Sonntag, 1. Juni 2014

Spargelmenü, Teil 2: Spargel|Kaninchen|Champignons



Nun also Teil 2 meines kleinen Spargelmenüs, das Hauptgericht. Es gab mit Champignons gefüllten Kaninchenrücken, schwarze Champignons, Spargel gebraten und als Püree.
Die Kombination  Kaninchen mit schwarzen Champignons habe ich sowohl in dem Kochbuch von Franz Fuiko, als auch in dem Buch von Johannes King gefunden und mir gedacht, dass ich das auch mal ausprobieren müsste.

Schwarze Champignons sind fermentierte weiße Champignons, also nicht eine besondere Züchtung oder Sorte. Mir ist das nicht so ganz gut gelungen, was wohl daran lag, dass ich die Champignons nicht fein genug gehackt hatte.

Dazu gab es gebratenen Spargel und ein Spargel- Kartoffelpüree. 

Den notwendigen Kaninchenfond habe ich selbst gekocht. Ich habe 2 Kaninchen gekauft, weil es die Rücken alleine nicht gab. Die Hinterläufe schlummern jetzt im Eis. Die Rücken habe ich verarbeitet und der Rest ist ausgekocht worden zu einem Fond. Wer sich die Arbeit nicht machen möchte nimmt einfach einen Geflügelfond.


Zutaten für 4:

2 Kaninchenrücken
250 g Champignons
400 ml Kaninchenfond
100 ml trockener Wermut
1 Schalotte
200 ml Sahne
1 kg Spargel 
400 g fest kochende Kartoffeln
50 g Butter
Butterschmalz
Pfeffer und Salz


Zubereitung:

Den Backofen auf 70°C vorheizen. Die Champignons möglichst fein hacken. Johannes King dreht die durch den Fleischwolf, den ich aber nicht besitze. Die Masse auf ein Backblech verteilen und in den Ofen schieben. 
King lässt die Champignons an der Luft oxydieren, was aber sehr lange dauern kann. Franz Fuiko macht seine im Backofen bei 65°C, was flotter geht.
Die Champignons immer wieder verrühren, nach etwa 3,5 Stunden sollten die Champignons dunkel, fast schwarz sein.

Die Kaninchenrücken auslösen, und zwar so, dass die Bauchlappen an den Rückensträngen verbleiben. Die Bauchlappen vorsichtig plattieren.
Das Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen. Die Bauchlappen mit etwa der Hälfte der Champignons dünn bestreichen. Dann um die Rücken aufrollen, mit Küchengarn binden.

Die Rückenrollen in etwas heissem Butterschmalz von allen Seiten vorsichtig anbraten und im Backofen bei 70°C warm halten.

Die Schalotte schälen und fein würfeln, in einem kleineren Topf in Butter weich dünsten. Mit dem Kaninchenfond und Wermut auffüllen. Den Fond auf etwa 250 ml einkochen lassen, mit der Sahne auffüllen und noch einmal ein wenig reduzieren.

Die Kartoffeln schälen, würfeln und gar kochen.

Den Spargel gut schälen, holzige Enden abschneiden. Das obere Drittel abtrennen.
Die unteren Teile der Spargelstangen noch einmal zerteilen und in wenig Salzwasser weich kochen. Spargel abschütten und fein pürieren.
Die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder sehr gründlich stampfen. Das Spargelpüree unter die Kartoffeln heben, die Butter zufügen und alles vorsichtig erwärmen, mit Salz abschmecken.

Die Spargelspitzen jeweils längs halbieren. Etwas Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und den Spargel darin von beiden Seiten etwa 3 Minuten anbraten.


Anrichten:

Das Garn von den Kaninchenrücken entfernen, jeden Rücken in drei bis vier gleich große Stücke zerteilen. Die Stücke in einer Reihe auf die Teller  setzen. Den gebratenen Spargel dazu legen. Die restlichen Champignons kurz in etwas Butter erwärmen und auf jeden Teller zwei El schwarze Champignons setzen. Die Sauce mit dem Pürierstab kurz aufschäumen und auf die Teller verteilen.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Spargelmenü, Teil1





Menü erstellen ist nicht das, was ich wirklich gut kann, da habe ich noch erhebliche Defizite. Nun gibt es bei Facebook eine neue, offene Gruppe in der es genau darum geht, nämlich um das Menü kochen. Hier ist der Link dahin: Wir kochen Menü!
Für mich ist das ein gewisser Ansporn, mich darin auch noch einmal mehr zu versuchen.

