hühnerteile Zimmertemperatur habe die Hühnerhaut ablösen und kühl stehlen.
Die Hühnerteile salzen und jetzt in etwas Butterschmalz von allen Seiten schön braun anbraten. Den eingekochten Sud und 250 ml Sahne zu den Keulen geben und alles etwa 60 Minuten bei offenem Topf im Backofen garen. 
Die Hühnerhaut in heissem Butterschmalz in einer Pfanne schön braun anbraten, salzen und auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.
Die Perlzwiebeln schälen und die letzten 20 Minuten mit dem Huhn mit garen.
Die Champignons mit einem Pinsel reinigen, die Stiele herausbrechen. Etwas Butter in einer Pfanne erwärmen und die Pilze in der Butter vorsichtig anbraten, mit Salz abschmecken.

Anrichten:

Die Hühnerkeulen auf zwei tiefe Teller verteilen. Je eine Kelle vom Hühnersud zufügen und die Perlzwiebeln und Pilze auf die Teller verteilen. Die Hühnerhaut die jetzt ziemlich kross sein sollte mit einem Messer fein hacken und auf die Hühnerkeulen verteilen.

Sonntag, 15. Oktober 2017

vom Bauernhuhn: Hühnerbrust mit Zwiebelsauce,Kräuter-Linsen und Rosenkohl

Vom Bauernhuhn gab es nun die Brust, in Anlehnung an ein Rezept von Daniel Humm aus dem Kochbuch „Nomad“.

Im Oktober kann ein Hühnergericht ja auch schon ein wenig herbstlich sein. Unser Bauer hatte schönen Rosenkohl da und der harmoniert gut mit den grünen Linsen. 


Hühnerbrust Zwiebelsauce Kräuter-Linsen Rosenkohl
Allerdings ist das Gemüse bei diesem Gericht nur ein Nebendarsteller. Neben der Brust der zweite Hauptdarsteller auf dem Teller ist die Zwiebelsauce. Sie ist nicht gebunden sondern einfach nur deutlich reduziert 
Diese Zwiebelsauce war wirklich gut, richtig gut und hocharomatisch. Allerdings benötigt man einige Geduld, aber das Ergebnis ist es  auf jeden Fall wert.

Zutaten für 2:
800 ml dunkler Geflügelfond
1 Lorbeerblatt
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
2 Zweige Bohnenkraut
2 Knoblauchzehen
300 g Zwiebeln
Butterschmalz
2 El Apfelsssig
100 ml Noilly Prat
100 ml Weißwein

1 Hühnerbrust ( 450g )
Butter


Linsen:
80 g grüne Puy-Linsen
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
1 Zweig Bohnenkraut
1 El Apfelessig
50 ml Hühnerfond

250 g Rosenkohl
100 ml Hühnerbrühe
Traubenkernöl
Butter
Salz

Zubereitung:

Den dunklen Geflügelfond mit den Kräutern und  dem geschälten Knoblauch in einen Topf geben und erhitzen.
Die Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, den Butterschmalz in einer Pfanne erwärmen, die Zwiebeln darin dunkelbraun anbraten. Am Schluss mit dem Apfelessig, Noilly Pratt und Weisswein ablöschen und einkochen lassen. 
Den Pfanneninhalt zu dem Fond in den Topf umfüllen und erst etwa 30 Minuten ohne Deckel leicht  köcheln lassen, dabei ab und an umrühren. Die Masse dann durch ein feines Sieb abseihen. Den Inhalt des Siebes gut ausdrücken und dann entsorgen. Die verbliebene Flüssigkeit auf etwa 150-200 ml einkochen und warm halten.

Hühnerbrust Zwiebelsauce Kräuter-Linsen Rosenkohl
Die Hühnerbrust früh aus dem Kühlschrank nehmen, das sie auf Zimmertemperatur kommt. In einer Pfanne Butter erhitzen bis sie aufschäumt, dann die Hühnerbrust salzen und bei mittlerer Hitze in der Pfanne von allen Seiten sorgfältig anbraten, dann im Backofen bei 60°C etwa 30 Minuten nachgaren lassen.

Für die Linsen die Schallte klein schneiden, ebenfalls den Knoblauch, beides mit den Linsen in einen Topf mit kochendem Wasser geben und die Linsen in etwa 20-25 Minuten weich kochen. Am Ende salzen.
In der Zwischenzeit den Rosenkohl putzen, dabei etwa 20 Blättchen Rosenkohl abzupfen und beiseite legen, die werden später noch für die Linsen benötigt.

Die Hälfte des Rosenkohl halbieren und auf der Schnittseite in einer Pfanne in sehr heissem Traubenkernöl anbraten, nach dem einlegen in die Pfanne die Hitze für 2 Minuten auf mittlere Temperatur reduzieren. Den Rosenkohl salzen und noch wenige Minuten bei geringerer Hitze garen, dabei ab und an umrühren.

Die zweite Hälfte Rosenkohl in Salzwasser etwa 6 Minuten garen, abschütten und gut abschrecken.
Einen El Butter und etwa 50 ml Geflügelfond erwärmen, gut miteinander verrühren und den gekochten Rosenkohl darin  vorsichtig warm halten.

So nun wieder zu den Linsen, den Rosmarin  abzupfen und klein hacken, die Thymian- und auch die Bohnenkrautblättchen abzupfen. Etwa Butter in einem Topf zerlassen. Die Rosenkohlblättchen in Streifen schneiden und in der Butter andünsten. Die Kräuter und die grünen Linsen zufügen, sowie einen El Butter. Die Linsen gut verrühren und nur kurz erwärmen.

Anrichten:


Die Hühnerbrust aus dem Ofen nehme und 5 Minuten ruhen lassen, dann längs halbieren. Je eine Hälfte auf einen Teller legen, daneben je 2 El Linsen und von jedem Rosenkohl 2-3 Röschen. Um das ganze herum die Sauce in dünnen Streifen verteilen.