Montag, 9. Dezember 2013

für Weihnachten, ein Salat mit Taube



Mein Geflügelhändler hatte die in der Auslage liegen, einige Tauben. Ich kann da ja meist nur schlecht widerstehen und hab uns eine gekauft, ohne zu wissen was ich damit eigentlich mache, denn der Speiseplan fürs Wochenende stand schon.

Ich wusste was ich Samstag und Sonntag als Hauptgerichte koche, also blieb nur eine kleine Vorspeise mit der Taube.
Ich finde diese Vorspeise ist schon durchaus weihnachtstauglich und könnte auch als Vorspeise für einen der Festtage herhalten. Die Taube hat ja schon einen leichten Wildgeschmack und ich finde die hat was edles, aber das ist sehr subjektiv.


Ein kleiner winterlicher Salat ist am Sonntag es geworden, mit Pistazien dazu. Ein Gel habe ich aus den Pistazien gebastelt, mit Schafs-Joghurt und ein wenig klein gehackte Pistazien.

Zutaten für 2:

200 ml Gemüsefond
100 g  Pistazien
1/2 Tl Agar Agar
2 El Schafs-Joghurt

2 Taubenbrüste
Butterschmalz

50 g  Puy - Linsen
1 Handvoll Roter Feldsalat
1 Handvoll Winter - Portulak
2 El Granatapfelkerne
Schafgarbe 
Kleiner Wiesenknopf
5 El Rapsöl
2 El Weißweinessig
2 El Joghurt
Senf
Pfeffer und Salz

Zubereitung:

Den Gemüsefond und 50 g Pistazien mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Dabei habe ich ein kleine Überraschung erlebt, denn die Mischung dickt an und wird cremig. Den Schafs-Joghurt unterrühren und mit Salz abschmecken, die Mischung durch ein sehr feines Sieb streichen. 
Das Agar-Agar in etwa 100 ml Wasser auflösen und unter ständigem rühren etwa 2 Minuten leicht kochen lassen unter die Pistazien-Joghurt- Mischung rühren und kalt stellen. 
Wenn das Pistazien-Joghurt-Gel fest geworden ist in einen Mixbecher geben und gründlich pürieren. In eine Spritzflasche füllen und kalt stellen.

Die Linsen in wenig Wasser etwa 20 Minuten bissfest garen. Wir mögen das wenn die noch wirklich leicht knackig sind.
Aus 2 El Rapsöl und 1 El Weißweinessig mit Pfeffer, Salz und ein klein wenig Senf einen Vinaigrette anrühren und die lauwarmen Linsen darin marinieren lassen.

Den Feldsalat und den Winter-Portulak, sowie die Kräuter waschen und trocken.

Die Taubenbrüste in etwas Butterschmalz 2 Minuten von jeder Seite anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen und im Backofen bei 80°C etwa10 Minuten ziehen lassen
Aus dem restlichen Rapsöl, 2 El Joghurt mit dem Essig, Pfeffer, Salz und Senf ein Dressing anrühren.
Die übrigen Pistazien grob hacken.

Anrichten:

Den Feldsalat und Winter-Portulak auf 2 Teller verteilen. Dazu jeweils 2 El Linsen und 1 El Granatapfel-Kerne setzen. Die Taubenbrüste in die Mitte des Tellers legen. Einige Tropfen vom Pistazien-Gel auf die Teller setzen, die gehackten Pistazienkerne darüber streuen und die Kräuter. Etwas Joghurt-Dressing auf die Teller  verteilen und servieren.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

einfach und schnell: Nudeln, Speck, Champignons



Ich hatte mir ja vorgenommen mehr einfaches und schnelles einzustellen, also Gerichte die schnell und einfach  zuzubereiten sind. 
Da gibt es bei facebook auch eine offene Gruppe die sich der einfachen Küche verschrieben hat und die ich gerne empfehle, hier ist der Link dazu:
Gestern habe ich so etwas wieder gemacht, uns hat es geschmeckt und wer möchte kann ja noch ein Stück Fleisch dazu geben, so wie wir das auch gemacht haben, dabei passt dazu fast alles, sei es Geflügel, Schwein und auch Kalb.