So habe ich ein kleines Spargelmenü gemacht in drei Gängen.

Vorspeise: Marinierter Spargel, Haselnuss und Käseespuma:

Wobei der erste Gang die Vorspeise eher misslungen war, das Espuma war deutlich zu fest und so zeige ich hier nur ein kleines Foto davon, da muss ich noch mal üben. Es war ein roh marinierter Spargel mit Haselnuss-Vinaigrette und Käseespuma.




Fischgang: Zander im Brunnenkresse-Spargelsud, 




Dieser Gang war deutlich besser gelungen. Der Sud aus Gemüsefond, Spargel und Brunnenkresse war sehr aromatisch.







Hauptgang: Kaninchen, Spargel und Champignons.





Dieses Rezept werde ich in den nächsten Tagen einstellen.












Hier nun das Rezept für den Fischgang, der einfach und flott zu machen ist.


Zutaten für 4:

4 Stücke Zanderfilet zu je etwa 100 g
1 Bund grüner Spargel
150 g Brunnenkresse
800 ml Gemüsefond
3 Stiele Liebstöckel
2 Eiweiß
Butterschmalz
Pfeffer und Salz

Zubereitung:
Den Spargel waschen und die Spargelspitzen, etwa 4 cm abschneiden. Wenn nötig holzigen Enden ebenfalls abschneiden. 
Den Gemüsefond mit dem Liebstöckel aufkochen und die Spargelstangen ( ohne die Spitzen) in dem Gemüsefond schön weich garen.
Die Brunnenkresse abwaschen, einige schöne, kleine Blätter beiseite legen und die groben Stiele entfernen.
Die Brunnenkresse zu dem Spargel geben und alles noch einmal aufkochen. Den Sud sehr gründlich pürieren. Ein Sieb mit einem Mulltuch auslegen und den Sud durchsieben und wieder in einen Topf schütten.
Die beiden Eiweiß in den Sud geben und unter häufigem rühren aufkochen. Wenn man nicht rührt besteht die Gefahr das sich das Eiweiß am Boden festsetzt.
Sobald es kocht nicht mehr rühren und bei niedriger Hitze fünf Minuten ziehen lassen. Dann den Sud noch einmal vorsichtig durch ein feines Sieb abschütten und warm halten.

Den Fisch in heißem Butterschmalz auf der Hautseite etwa 2 Minuten anbraten, dann wenden und noch kurz anbraten, mit Pfeffer und Salz würzen, warm halten.

Den Brunenkresse-Spargelsud mit Salz abschmecken und die Spargelspitzen einlegen und 2-3 Minuten leise köcheln lassen.

Anrichten:

Die Spargelspitzen jeweils in die Mitte auf 4 tiefe Teller verteilen, dazu die restlichen, kleinen Brunnenkresse Blätter legen. Mit dem Sud auffüllen. Die Zanderfilets auf den Spargel setzen und servieren.

Sonntag, 25. Mai 2014

nachgekocht: Kabeljau|Nordseekrabben|Speck|Blumenkohl nach Fuiko



Am letzten Mittwoch habe ich ja das Kochbuch von Franz Fuiko „Geniesse den Tag“ vorgestellt. Mir gefällt dieses Buch sehr und einige Rezepte erscheinen mir auch durchaus nachkochbar. Auch für einen Dilettanten wie mich, dem da jede fundierte Ausbildung fehlt. 
So habe ich mich an das Rezept :

Kabeljau|Nordseekrabben|Speck| Blumenkohl

S.97 im Buch gewagt. Mir hat das viel Freude bereitet das Rezept nach zu kochen. Es ist detailliert genug beschrieben und wenn man sich genau an das Rezept hält, dürfte das Gericht gelingen. 

Meine Bilder sind natürlich nicht so schön wie das im Kochbuch, trotzdem habe ich meine Bilder hier für das Rezept genutzt, um zu zeigen, dass es auch optisch ein ganz ansprechendes Ergebnis gebracht hat.

„ Eine Geschmacksbombe und da machen selbst die Radieschen auch geschmacklich einen Sinn“ war das Urteil von Frau K. Beim Probieren der Specksauce war sie noch eher skeptisch gewesen, doch letztendlich hat sie das Gericht überzeugt.
Das Rezept hat es auch in das Onlinemagazin  "Aromenspiele Frühling 2016" geschafft. Dort gibt es noch mehr Anregungen, nicht nur für Rezepte. 

Die wörtliche Wiedergabe des Rezeptes erfolgt mit ausdrücklicher Genehmigung durch die Collection Rolf Heyne, für die ich mich sehr bedanke.

ZUTATEN
FÜR 4 PERSONEN
Für den Pochiersud:

1 l Gemüsefond (siehe
Grundrezept Seite 299)
50 g Estragonessig
30 g Olivenöl
30 g Butter
1 Zweig Thymian
Salz
frisch gemahlener weißer
Pfeffer

Für den Speckschaum:

100 g geräucherter Speck
30 g Schalotten
20 g Karotten
20 g Knollensellerie
50 ml Noilly Prat
200 ml Gemüsefond (siehe
Grundrezept Seite 299)
100 ml Vollmilch
100 ml flüssige Sahne
50 ml trockener Weißwein
Salz
frisch gemahlener weißer
Pfeffer
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
1 frisches Lorbeerblatt
1 Knoblauchzehe

Für das Blumenkohlpüree:

2 EL Butter
50 g Schalotten
300 g Blumenkohl,
in Röschen zerteilt
30 g trockener Weißwein
100 ml flüssige Sahne
50 g Butter
Salz
frisch gemahlener weißer
Pfeffer
Für den Kabeljau
600 g Kabeljau, küchenfertig
filetiert
Salz
frisch gemahlener weißer
Pfeffer
frisch gemahlener Koriander

Anrichten:

klein gewürfelte, getrocknete
Tomaten
100 g Nordseekrabben
Pumpernickel-Croûtons
frisch gehackte Petersilie
Radieschenscheiben
blanchierte Blumenkohlröschen



ZUBEREITUNG
Pochiersud:

Den Gemüsefond zusammen mit dem Essig, dem Olivenöl, der Butter, dem Thymian in einen ausreichend großen Topf füllen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und aufkochen. 
Den Sud 15 Minuten leicht köcheln lassen.

Speckschaum

In einem Topf den klein gewürfelten Speck auslassen und die
klein gewürfelten Schalotten darin anschwitzen. Das Gemüse
ebenfalls klein würfeln und zu den Schalotten geben. Dann mit dem Noilly Prat ablöschen und den Fond, die Milch, die Sahne und den Wein aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Thymian, den Rosmarin, das Lorbeerblatt und den geschältenKnoblauch zufügen. Alles zusammen leicht köcheln lassen und die Flüssigkeit gut reduzieren. Anschließend durch ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb gießen und nochmals abschmecken.
Vor dem Servieren die Sauce gut aufschäumen.

Blumenkohlpüree:

Die Butter erhitzen und die klein gewürfelten Schalotten darin
anschwitzen. Den Blumenkohl dazugeben, mit dem Wein
ablöschen und mit der Sahne aufgießen. Den Blumenkohl weich kochen und dann in einen Standmixer umfüllen. Zusammen mit der Butter ein cremiges Püree mixen. Das Püree durch ein Sieb streichen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kabeljau

Die Kabeljaufilets kurz vor dem Anrichten 3–5 Minuten im ca. 80 °C heißen Pochiersud ziehen lassen, dann vorsichtig aus dem Sud nehmen, abtropfen lassen und mit Salz, Pfeffer und Koriander würzen.

Anrichten:
Das Blumenkohlpüree auf den Tellern ausstreichen und je
1 Portion Kabeljau daraufsetzen. Auf dem Fisch die Tomatenwürfel,die Krabben, die Croûtons und die Petersilie anrichten. Daneben eine Reihe aus abwechselnd hintereinandergeschichteten Radieschenscheiben und Blumenkohlröschen legen. Dazwischen
den Speckschaum löffeln.