Zutaten für 2:

200 g Champignons
1 Schalotte in dünne Scheiben geschnitten
70 g durchwachsener, geräucherter Speck in dünnen Scheiben
50 ml Weißwein
100 ml Sahne
1 El Creme fraiche
1/2 Bund Schnittlauch, fein geschnitten
Butter
Pfeffer und Salz
Nudeln

Die Nudeln nach Packungsanweisung garen, bei uns waren das Fussili, die mag Frau K gerne dazu. 
Die Champignons putzen , waschen und vierteln. Den Speck in dünne Stifte schneiden.
In einer Pfanne den Speck in etwas heisser Butter auslassen, dann die Schalotte und die Champignons zugeben und einige Minuten mit dünsten lassen. Mit dem Wein auffüllen und einkochen lassen, dann die Sahne zugeben und wieder etwas einköcheln, am Ende einen El Creme fraiche unterrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Die Nudeln auf zwei Teller verteilen, die Champignon-Specksauce darüber verteilen, den Schnittlauch darüber streuen  und servieren. Bei uns gab es noch ein Stück Fleisch dazu, doch das muss nicht sein.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Kulinarische Überflieger 2013




Roland Trettl meint er wäre nicht indiskret wenn er über Davide Scabin schreibt das dessen Ex nicht nur seine Service -Chefin ist und Geschäftspartnerin, sondern auch nicht dagegen hat das er mit seiner persönlichen Assistentin liiert ist. Was wohl daran liegt das sie selbst mit dem Sous -Chef zusammen ist.

Trettl schreibt auch, über das Gästehaus des Klaus Erfort, dass nebenan vom Gästehaus eine Tanke und eine Kik-Filiale den ästhetischen und sozialen Standard setzen.

© Collection Rolf Heyne
Auch solche Informationen bekommt man im neuen Überflieger Kochbuch 2013, jedoch auch Menüs wie dieses:

Macaron mit Lebermousse und Rotweinapfel
Tuna mit Gurken und Meerrettich
Marinierter Saibling mit Wakame -Algen, Saiblingskaviar

Gillardeau-Auster mit Kräutern und Hollandaise

Langostinos mit Topinambur, Raz -el-Hanout

„Erde und Meer“
Taschenkrebs, Garnelen, Avocado, Blumenkohl

Seezunge mit Jakobsmuscheln, Kürbis und Zitronengrassauce

Gebratener Fasan mit Kartoffeln, Zwiebeln und Bohnenkraut

Hibiskus, Joghurt und Guave

„Happy Berry“,  Calamansi und Gojibeeren

Haselnuss- Variation

Das war das November Menüs von Jacob Jan Boerma, der im Restaurant De Leest in Vaassen, Niederlande kocht.

Also der Bogen ist weit gespannt im neuen Überflieger Kochbuch:

Kulinarische Überflieger 2013


München 2013

ISBN: 978-3-89910-589-6

Im neuen Buch finden sich die Menüs von 11 internationalen Köchen


Jakob Jan Boerma, Niederlande
Ramon Freixa, Spanien
Davide Scabin, Italien
Enrique Olvera, Mexiko
Bertrand Grébaut, Frankreich
Claude Bosi, England
Songvisava& Jones, Thailand
Eneko Atxa, Spanien
Richard Ekkebus, China
Brent Savage, Australien
Klaus Erfurt, Deutschland


Dazu eine Menü vom Ikarus -Team selber. Alle haben  im Ikarus im Hangar 7 Salzburg ein Menü jeweils einen Monat vorgestellt, zubereitet vom Ikarus -Team unter Roland Trettl.
Das Jahr 2013 wird in diesem Band dargestellt und ich bin wieder , wie schon 2012 beeindruckt.

Nach einem Vorwort von Patron Witzigmann geht es mit Jacob Jan Boerma los.  Jeder Koch wird mit einem Foto und einer kleinen Beschreibung von Roland Trettl vorgestellt. 

Trettl besucht die Köche vor Ort und skizziert ihre Küche und die Schwerpunkte. Es folgen die Rezepte zu dem jeweiligen Menü, die nur leider nicht vollständig sind, es werden  meist 5 Gänge mit den Rezepten vorgestellt, natürlich immer auch ein Bild dazu. Am Ende nochmals Bilder vom Koch, aus der Küche und das vollständige Menü wird dargestellt.

Es gibt ja bei den Kochblogs nicht viele die auch ganze Menüs mit mehr als drei Gängen einstellen, doch wer sich mit der Zubereitung von Menüs beschäftigt, und das scheinen nicht wenige zu sein, bekommt hier 12 Menüs in ihren wesentlichen Bestandteilen detailliert dargestellt. 
© Collection Rolf Heyne
Ein Fundgrube wie man sie  sonst nicht findet, ich wüsste keine vergleichbaren Kochbücher.
Natürlich lohnt sich dieses Buch auch für Leser die nicht den Ehrgeiz haben 7 oder 9 Gänge auf den Tisch zu bringen. Ich finde in diesen Kochbüchern immer wieder neue und interessante Anregungen. Die Rezepte werden detailliert wiedergegeben und sind so gut nachvollziehbar.

Die Fotos sind überragend gut und konzentrieren sich ohne Beiwerk auf das wesentliche, nämlich den Teller und das Gericht. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.